Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Braucht man heute noch ein eigenes Auto?“ a) Johanna, Hamburg Vor drei Jahren habe ich mein Auto verkauft – eigentlich nur, weil die fällige Reparatur teurer gewesen wäre, als der Wagen noch wert war. Ich wollte es erst einmal ein halbes Jahr ohne probieren. Seitdem bin ich nie wieder auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad, für den Großeinkauf buche ich ein Carsharing-Auto. Unterm Strich bleiben mir jeden Monat locker 200 Euro mehr, die früher für Versicherung, Steuer und Parkplatz draufgingen. Einziger Wermutstropfen: Wenn ich am Wochenende spontan meine Eltern auf dem Land besuchen will und alle Autos in der Nähe gebucht sind, ärgere ich mich schon. b) Mehmet, Bremen Ich finde diese Diskussion oft ziemlich abgehoben. Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst. Im Job fahre ich natürlich ein Dienstauto – anders ginge es gar nicht, ich besuche an einem Tag zwölf Patientinnen und Patienten. Privat habe ich tatsächlich kein Auto mehr, und das klappt meistens gut. Aber wenn ich Nachtdienst habe und um halb fünf morgens fertig bin, fährt keine Straßenbahn. Dann bleibt nur das Taxi, und das kann ich mir nicht jede Woche leisten. Wer von Schichtarbeit keine Ahnung hat, sollte nicht so tun, als könnte jeder problemlos aufs Auto verzichten. c) Ute, Eifel Hier auf dem Land sieht die Welt anders aus als in Hamburg oder Berlin – das vergessen die Leute in den Städten gern. Ich habe meinen Führerschein letztes Jahr abgegeben, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Das war ein harter Schritt. Zum Glück gibt es bei uns einen Bürgerbus: Rentner aus dem Ort fahren ihn ehrenamtlich, zweimal am Tag in die Kreisstadt. Ohne diesen Bus käme ich nicht mehr zum Arzt. Trotzdem: Abends und am Wochenende sitze ich praktisch fest. Wer über ein Leben ohne Auto diskutiert, sollte auch an Orte wie unseren denken. d) Lars, Leipzig Seit wir ein Lastenrad haben, bringe ich unsere beiden Kinder damit in die Kita, und auch den Wocheneinkauf erledigen wir so. Ganz abgeschafft haben wir unser Auto aber nicht: Für den Urlaub an der Ostsee und Besuche bei den Großeltern steht ein alter Kombi in der Garage, der vielleicht 3.000 Kilometer im Jahr fährt. Was mich ärgert: Ein Anwohnerparkausweis kostet bei uns nur einen Bruchteil dessen, was man für einen Stellplatz in der Tiefgarage zahlt. Solange man sein Auto fast umsonst an den Straßenrand stellen kann, wird kaum jemand sein Verhalten ändern.
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10 preguntas de ejemplo con respuestas
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Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Weiterbildung neben dem Beruf – lohnt sich das?“ a) Nadine, Würzburg Ich bin Krankenpflegerin und studiere seit zwei Jahren Pflegemanagement, berufsbegleitend und größtenteils online. Mein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Studiengebühren und stellt mich für die Prüfungen frei. Trotzdem: Mit zwei Kindern im Grundschulalter ist das ein ständiger Spagat. Oft sitze ich erst nach zehn Uhr abends am Schreibtisch, wenn endlich Ruhe im Haus ist. Gelohnt hat es sich aber schon jetzt – die Leitung meiner Station habe ich übernommen, noch bevor ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. b) Oleksandr, Chemnitz Ich habe in der Ukraine Maschinenbau studiert, aber hier in Deutschland hat mir das zuerst wenig genützt. Deshalb habe ich zusätzlich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gemacht – vier Jahre lang, viermal pro Woche abends in der Technikerschule, neben meinem Vollzeitjob in der Produktion. Einen großen Teil der Kosten hat das Aufstiegs-BAföG übernommen, sonst hätte ich es mir kaum leisten können. Heute arbeite ich in der Qualitätssicherung und verdiene deutlich mehr. c) Birgit, Dortmund Mit Anfang fünfzig wollte ich es noch einmal wissen und habe ein Fernstudium in Betriebswirtschaft begonnen. Nach zwei Semestern habe ich aufgehört. In meiner Bank gab es damals viele Überstunden, und ich hatte schlicht keine Energie mehr für Skripte und Hausarbeiten. Bereut habe ich den Versuch trotzdem nicht, ich habe viel gelernt. Heute belege ich lieber kurze Zertifikatskurse zu einzelnen Themen, zum Beispiel zur Datenanalyse. Die passen besser in mein Leben und bringen mir im Job mehr. d) Tobias, Frankfurt Ich leite die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens und werde oft gefragt, ob sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das hängt davon ab. Ein Abschluss allein führt nicht automatisch zu mehr Gehalt – bei uns zählt mindestens genauso die praktische Erfahrung. Mein Rat: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Firmen unterstützen Weiterbildungen finanziell oder zeitlich, wenn sie wissen, dass die neuen Kenntnisse später im Unternehmen gebraucht werden.
Teil 1 – Wer …? hat eine Weiterbildung nicht zu Ende gebracht?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Braucht man heute noch ein eigenes Auto?“ a) Johanna, Hamburg Vor drei Jahren habe ich mein Auto verkauft – eigentlich nur, weil die fällige Reparatur teurer gewesen wäre, als der Wagen noch wert war. Ich wollte es erst einmal ein halbes Jahr ohne probieren. Seitdem bin ich nie wieder auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad, für den Großeinkauf buche ich ein Carsharing-Auto. Unterm Strich bleiben mir jeden Monat locker 200 Euro mehr, die früher für Versicherung, Steuer und Parkplatz draufgingen. Einziger Wermutstropfen: Wenn ich am Wochenende spontan meine Eltern auf dem Land besuchen will und alle Autos in der Nähe gebucht sind, ärgere ich mich schon. b) Mehmet, Bremen Ich finde diese Diskussion oft ziemlich abgehoben. Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst. Im Job fahre ich natürlich ein Dienstauto – anders ginge es gar nicht, ich besuche an einem Tag zwölf Patientinnen und Patienten. Privat habe ich tatsächlich kein Auto mehr, und das klappt meistens gut. Aber wenn ich Nachtdienst habe und um halb fünf morgens fertig bin, fährt keine Straßenbahn. Dann bleibt nur das Taxi, und das kann ich mir nicht jede Woche leisten. Wer von Schichtarbeit keine Ahnung hat, sollte nicht so tun, als könnte jeder problemlos aufs Auto verzichten. c) Ute, Eifel Hier auf dem Land sieht die Welt anders aus als in Hamburg oder Berlin – das vergessen die Leute in den Städten gern. Ich habe meinen Führerschein letztes Jahr abgegeben, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Das war ein harter Schritt. Zum Glück gibt es bei uns einen Bürgerbus: Rentner aus dem Ort fahren ihn ehrenamtlich, zweimal am Tag in die Kreisstadt. Ohne diesen Bus käme ich nicht mehr zum Arzt. Trotzdem: Abends und am Wochenende sitze ich praktisch fest. Wer über ein Leben ohne Auto diskutiert, sollte auch an Orte wie unseren denken. d) Lars, Leipzig Seit wir ein Lastenrad haben, bringe ich unsere beiden Kinder damit in die Kita, und auch den Wocheneinkauf erledigen wir so. Ganz abgeschafft haben wir unser Auto aber nicht: Für den Urlaub an der Ostsee und Besuche bei den Großeltern steht ein alter Kombi in der Garage, der vielleicht 3.000 Kilometer im Jahr fährt. Was mich ärgert: Ein Anwohnerparkausweis kostet bei uns nur einen Bruchteil dessen, was man für einen Stellplatz in der Tiefgarage zahlt. Solange man sein Auto fast umsonst an den Straßenrand stellen kann, wird kaum jemand sein Verhalten ändern.
Teil 1 – Wer …? hat nach bestimmten Arbeitszeiten Schwierigkeiten, nach Hause zu kommen?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Weiterbildung neben dem Beruf – lohnt sich das?“ a) Nadine, Würzburg Ich bin Krankenpflegerin und studiere seit zwei Jahren Pflegemanagement, berufsbegleitend und größtenteils online. Mein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Studiengebühren und stellt mich für die Prüfungen frei. Trotzdem: Mit zwei Kindern im Grundschulalter ist das ein ständiger Spagat. Oft sitze ich erst nach zehn Uhr abends am Schreibtisch, wenn endlich Ruhe im Haus ist. Gelohnt hat es sich aber schon jetzt – die Leitung meiner Station habe ich übernommen, noch bevor ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. b) Oleksandr, Chemnitz Ich habe in der Ukraine Maschinenbau studiert, aber hier in Deutschland hat mir das zuerst wenig genützt. Deshalb habe ich zusätzlich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gemacht – vier Jahre lang, viermal pro Woche abends in der Technikerschule, neben meinem Vollzeitjob in der Produktion. Einen großen Teil der Kosten hat das Aufstiegs-BAföG übernommen, sonst hätte ich es mir kaum leisten können. Heute arbeite ich in der Qualitätssicherung und verdiene deutlich mehr. c) Birgit, Dortmund Mit Anfang fünfzig wollte ich es noch einmal wissen und habe ein Fernstudium in Betriebswirtschaft begonnen. Nach zwei Semestern habe ich aufgehört. In meiner Bank gab es damals viele Überstunden, und ich hatte schlicht keine Energie mehr für Skripte und Hausarbeiten. Bereut habe ich den Versuch trotzdem nicht, ich habe viel gelernt. Heute belege ich lieber kurze Zertifikatskurse zu einzelnen Themen, zum Beispiel zur Datenanalyse. Die passen besser in mein Leben und bringen mir im Job mehr. d) Tobias, Frankfurt Ich leite die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens und werde oft gefragt, ob sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das hängt davon ab. Ein Abschluss allein führt nicht automatisch zu mehr Gehalt – bei uns zählt mindestens genauso die praktische Erfahrung. Mein Rat: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Firmen unterstützen Weiterbildungen finanziell oder zeitlich, wenn sie wissen, dass die neuen Kenntnisse später im Unternehmen gebraucht werden.
Teil 1 – Wer …? spricht aus der Sicht eines Arbeitgebers?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Braucht man heute noch ein eigenes Auto?“ a) Johanna, Hamburg Vor drei Jahren habe ich mein Auto verkauft – eigentlich nur, weil die fällige Reparatur teurer gewesen wäre, als der Wagen noch wert war. Ich wollte es erst einmal ein halbes Jahr ohne probieren. Seitdem bin ich nie wieder auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad, für den Großeinkauf buche ich ein Carsharing-Auto. Unterm Strich bleiben mir jeden Monat locker 200 Euro mehr, die früher für Versicherung, Steuer und Parkplatz draufgingen. Einziger Wermutstropfen: Wenn ich am Wochenende spontan meine Eltern auf dem Land besuchen will und alle Autos in der Nähe gebucht sind, ärgere ich mich schon. b) Mehmet, Bremen Ich finde diese Diskussion oft ziemlich abgehoben. Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst. Im Job fahre ich natürlich ein Dienstauto – anders ginge es gar nicht, ich besuche an einem Tag zwölf Patientinnen und Patienten. Privat habe ich tatsächlich kein Auto mehr, und das klappt meistens gut. Aber wenn ich Nachtdienst habe und um halb fünf morgens fertig bin, fährt keine Straßenbahn. Dann bleibt nur das Taxi, und das kann ich mir nicht jede Woche leisten. Wer von Schichtarbeit keine Ahnung hat, sollte nicht so tun, als könnte jeder problemlos aufs Auto verzichten. c) Ute, Eifel Hier auf dem Land sieht die Welt anders aus als in Hamburg oder Berlin – das vergessen die Leute in den Städten gern. Ich habe meinen Führerschein letztes Jahr abgegeben, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Das war ein harter Schritt. Zum Glück gibt es bei uns einen Bürgerbus: Rentner aus dem Ort fahren ihn ehrenamtlich, zweimal am Tag in die Kreisstadt. Ohne diesen Bus käme ich nicht mehr zum Arzt. Trotzdem: Abends und am Wochenende sitze ich praktisch fest. Wer über ein Leben ohne Auto diskutiert, sollte auch an Orte wie unseren denken. d) Lars, Leipzig Seit wir ein Lastenrad haben, bringe ich unsere beiden Kinder damit in die Kita, und auch den Wocheneinkauf erledigen wir so. Ganz abgeschafft haben wir unser Auto aber nicht: Für den Urlaub an der Ostsee und Besuche bei den Großeltern steht ein alter Kombi in der Garage, der vielleicht 3.000 Kilometer im Jahr fährt. Was mich ärgert: Ein Anwohnerparkausweis kostet bei uns nur einen Bruchteil dessen, was man für einen Stellplatz in der Tiefgarage zahlt. Solange man sein Auto fast umsonst an den Straßenrand stellen kann, wird kaum jemand sein Verhalten ändern.
Teil 1 – Wer …? nutzt ein Angebot, das von Freiwilligen getragen wird?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Weiterbildung neben dem Beruf – lohnt sich das?“ a) Nadine, Würzburg Ich bin Krankenpflegerin und studiere seit zwei Jahren Pflegemanagement, berufsbegleitend und größtenteils online. Mein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Studiengebühren und stellt mich für die Prüfungen frei. Trotzdem: Mit zwei Kindern im Grundschulalter ist das ein ständiger Spagat. Oft sitze ich erst nach zehn Uhr abends am Schreibtisch, wenn endlich Ruhe im Haus ist. Gelohnt hat es sich aber schon jetzt – die Leitung meiner Station habe ich übernommen, noch bevor ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. b) Oleksandr, Chemnitz Ich habe in der Ukraine Maschinenbau studiert, aber hier in Deutschland hat mir das zuerst wenig genützt. Deshalb habe ich zusätzlich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gemacht – vier Jahre lang, viermal pro Woche abends in der Technikerschule, neben meinem Vollzeitjob in der Produktion. Einen großen Teil der Kosten hat das Aufstiegs-BAföG übernommen, sonst hätte ich es mir kaum leisten können. Heute arbeite ich in der Qualitätssicherung und verdiene deutlich mehr. c) Birgit, Dortmund Mit Anfang fünfzig wollte ich es noch einmal wissen und habe ein Fernstudium in Betriebswirtschaft begonnen. Nach zwei Semestern habe ich aufgehört. In meiner Bank gab es damals viele Überstunden, und ich hatte schlicht keine Energie mehr für Skripte und Hausarbeiten. Bereut habe ich den Versuch trotzdem nicht, ich habe viel gelernt. Heute belege ich lieber kurze Zertifikatskurse zu einzelnen Themen, zum Beispiel zur Datenanalyse. Die passen besser in mein Leben und bringen mir im Job mehr. d) Tobias, Frankfurt Ich leite die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens und werde oft gefragt, ob sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das hängt davon ab. Ein Abschluss allein führt nicht automatisch zu mehr Gehalt – bei uns zählt mindestens genauso die praktische Erfahrung. Mein Rat: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Firmen unterstützen Weiterbildungen finanziell oder zeitlich, wenn sie wissen, dass die neuen Kenntnisse später im Unternehmen gebraucht werden.
Teil 1 – Wer …? hat eine neue Position bekommen, bevor die Weiterbildung beendet war?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Braucht man heute noch ein eigenes Auto?“ a) Johanna, Hamburg Vor drei Jahren habe ich mein Auto verkauft – eigentlich nur, weil die fällige Reparatur teurer gewesen wäre, als der Wagen noch wert war. Ich wollte es erst einmal ein halbes Jahr ohne probieren. Seitdem bin ich nie wieder auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad, für den Großeinkauf buche ich ein Carsharing-Auto. Unterm Strich bleiben mir jeden Monat locker 200 Euro mehr, die früher für Versicherung, Steuer und Parkplatz draufgingen. Einziger Wermutstropfen: Wenn ich am Wochenende spontan meine Eltern auf dem Land besuchen will und alle Autos in der Nähe gebucht sind, ärgere ich mich schon. b) Mehmet, Bremen Ich finde diese Diskussion oft ziemlich abgehoben. Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst. Im Job fahre ich natürlich ein Dienstauto – anders ginge es gar nicht, ich besuche an einem Tag zwölf Patientinnen und Patienten. Privat habe ich tatsächlich kein Auto mehr, und das klappt meistens gut. Aber wenn ich Nachtdienst habe und um halb fünf morgens fertig bin, fährt keine Straßenbahn. Dann bleibt nur das Taxi, und das kann ich mir nicht jede Woche leisten. Wer von Schichtarbeit keine Ahnung hat, sollte nicht so tun, als könnte jeder problemlos aufs Auto verzichten. c) Ute, Eifel Hier auf dem Land sieht die Welt anders aus als in Hamburg oder Berlin – das vergessen die Leute in den Städten gern. Ich habe meinen Führerschein letztes Jahr abgegeben, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Das war ein harter Schritt. Zum Glück gibt es bei uns einen Bürgerbus: Rentner aus dem Ort fahren ihn ehrenamtlich, zweimal am Tag in die Kreisstadt. Ohne diesen Bus käme ich nicht mehr zum Arzt. Trotzdem: Abends und am Wochenende sitze ich praktisch fest. Wer über ein Leben ohne Auto diskutiert, sollte auch an Orte wie unseren denken. d) Lars, Leipzig Seit wir ein Lastenrad haben, bringe ich unsere beiden Kinder damit in die Kita, und auch den Wocheneinkauf erledigen wir so. Ganz abgeschafft haben wir unser Auto aber nicht: Für den Urlaub an der Ostsee und Besuche bei den Großeltern steht ein alter Kombi in der Garage, der vielleicht 3.000 Kilometer im Jahr fährt. Was mich ärgert: Ein Anwohnerparkausweis kostet bei uns nur einen Bruchteil dessen, was man für einen Stellplatz in der Tiefgarage zahlt. Solange man sein Auto fast umsonst an den Straßenrand stellen kann, wird kaum jemand sein Verhalten ändern.
Teil 1 – Wer …? besitzt noch ein Auto, benutzt es aber selten?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Weiterbildung neben dem Beruf – lohnt sich das?“ a) Nadine, Würzburg Ich bin Krankenpflegerin und studiere seit zwei Jahren Pflegemanagement, berufsbegleitend und größtenteils online. Mein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Studiengebühren und stellt mich für die Prüfungen frei. Trotzdem: Mit zwei Kindern im Grundschulalter ist das ein ständiger Spagat. Oft sitze ich erst nach zehn Uhr abends am Schreibtisch, wenn endlich Ruhe im Haus ist. Gelohnt hat es sich aber schon jetzt – die Leitung meiner Station habe ich übernommen, noch bevor ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. b) Oleksandr, Chemnitz Ich habe in der Ukraine Maschinenbau studiert, aber hier in Deutschland hat mir das zuerst wenig genützt. Deshalb habe ich zusätzlich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gemacht – vier Jahre lang, viermal pro Woche abends in der Technikerschule, neben meinem Vollzeitjob in der Produktion. Einen großen Teil der Kosten hat das Aufstiegs-BAföG übernommen, sonst hätte ich es mir kaum leisten können. Heute arbeite ich in der Qualitätssicherung und verdiene deutlich mehr. c) Birgit, Dortmund Mit Anfang fünfzig wollte ich es noch einmal wissen und habe ein Fernstudium in Betriebswirtschaft begonnen. Nach zwei Semestern habe ich aufgehört. In meiner Bank gab es damals viele Überstunden, und ich hatte schlicht keine Energie mehr für Skripte und Hausarbeiten. Bereut habe ich den Versuch trotzdem nicht, ich habe viel gelernt. Heute belege ich lieber kurze Zertifikatskurse zu einzelnen Themen, zum Beispiel zur Datenanalyse. Die passen besser in mein Leben und bringen mir im Job mehr. d) Tobias, Frankfurt Ich leite die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens und werde oft gefragt, ob sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das hängt davon ab. Ein Abschluss allein führt nicht automatisch zu mehr Gehalt – bei uns zählt mindestens genauso die praktische Erfahrung. Mein Rat: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Firmen unterstützen Weiterbildungen finanziell oder zeitlich, wenn sie wissen, dass die neuen Kenntnisse später im Unternehmen gebraucht werden.
Teil 1 – Wer …? wurde bei den Kosten vom Staat unterstützt?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Braucht man heute noch ein eigenes Auto?“ a) Johanna, Hamburg Vor drei Jahren habe ich mein Auto verkauft – eigentlich nur, weil die fällige Reparatur teurer gewesen wäre, als der Wagen noch wert war. Ich wollte es erst einmal ein halbes Jahr ohne probieren. Seitdem bin ich nie wieder auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad, für den Großeinkauf buche ich ein Carsharing-Auto. Unterm Strich bleiben mir jeden Monat locker 200 Euro mehr, die früher für Versicherung, Steuer und Parkplatz draufgingen. Einziger Wermutstropfen: Wenn ich am Wochenende spontan meine Eltern auf dem Land besuchen will und alle Autos in der Nähe gebucht sind, ärgere ich mich schon. b) Mehmet, Bremen Ich finde diese Diskussion oft ziemlich abgehoben. Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst. Im Job fahre ich natürlich ein Dienstauto – anders ginge es gar nicht, ich besuche an einem Tag zwölf Patientinnen und Patienten. Privat habe ich tatsächlich kein Auto mehr, und das klappt meistens gut. Aber wenn ich Nachtdienst habe und um halb fünf morgens fertig bin, fährt keine Straßenbahn. Dann bleibt nur das Taxi, und das kann ich mir nicht jede Woche leisten. Wer von Schichtarbeit keine Ahnung hat, sollte nicht so tun, als könnte jeder problemlos aufs Auto verzichten. c) Ute, Eifel Hier auf dem Land sieht die Welt anders aus als in Hamburg oder Berlin – das vergessen die Leute in den Städten gern. Ich habe meinen Führerschein letztes Jahr abgegeben, weil meine Augen nicht mehr mitmachen. Das war ein harter Schritt. Zum Glück gibt es bei uns einen Bürgerbus: Rentner aus dem Ort fahren ihn ehrenamtlich, zweimal am Tag in die Kreisstadt. Ohne diesen Bus käme ich nicht mehr zum Arzt. Trotzdem: Abends und am Wochenende sitze ich praktisch fest. Wer über ein Leben ohne Auto diskutiert, sollte auch an Orte wie unseren denken. d) Lars, Leipzig Seit wir ein Lastenrad haben, bringe ich unsere beiden Kinder damit in die Kita, und auch den Wocheneinkauf erledigen wir so. Ganz abgeschafft haben wir unser Auto aber nicht: Für den Urlaub an der Ostsee und Besuche bei den Großeltern steht ein alter Kombi in der Garage, der vielleicht 3.000 Kilometer im Jahr fährt. Was mich ärgert: Ein Anwohnerparkausweis kostet bei uns nur einen Bruchteil dessen, was man für einen Stellplatz in der Tiefgarage zahlt. Solange man sein Auto fast umsonst an den Straßenrand stellen kann, wird kaum jemand sein Verhalten ändern.
Teil 1 – Wer …? wollte zunächst nur ausprobieren, wie ein Leben ohne Auto ist?
Teil 1 · Forum Sie lesen in einem Forum Beiträge zur Frage: „Weiterbildung neben dem Beruf – lohnt sich das?“ a) Nadine, Würzburg Ich bin Krankenpflegerin und studiere seit zwei Jahren Pflegemanagement, berufsbegleitend und größtenteils online. Mein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Studiengebühren und stellt mich für die Prüfungen frei. Trotzdem: Mit zwei Kindern im Grundschulalter ist das ein ständiger Spagat. Oft sitze ich erst nach zehn Uhr abends am Schreibtisch, wenn endlich Ruhe im Haus ist. Gelohnt hat es sich aber schon jetzt – die Leitung meiner Station habe ich übernommen, noch bevor ich meinen Abschluss in der Tasche hatte. b) Oleksandr, Chemnitz Ich habe in der Ukraine Maschinenbau studiert, aber hier in Deutschland hat mir das zuerst wenig genützt. Deshalb habe ich zusätzlich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gemacht – vier Jahre lang, viermal pro Woche abends in der Technikerschule, neben meinem Vollzeitjob in der Produktion. Einen großen Teil der Kosten hat das Aufstiegs-BAföG übernommen, sonst hätte ich es mir kaum leisten können. Heute arbeite ich in der Qualitätssicherung und verdiene deutlich mehr. c) Birgit, Dortmund Mit Anfang fünfzig wollte ich es noch einmal wissen und habe ein Fernstudium in Betriebswirtschaft begonnen. Nach zwei Semestern habe ich aufgehört. In meiner Bank gab es damals viele Überstunden, und ich hatte schlicht keine Energie mehr für Skripte und Hausarbeiten. Bereut habe ich den Versuch trotzdem nicht, ich habe viel gelernt. Heute belege ich lieber kurze Zertifikatskurse zu einzelnen Themen, zum Beispiel zur Datenanalyse. Die passen besser in mein Leben und bringen mir im Job mehr. d) Tobias, Frankfurt Ich leite die Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens und werde oft gefragt, ob sich ein berufsbegleitendes Studium lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das hängt davon ab. Ein Abschluss allein führt nicht automatisch zu mehr Gehalt – bei uns zählt mindestens genauso die praktische Erfahrung. Mein Rat: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Firmen unterstützen Weiterbildungen finanziell oder zeitlich, wenn sie wissen, dass die neuen Kenntnisse später im Unternehmen gebraucht werden.