Einbürgerungstest: alle 300 allgemeinen Fragen mit Antworten (Fragenkatalog 2025)
Die 300 allgemeinen Fragen des offiziellen BAMF-Fragenkatalogs für den Einbürgerungstest und den Test „Leben in Deutschland“, im Wortlaut, mit richtiger Antwort und Erklärung. Dazu die 10 Fragen für jedes Bundesland und eine kostenlose Testsimulation.
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Quelle: BAMF, Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025 · Fragen und Antworten im veröffentlichten Wortlaut. Die Erklärungen stammen von EUpassway und sind nicht amtlich; der Test selbst ist nur auf Deutsch.
Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit. Deshalb darf man die Regierung offen kritisieren; Religionsfreiheit oder Wahlrecht sind andere Rechte und erklären das nicht.
Bis das Kind 14 Jahre alt ist, entscheiden die Eltern über die Teilnahme am Religionsunterricht (Art. 7 Grundgesetz). Ab 14 ist das Kind religionsmündig und entscheidet selbst.
Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht nach Artikel 5 des Grundgesetzes. Faustrecht und Selbstjustiz sind verboten, und Waffenbesitz ist kein Grundrecht, sondern streng geregelt.
A Man darf Geld annehmen, wenn man dafür eine bestimmte Kandidatin/einen bestimmten Kandidaten wählt.
B Nur Personen, die noch nie im Gefängnis waren, dürfen wählen.
C Die Wählerin/der Wähler darf bei der Wahl weder beeinflusst noch zu einer bestimmten Stimmabgabe gezwungen werden und keine Nachteile durch die Wahl haben.✓ richtig
D Alle wahlberechtigten Personen müssen wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Freie Wahl heißt: Niemand darf Sie unter Druck setzen, bestechen oder bestrafen, weil Sie eine bestimmte Partei wählen (Art. 38 Grundgesetz). In Deutschland gibt es keine Wahlpflicht.
Artikel 4 des Grundgesetzes garantiert die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Ein einklagbares Recht auf Arbeit, Wohnung oder Unterhaltung steht nicht im Grundgesetz.
Das Grundgesetz garantiert Menschenwürde (Art. 1), Gleichheit vor dem Gesetz (Art. 3) und Meinungsfreiheit (Art. 5). Gleich viel Geld für alle verlangt es nicht.
Das Asylrecht (Art. 16a Grundgesetz) schützt politisch Verfolgte aus anderen Ländern, also nur Ausländerinnen und Ausländer. Menschenwürde, Familienschutz und Meinungsfreiheit gelten für alle Menschen.
Eine Geldstrafe ist eine normale, erlaubte Strafe. Die Todesstrafe ist abgeschafft (Art. 102 Grundgesetz), und Folter und Prügelstrafe verletzen die Menschenwürde (Art. 1).
Die Verfassung der Bundesrepublik heißt Grundgesetz. Der Name wurde 1949 gewählt, weil man es zunächst als Übergangslösung bis zur deutschen Einheit sah.
A Ja, wenn mehr als die Hälfte der Abgeordneten im Bundestag dafür sind.
B Ja, aber dazu müssen zwei Drittel der Abgeordneten im Bundestag dafür sein.
C Nein, denn die Pressefreiheit ist ein Grundrecht. Sie kann nicht abgeschafft werden.✓ richtig
D Nein, denn nur der Bundesrat kann die Pressefreiheit abschaffen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Pressefreiheit ist ein Grundrecht (Art. 5 Grundgesetz). Ein Grundrecht darf nach Art. 19 in seinem Kern nicht angetastet werden, auch nicht mit einer Mehrheit im Bundestag.
C alle Parteien, die bei der letzten Wahl die 5%-Hürde erreichen konnten.
D alle Abgeordneten, die nicht zu der Regierungspartei/den Regierungsparteien gehören.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Opposition sind alle Abgeordneten, deren Parteien nicht zur Regierung gehören. Sie kritisieren und kontrollieren die Regierung; die stärkste Fraktion regiert meistens selbst.
C Nazi-, Hamas- oder Islamischer Staat-Symbole öffentlich tragen darf.
D meine Meinung nur dann äußern darf, solange ich der Regierung nicht widerspreche.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Meinungsfreiheit (Art. 5 Grundgesetz) bedeutet, dass man seine Meinung frei sagen und schreiben darf, auch im Internet und auch gegen die Regierung. Beleidigungen und verbotene Symbole von Nazis oder Terrorgruppen sind aber strafbar.
Artikel 12 des Grundgesetzes verbietet Zwangsarbeit, außer bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung. Freie Berufswahl ist dagegen ein Grundrecht, und Militärdienst ist erlaubt.
A bei der öffentlichen Verbreitung falscher Behauptungen über einzelne Personen✓ richtig
B bei Meinungsäußerungen über die Bundesregierung
C bei Diskussionen über Religionen
D bei Kritik am Staat
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Meinungsfreiheit hat Grenzen, zum Beispiel wenn man öffentlich falsche Tatsachen über eine Person verbreitet (üble Nachrede, Verleumdung). Kritik an Regierung, Staat oder Religionen ist dagegen erlaubt.
A Meinungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
B Petitionen der Bürgerinnen und Bürger.
C Versammlungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
D Ungleichbehandlung der Bürgerinnen und Bürger durch den Staat.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Artikel 3 des Grundgesetzes sagt: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Der Staat darf niemanden wegen Geschlecht, Herkunft, Religion oder Behinderung benachteiligen. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie Petitionen sind dagegen Grundrechte.
Artikel 1 beginnt mit dem Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das Recht auf Leben steht in Artikel 2, Religionsfreiheit in Artikel 4 und Meinungsfreiheit in Artikel 5.
A Man darf sich seinen Wohnort selbst aussuchen.✓ richtig
B Man kann seinen Beruf wechseln.
C Man darf sich für eine andere Religion entscheiden.
D Man darf sich in der Öffentlichkeit nur leicht bekleidet bewegen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Freizügigkeit (Art. 11 Grundgesetz) heißt, dass man sich überall in Deutschland aufhalten und seinen Wohnort frei wählen darf. Berufswechsel und Religionswahl sind andere Grundrechte.
Eine Partei, die die Demokratie beseitigen und eine Diktatur errichten will, ist verfassungswidrig (Art. 21 Grundgesetz). Nur das Bundesverfassungsgericht kann sie verbieten.
Richtig ist Bild 1: der schwarze Bundesadler mit roten Krallen und rotem Schnabel auf goldenem Schild. Das ist das Bundeswappen; die anderen Bilder zeigen ein christliches Symbol, das Eiserne Kreuz der Bundeswehr und das Wappen der DDR.
Deutschland ist eine Republik: Das Staatsoberhaupt ist ein gewählter Bundespräsident, kein König (Art. 20 Grundgesetz). Die Monarchie endete in Deutschland 1918.
D bei einer Firma oder Behörde beschäftigt.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die große Mehrheit der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet als Angestellte oder Beamte bei einer Firma oder Behörde. Nur etwa jeder Zehnte ist selbstständig.
B ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.✓ richtig
C eine kapitalistische und soziale Monarchie.
D ein sozialer und sozialistischer Bundesstaat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Artikel 20 des Grundgesetzes sagt: Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Es ist weder kommunistisch noch sozialistisch und auch keine Monarchie.
Deutschland ist ein Bundesstaat: Die Macht ist zwischen dem Bund und den 16 Ländern aufgeteilt (Föderalismus). Es ist keine Diktatur, keine Monarchie und kein sozialistischer Staat.
Die Abgeordneten des Bundestages werden vom Volk gewählt, also von allen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern (Art. 38 Grundgesetz). Wählen darf man bei der Bundestagswahl ab 18 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Das Wappentier der Bundesrepublik ist der Adler, der sogenannte Bundesadler. Man sieht ihn zum Beispiel im Plenarsaal des Bundestages und auf Euro-Münzen.
Pressezensur ist kein Merkmal der Demokratie, denn Artikel 5 des Grundgesetzes sagt ausdrücklich: Eine Zensur findet nicht statt. Wahlen, Meinungsfreiheit und mehrere Parteien gehören dagegen zur Demokratie.
Wenn keine Partei allein die Mehrheit hat, arbeiten mehrere Parteien in einer Koalition zusammen und bilden die Regierung. Eine Fraktion ist dagegen die Gruppe der Abgeordneten einer Partei im Parlament.
Die drei staatlichen Gewalten sind Gesetzgebung (Parlament), Regierung/Verwaltung und Rechtsprechung (Gerichte). Die Presse ist frei und unabhängig vom Staat; man nennt sie manchmal die vierte Gewalt, sie ist aber keine staatliche Gewalt.
A sind Staat und Religionsgemeinschaften voneinander getrennt.✓ richtig
B bilden die Religionsgemeinschaften den Staat.
C ist der Staat abhängig von den Religionsgemeinschaften.
D bilden Staat und Religionsgemeinschaften eine Einheit.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
In Deutschland gibt es keine Staatskirche; Staat und Religionsgemeinschaften sind getrennt (Art. 140 Grundgesetz). Der Staat ist religiös neutral, arbeitet aber in manchen Bereichen mit ihnen zusammen, etwa beim Religionsunterricht.
Deutschland ist keine Monarchie, sondern eine Republik mit einem gewählten Bundespräsidenten. Demokratie, Rechtsstaat und Sozialstaat sind Grundprinzipien nach Artikel 20 des Grundgesetzes.
Die Sozialversicherung wird vor allem durch Sozialabgaben finanziert: Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge vom Lohn, dazu kommen Zuschüsse aus Steuern. Kirchensteuer, Spenden und Vereinsbeiträge haben damit nichts zu tun.
Die Krankenversicherung ist eine der fünf Säulen der Sozialversicherung und schützt vor den Kosten bei Krankheit. Auto-, Gebäude- und Haftpflichtversicherung sind private Versicherungen und gehören nicht zur sozialen Sicherung.
In 13 der 16 Bundesländer heißt die Regierungschefin oder der Regierungschef Ministerpräsidentin oder Ministerpräsident. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen heißt das Amt Bürgermeister (z. B. Regierender Bürgermeister in Berlin).
Artikel 20 des Grundgesetzes nennt Deutschland einen demokratischen und sozialen Bundesstaat. Bundesstaat bedeutet: Die Länder sind Teile eines gemeinsamen Staates, kein lockerer Staatenbund und kein Zentralstaat.
A eine eigene Außenministerin/einen eigenen Außenminister
B eine eigene Währung
C eine eigene Armee
D eine eigene Regierung✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Jedes Bundesland hat eine eigene Regierung, ein eigenes Parlament (Landtag) und eine eigene Verfassung. Außenpolitik, Armee und Währung sind dagegen Sache des Bundes bzw. der EU.
Die Nationalhymne ist die dritte Strophe des Lieds der Deutschen von Hoffmann von Fallersleben (1841), mit Musik von Joseph Haydn. Sie beginnt mit Einigkeit und Recht und Freiheit. Freude schöner Götterfunken ist die Europahymne, Deutschland einig Vaterland stammt aus der DDR-Hymne.
A weil dadurch die unterschiedlichen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger vertreten werden✓ richtig
B damit Bestechung in der Politik begrenzt wird
C um politische Demonstrationen zu verhindern
D um wirtschaftlichen Wettbewerb anzuregen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
In einer Demokratie haben die Menschen verschiedene Meinungen und Interessen. Mehrere Parteien sorgen dafür, dass diese Meinungen im Parlament vertreten sind und die Wähler eine echte Auswahl haben.
Neue Bundesgesetze beschließt das Parlament, also der Bundestag; der Bundesrat wirkt dabei mit. Die Regierung kann Gesetze nur vorschlagen, Gerichte wenden sie an und die Polizei setzt sie durch.
Eine Partei kann verboten werden, wenn sie aktiv gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung kämpft (Art. 21 Grundgesetz). Darüber entscheidet nur das Bundesverfassungsgericht; Kritik oder neue Ideen sind dagegen erlaubt.
B Die Bundespräsidentin/den Bundespräsidenten✓ richtig
C Landtagsabgeordnete
D Bundestagsabgeordnete
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Den Bundespräsidenten wählt nicht das Volk, sondern die Bundesversammlung (Art. 54 Grundgesetz). Abgeordnete des Bundestages, der Landtage und des EU-Parlaments werden dagegen direkt gewählt.
Die Pflegeversicherung gibt es seit 1995. Sie ist neben Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung eine der fünf Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung.
C Er versorgt alle Einwohnerinnen und Einwohner kostenlos mit Zeitungen.
D Er produziert Autos und Busse.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Der Staat sorgt für öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Schulen und bezahlt sie mit Steuern. Lebensmittel, Kleidung, Autos und Zeitungen werden dagegen von privaten Firmen hergestellt und verkauft.
Verfassungsorgane sind die obersten Organe, die im Grundgesetz stehen: Bundestag, Bundesrat, Bundespräsident, Bundesregierung, Bundesverfassungsgericht und Bundesversammlung. Eine Bürgerversammlung ist eine Veranstaltung auf Gemeindeebene und kein Verfassungsorgan.
Schule und Bildung sind in Deutschland Sache der Bundesländer (Kulturhoheit der Länder). Deshalb gibt es in jedem Bundesland eigene Schulgesetze und Lehrpläne.
Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft: Der Markt regelt Angebot und Preise, aber der Staat sorgt für sozialen Ausgleich und Schutz. Sie wurde nach 1948 vor allem von Ludwig Erhard eingeführt; Planwirtschaft gab es in der DDR.
A Menschen sich kritisch über die Regierung äußern können.
B Bürger friedlich demonstrieren gehen dürfen.
C Menschen von einer Privatpolizei ohne Grund verhaftet werden.✓ richtig
D jemand ein Verbrechen begeht und deshalb verhaftet wird.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Im Rechtsstaat darf nur die staatliche Polizei Menschen festnehmen, und nur mit gesetzlichem Grund; über eine längere Freiheitsentziehung entscheidet ein Richter (Art. 104 Grundgesetz). Eine Privatpolizei, die ohne Grund verhaftet, ist damit unvereinbar.
C Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden über Gesetze.
D Der Staat muss die Gesetze einhalten.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Rechtsstaat heißt: Auch der Staat ist an Recht und Gesetz gebunden (Art. 20 Grundgesetz), und seine Entscheidungen können von unabhängigen Gerichten überprüft werden. Der Staat hat also nicht automatisch recht.
Die drei Gewalten heißen Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (Rechtsprechung). Eine Direktive gibt es als staatliche Gewalt nicht.
Das Ordnungsamt gehört zur Stadt- oder Gemeindeverwaltung und kümmert sich zum Beispiel um Falschparker, Lärm und öffentliche Ordnung. Das Finanzamt ist eine Landesbehörde, das Auswärtige Amt ein Bundesministerium und das Pfarramt gehört zur Kirche.
B die Ministerpräsidentin/der Ministerpräsident des größten Bundeslandes
C eine ehemalige Bundeskanzlerin/ein ehemaliger Bundeskanzler
D eine Abgeordnete/ein Abgeordneter der stärksten Fraktion✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Traditionell stellt die stärkste Fraktion die Präsidentin oder den Präsidenten des Bundestages. Gewählt wird sie oder er von allen Abgeordneten zu Beginn der Wahlperiode.
A die Präsidentin/der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes
B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident✓ richtig
C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
D die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Der Bundespräsident ernennt die Bundesministerinnen und Bundesminister, und zwar auf Vorschlag der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers (Art. 64 Grundgesetz). Die Auswahl trifft also der Kanzler, die formale Ernennung der Präsident.
Ein Erlass des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 erwähnt eine jüdische Gemeinde in Köln. Das ist vor etwa 1700 Jahren; deshalb feierte man 2021 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Bundestag und Bundesrat beschließen die Bundesgesetze und gehören deshalb zur Legislative, der gesetzgebenden Gewalt. Die Exekutive führt die Gesetze aus, die Judikative sind die Gerichte.
B Das Bundesverfassungsgericht steht über der Verfassung.
C Die Interessenverbände üben die Souveränität zusammen mit der Regierung aus.
D Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Volkssouveränität heißt: Die Staatsgewalt geht vom Volke aus (Art. 20 Grundgesetz). Nicht ein König oder ein Gericht hat die höchste Macht, sondern die Bürgerinnen und Bürger, vor allem durch Wahlen.
Das Parlament eines Bundeslandes heißt Landtag, deshalb heißt seine Wahl Landtagswahl. In den Stadtstaaten heißt es Abgeordnetenhaus (Berlin) oder Bürgerschaft (Hamburg, Bremen).
Die Gerichte gehören zur Judikative, der rechtsprechenden Gewalt, und sind unabhängig. Polizei, Finanzamt und Ministerien führen Gesetze aus und gehören zur Exekutive.
Deutschland hat drei Ebenen: den Bund, die 16 Länder und die Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise). Besatzungszonen gab es nur nach 1945, Kantone gibt es in der Schweiz.
C die Bundeskanzlerin/den Bundeskanzler zu wählen.
D das Bundeskabinett zu bilden.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Bundeskabinett bildet die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler: Sie oder er wählt die Ministerinnen und Minister aus, der Bundespräsident ernennt sie. Der Bundestag macht Gesetze, kontrolliert die Regierung und wählt den Kanzler.
Die größten jüdischen Gemeinden Deutschlands sind in Berlin und München, mit jeweils rund 9.000 Mitgliedern. Worms und Speyer haben eine sehr alte jüdische Geschichte, aber heute nur kleine Gemeinden.
A weil es in Deutschland nur staatliche Schulen gibt
B weil alle Schülerinnen und Schüler einen Schulabschluss haben müssen
C weil es in den Bundesländern verschiedene Schulen gibt
D weil es nach dem Grundgesetz seine Aufgabe ist✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Artikel 7 des Grundgesetzes sagt: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. Es gibt aber auch Privatschulen, die genehmigt und kontrolliert werden.
Die Verwaltung hat drei Stufen: Bund, Länder und Gemeinden (Kommunen). Die Gemeinden sind die unterste Stufe und regeln örtliche Angelegenheiten selbst (Art. 28 Grundgesetz).
Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.
A Sie/Er führt die Regierungsgeschäfte.
B Sie/Er kontrolliert die Regierungspartei.
C Sie/Er wählt die Ministerinnen/Minister aus.
D Sie/Er schlägt die Kanzlerin/den Kanzler zur Wahl vor.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Der Bundespräsident schlägt dem Bundestag eine Person zur Wahl als Bundeskanzler vor (Art. 63 Grundgesetz) und ernennt sie nach der Wahl. Die Regierungsgeschäfte führt der Kanzler, und die Minister wählt der Kanzler aus.
A in Bonn, weil sich dort das Bundeskanzleramt und der Bundestag befinden.
B auf Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung, um Staatsgäste zu empfangen.
C auf Schloss Bellevue, dem Amtssitz der Bundespräsidentin/des Bundespräsidenten, um Staatsgäste zu empfangen.
D in Berlin, weil sich dort das Bundeskanzleramt und der Bundestag befinden.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Bundeskanzleramt und der Bundestag sind in Berlin, deshalb arbeitet die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler meistens dort. Bonn war bis 1999 Regierungssitz; Schloss Bellevue ist der Sitz des Bundespräsidenten.
Friedrich Merz (CDU) wurde im Mai 2025 vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt. Allgemein gilt: Der Bundestag wählt den Kanzler, nach jeder Bundestagswahl neu; Merkel und Schröder waren frühere Kanzler, Ursula von der Leyen leitet die EU-Kommission.
Nach der Bundestagswahl im Februar 2025 ist CDU/CSU die größte und die AfD die zweitgrößte Fraktion im Bundestag. Die Reihenfolge kann sich nach jeder Wahl ändern.
Das Parlament für ganz Deutschland ist der Bundestag in Berlin; er wird alle vier Jahre gewählt. Die Volkskammer war das Parlament der DDR, und die Bundesversammlung wählt nur den Bundespräsidenten.
Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident; seit 2017 ist das Frank-Walter Steinmeier, 2022 wurde er wiedergewählt. Die Amtszeit dauert fünf Jahre, höchstens zwei Amtszeiten sind möglich; Joachim Gauck war sein Vorgänger.
Die Bundeswehr ist die Armee der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1955 gegründet. Sie ist eine Parlamentsarmee: Für Auslandseinsätze braucht sie die Zustimmung des Bundestages. Die Polizei ist dagegen Sache der Länder und des Bundes.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe legt das Grundgesetz verbindlich aus und prüft, ob Gesetze verfassungsgemäß sind. Amts-, Oberlandes- und Verwaltungsgerichte entscheiden über andere Rechtsfragen.
Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt, auf Vorschlag des Bundespräsidenten (Art. 63 Grundgesetz). Das Volk wählt den Kanzler also nicht direkt, und die Bundesversammlung wählt nur den Bundespräsidenten.
A die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident
C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
D die Bundeskanzlerin/der Bundeskanzler✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Bundeskabinett besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Der Kanzler leitet es und bestimmt die Richtlinien der Politik (Art. 65 Grundgesetz).
Der Bundestag wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler mit der Mehrheit seiner Mitglieder (Art. 63 Grundgesetz). Bei der Bundestagswahl wählt das Volk nur die Abgeordneten, nicht den Kanzler direkt.
Die Hauptaufgabe des Bundespräsidenten ist es, Deutschland nach innen und außen zu repräsentieren, etwa bei Staatsbesuchen. Er unterschreibt auch die Gesetze, aber regiert nicht; das tut die Bundesregierung.
Die Bundesversammlung wählt den Bundespräsidenten für fünf Jahre (Art. 54 Grundgesetz). Sie besteht aus allen Bundestagsabgeordneten und genauso vielen Personen, die die Landtage bestimmen, und tritt nur für diese Wahl zusammen.
B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident✓ richtig
C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
D die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Staatsoberhaupt ist die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident. Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler leitet dagegen die Regierung und hat mehr politische Macht.
B entscheidet, wer Bundesministerin/Bundesminister wird.
C bestimmt, wer im Bundesrat sitzt.
D schlägt die Regierungschefinnen/Regierungschefs der Länder vor.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Opposition kontrolliert und kritisiert die Regierung, zum Beispiel durch Anfragen, Debatten und Untersuchungsausschüsse. Minister bestimmt der Kanzler, und den Bundesrat bilden die Landesregierungen.
Über den Bundesrat wirken die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mit (Art. 50 Grundgesetz). Bei manchen Gesetzen, die die Länder besonders betreffen, muss der Bundesrat zustimmen.
A schwieriger, wenn sich dadurch die Mehrheit im Bundestag ändert.
B leichter, wenn dadurch neue Parteien in den Bundesrat kommen.
C schwieriger, wenn dadurch die Mehrheit im Bundesrat verändert wird.✓ richtig
D leichter, wenn es sich um ein reiches Bundesland handelt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Nach einer Landtagswahl kann sich die Zusammensetzung des Bundesrates ändern, weil dort die Landesregierungen sitzen. Hat die Bundesregierung dort keine Mehrheit mehr, kann der Bundesrat zustimmungspflichtige Gesetze blockieren. Der Bundestag ändert sich durch eine Landtagswahl nicht.
B mehr Direktkandidaten der Partei ziehen ins Parlament ein.
C größer ist das Risiko, eine Koalition bilden zu müssen.
D mehr Sitze erhält die Partei im Parlament.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Zweitstimme ist die wichtigste Stimme: Nach dem Anteil der Zweitstimmen wird verteilt, wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt. Mehr Zweitstimmen bedeuten also mehr Sitze, die Erststimme entscheidet nur über die Person im Wahlkreis.
Nach Artikel 38 des Grundgesetzes darf man ab 18 Jahren bei der Bundestagswahl wählen. Bei manchen Kommunal- und Landtagswahlen gilt in einigen Bundesländern schon 16, aber nicht beim Bundestag.
In Deutschland gibt es Schulpflicht: Kinder müssen ungefähr 9 bis 10 Jahre lang zur Schule gehen. Eine Wahlpflicht oder eine Religionspflicht gibt es nicht.
D mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wer den Holocaust öffentlich leugnet, macht sich nach § 130 Strafgesetzbuch (Volksverhetzung) strafbar. Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
Bei einer festen Anstellung werden die Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) automatisch vom Lohn abgezogen. Sozialhilfe, Kindergeld und Wohngeld sind dagegen Leistungen, die man bekommt, nicht bezahlt.
A dürfen sie nicht mehr an den Sitzungen des Parlaments teilnehmen.
B kann die Regierung ihre Mehrheit verlieren.✓ richtig
C muss die Bundespräsidentin/der Bundespräsident zuvor ihr/sein Einverständnis geben.
D dürfen die Wählerinnen/Wähler dieser Abgeordneten noch einmal wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Eine Regierung braucht im Bundestag die Mehrheit der Abgeordneten. Wechseln Abgeordnete von einer Regierungsfraktion in eine andere Fraktion, kann diese Mehrheit verloren gehen; ihr Mandat behalten sie aber, denn sie sind nach Art. 38 GG nur ihrem Gewissen verpflichtet.
A Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer✓ richtig
B nur Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer
C alle Staatsangehörigen
D nur Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Beiträge zur Sozialversicherung bezahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam, meist ungefähr je zur Hälfte. Nur die gesetzliche Unfallversicherung bezahlt der Arbeitgeber allein.
Zur gesetzlichen Sozialversicherung gehören Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Eine Lebensversicherung ist eine private, freiwillige Versicherung.
Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum Beispiel bei Lohn und Arbeitszeit. Sie verhandeln mit den Arbeitgebern Tarifverträge; die Arbeitgeber haben eigene Arbeitgeberverbände.
D Ehrentitel "Held der Deutschen Demokratischen Republik"
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Bundesverdienstkreuz (Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, seit 1951) ist die höchste Auszeichnung für besondere Leistungen; es wird von der Bundespräsidentin oder dem Bundespräsidenten verliehen. Der Vaterländische Verdienstorden und der Titel Held der DDR waren Auszeichnungen der DDR.
B von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in einer Regierung✓ richtig
C von CSU, Die LINKE und Bündnis 90/Die Grünen in einer Regierung
D der Bundestagsfraktionen von CDU und SPD
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Ampelkoalition heißt eine Regierung aus SPD (rot), FDP (gelb) und Grünen (grün), wie die Farben einer Verkehrsampel. Auf Bundesebene regierte so eine Koalition von 2021 bis 2024.
C Die Frau erledigt private Sachen während der Arbeitszeit.
D Die Frau bekommt ein Kind und ihr Chef weiß das.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Schwangere und Mütter nach der Geburt haben besonderen Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz: Eine Schwangerschaft darf kein Kündigungsgrund sein. Häufiges Zuspätkommen, private Arbeit während der Arbeitszeit oder sehr lange Krankheit können dagegen unter Umständen eine Kündigung rechtfertigen.
A Sie helfen alten Menschen bei der Stimmabgabe in der Wahlkabine.
B Sie schreiben die Wahlbenachrichtigungen vor der Wahl.
C Sie geben Zwischenergebnisse an die Medien weiter.
D Sie zählen die Stimmen nach dem Ende der Wahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer arbeiten im Wahllokal und zählen nach 18 Uhr öffentlich die Stimmen aus. Die Wahlbenachrichtigungen verschickt die Gemeinde, und in die Wahlkabine geht man allein, weil die Wahl geheim ist.
A Sie helfen Kindern und alten Menschen beim Wählen.
B Sie schreiben Karten und Briefe mit der Angabe des Wahllokals.
C Sie geben Zwischenergebnisse an Journalisten weiter.
D Sie zählen die Stimmen nach dem Ende der Wahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Ehrenamtliche Wahlhelfer zählen nach dem Ende der Wahl die Stimmen im Wahllokal. Zwischenergebnisse geben sie nicht an Journalisten weiter, und beim Ankreuzen dürfen sie niemandem helfen, außer in besonderen Fällen (z. B. bei einer Behinderung) auf Wunsch der Wählerin oder des Wählers.
A in der Bundesrepublik Deutschland wohnt und wählen möchte.
B Bürgerin/Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist und mindestens 18 Jahre alt ist.✓ richtig
C seit mindestens 3 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland lebt.
D Bürgerin/Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist und mindestens 21 Jahre alt ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wählen dürfen bei der Bundestagswahl nur deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 18 Jahren (Art. 38 GG). Nur in Deutschland zu wohnen reicht nicht; Ausländer dürfen nicht mitwählen, EU-Bürger nur bei Kommunal- und Europawahlen.
Die Wahlperiode des Bundestages dauert vier Jahre (Art. 39 GG), deshalb gibt es normalerweise alle vier Jahre eine Bundestagswahl. Nur wenn der Bundestag vorzeitig aufgelöst wird, wie 2025, wird früher gewählt.
Der Bundestag wird nach Artikel 39 des Grundgesetzes für vier Jahre gewählt. Fünf Jahre gelten zum Beispiel für die meisten Landtage und das Europäische Parlament, nicht für den Bundestag.
B das Aufhängen einer israelischen Flagge auf dem Privatgrundstück
C eine Diskussion über die Politik Israels
D der öffentliche Aufruf zur Vernichtung Israels✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Israels Politik zu kritisieren oder darüber zu diskutieren ist durch die Meinungsfreiheit erlaubt, ebenso eine israelische Flagge zu zeigen. Öffentlich zur Vernichtung Israels aufzurufen ist aber strafbar, z. B. als Volksverhetzung oder Aufforderung zu Straftaten.
C die meisten Stimmen bei den Arbeiterinnen/Arbeitern bekommen hat.
D die meisten Erststimmen für ihre Kanzlerkandidatin/ihren Kanzlerkandidaten erhalten hat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Bei Wahlen gewinnt die Partei mit den meisten Stimmen; im Bundestag zählen dafür die Zweitstimmen. Alle Stimmen zählen gleich, egal ob Mann, Frau oder Beruf; die Kanzlerin oder der Kanzler wird nicht direkt gewählt, sondern vom Bundestag.
Wählen ist in Deutschland ein Recht, aber keine Pflicht: Es gibt keine Wahlpflicht und keine Strafe, wenn man nicht wählt. Die Wahl ist frei, also ohne Zwang.
Das Recht, bei einer Wahl die eigene Stimme abzugeben, heißt aktives Wahlrecht. Wahlkampf und Wahlkampagne sind dagegen die Werbung der Parteien vor einer Wahl.
Eine Partei braucht bundesweit mindestens 5 % der Zweitstimmen, um Sitze im Bundestag zu bekommen (5%-Hürde). Ausnahmen gibt es nur für Parteien nationaler Minderheiten und für Parteien, die mindestens drei Wahlkreise direkt gewinnen.
Die jüdischen Makkabi-Sportvereine sind offen für alle Menschen, unabhängig von Religion, Herkunft oder Staatsangehörigkeit. Viele Mitglieder sind gar nicht jüdisch.
A Alle verurteilten Straftäterinnen/Straftäter dürfen nicht wählen.
B Wenn ich wählen gehen möchte, muss meine Arbeitgeberin/mein Arbeitgeber mir frei geben.
C Jede Person kann ohne Zwang entscheiden, ob sie wählen möchte und wen sie wählen möchte.✓ richtig
D Ich kann frei entscheiden, wo ich wählen gehen möchte.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Freie Wahl heißt: Niemand darf Sie zwingen oder unter Druck setzen, ob Sie wählen und wen Sie wählen (Art. 38 GG). Es geht also um die freie Entscheidung, nicht um den Ort oder um frei bei der Arbeit.
Bei der Bundestagswahl hat man zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählt man nach dem Mehrheitsprinzip eine Person im Wahlkreis, mit der Zweitstimme nach dem Verhältnisprinzip eine Partei. Deshalb nennt man das System personalisierte Verhältniswahl, eine Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahl.
Die Mindestgrenze für den Einzug in den Bundestag heißt 5%-Hürde (auch Sperrklausel): Eine Partei braucht mindestens 5 % der Zweitstimmen. Die anderen Begriffe sind keine Fachwörter für diese Regel.
Nach Artikel 38 des Grundgesetzes sind Wahlen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. Frei, gleich und geheim sind drei dieser Grundsätze; offene Wahlen wären nicht geheim.
A Abstimmungsregelung im Bundestag für kleine Parteien
B Anwesenheitskontrolle im Bundestag für Abstimmungen
C Mindestanteil an Wählerstimmen, um ins Parlament zu kommen✓ richtig
D Anwesenheitskontrolle im Bundesrat für Abstimmungen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die 5%-Hürde ist der Mindestanteil an Wählerstimmen: Eine Partei braucht mindestens 5 % der Zweitstimmen, um Sitze im Parlament zu bekommen. Sie hat nichts mit Abstimmungen oder Anwesenheit im Bundestag oder Bundesrat zu tun.
Bei der Bundestagswahl wählen die Bürgerinnen und Bürger den Bundestag, also das Parlament für ganz Deutschland. Die Kanzlerin oder den Kanzler wählt danach der Bundestag, die Bundespräsidentin oder den Bundespräsidenten die Bundesversammlung.
A die Bürgerinnen und Bürger zu zwingen, ihre Stimme abzugeben.
B nach dem Willen der Wählermehrheit den Wechsel der Regierung zu ermöglichen.✓ richtig
C im Land bestehende Gesetze beizubehalten.
D den Armen mehr Macht zu geben.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Regelmäßige Wahlen geben den Bürgern die Möglichkeit, eine Regierung abzuwählen und eine andere Mehrheit zu wählen, ohne Gewalt. Wahlen sind freiwillig und dienen nicht dazu, Gesetze unverändert zu lassen.
A eine Wahlbenachrichtigung von der Gemeinde✓ richtig
B eine Wahlerlaubnis von der Bundespräsidentin/von dem Bundespräsidenten
C eine Benachrichtigung von der Bundesversammlung
D eine Benachrichtigung vom Pfarramt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Vor einer Wahl schickt die Gemeinde allen Wahlberechtigten eine Wahlbenachrichtigung. Darauf stehen das Wahllokal und der Wahltag; damit kann man auch Briefwahl beantragen.
A die Programme von vielen kleinen Parteien viele Gemeinsamkeiten haben.
B die Bürgerinnen und Bürger bei vielen kleinen Parteien die Orientierung verlieren können.
C viele kleine Parteien die Regierungsbildung erschweren.✓ richtig
D die kleinen Parteien nicht so viel Geld haben, um die Politikerinnen und Politiker zu bezahlen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die 5%-Hürde soll verhindern, dass sehr viele kleine Parteien im Parlament sitzen. Dann wäre es schwer, eine stabile Mehrheit und eine Regierung zu bilden, wie man in der Weimarer Republik gesehen hat.
Die gewählten Mitglieder eines Parlaments heißen Abgeordnete, im Bundestag Mitglieder des Bundestages (MdB). Kanzler, Botschafter und Ministerpräsidenten werden nicht direkt vom Volk gewählt.
B die Ministerpräsidentin/der Ministerpräsident eines Bundeslandes.
C der Bundestag.✓ richtig
D die Bundespräsidentin/der Bundespräsident.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Volk wählt direkt den Bundestag. Die Kanzlerin oder der Kanzler wird vom Bundestag gewählt, die Ministerpräsidenten von den Landtagen und die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident von der Bundesversammlung.
Gültig ist Stimmzettel 1: Er hat genau ein Kreuz bei der Erststimme (links, eine Person) und genau ein Kreuz bei der Zweitstimme (rechts, eine Partei). Dass die beiden Kreuze für verschiedene Parteien sind, ist erlaubt; auf den anderen Stimmzetteln stehen auf einer Seite zwei oder mehr Kreuze.
Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister leitet eine Gemeinde oder Stadt und ihre Verwaltung. In den meisten Bundesländern wird sie oder er direkt von den Bürgern gewählt.
B Sie arbeiten freiwillig und unbezahlt in Vereinen und Verbänden.✓ richtig
C Sie arbeiten in der Bundesregierung.
D Sie arbeiten in einem Krankenhaus und verdienen dabei Geld.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Ehrenamtlich heißt: freiwillig und ohne Lohn, zum Beispiel im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in sozialen Verbänden. Wer für seine Arbeit bezahlt wird, arbeitet nicht ehrenamtlich.
B Man kann durch Briefwahl seine Stimme abgeben.✓ richtig
C Man kann am Wahltag telefonisch seine Stimme abgeben.
D Kinder ab dem Alter von 14 Jahren dürfen wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal kann, darf per Briefwahl wählen; man beantragt sie bei der Gemeinde. Man muss aber selbst wählen: Niemand darf für eine andere Person wählen, telefonisch wählen geht nicht, und Kinder ab 14 dürfen nicht wählen.
A Ich beteilige mich an einer Bürgerinitiative für die Erhaltung der Buslinie oder gründe selber eine Initiative.✓ richtig
B Ich werde Mitglied in einem Sportverein und trainiere Radfahren.
C Ich wende mich an das Finanzamt, weil ich als Steuerzahlerin/Steuerzahler ein Recht auf die Buslinie habe.
D Ich schreibe einen Brief an das Forstamt der Gemeinde.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Eine Bürgerinitiative ist eine Gruppe von Bürgern, die sich für ein bestimmtes Ziel vor Ort einsetzt, zum Beispiel für den Erhalt einer Buslinie. Das ist eine typische Form politischer Beteiligung; Finanzamt oder Forstamt sind dafür nicht zuständig.
Gewerkschaften vertreten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum Beispiel ver.di oder die IG Metall. Unternehmen werden von Arbeitgeberverbänden vertreten.
B ungerechtfertigter Kündigung durch Ihre Chefin/Ihren Chef.✓ richtig
C Problemen mit den Nachbarinnen/Nachbarn.
D Schwierigkeiten nach einem Verkehrsunfall.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Das Arbeitsgericht ist für Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zuständig, zum Beispiel bei einer ungerechtfertigten Kündigung. Streit mit Nachbarn, um Nebenkosten oder nach einem Verkehrsunfall gehört vor andere Gerichte, meist das Amtsgericht.
Für Konflikte in der Arbeitswelt, etwa um Lohn, Urlaub oder Kündigung, ist das Arbeitsgericht zuständig. Familiengericht und Strafgericht sind für Familiensachen bzw. Straftaten da.
A weiterarbeiten und freundlich zur Chefin/zum Chef sein
B ein Mahnverfahren gegen die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber führen
C Kündigungsschutzklage erheben✓ richtig
D die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber bei der Polizei anzeigen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Gegen eine ungerechtfertigte Kündigung kann man beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage erheben, und zwar innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung. Die Polizei ist dafür nicht zuständig, und ein Mahnverfahren dient nur zum Eintreiben von Geld.
B eine Straftat begangen hat und angeklagt wird.✓ richtig
C eine andere Meinung als die der Regierung vertritt.
D sein Auto falsch geparkt hat und es abgeschleppt wird.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Zu einem Strafprozess vor Gericht kommt es, wenn jemand eine Straftat begangen haben soll und die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Religionswechsel und eine andere Meinung sind durch das Grundgesetz geschützt, und Falschparken ist nur eine Ordnungswidrigkeit.
A entscheidet mit Richterinnen/Richtern über Schuld und Strafe.✓ richtig
B gibt Bürgerinnen/Bürgern rechtlichen Rat.
C stellt Urkunden aus.
D verteidigt die Angeklagte/den Angeklagten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richter ohne Jurastudium. In Strafprozessen entscheiden sie zusammen mit Berufsrichtern über Schuld und Strafe und haben dabei das gleiche Stimmrecht.
Eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt berät Menschen in Rechtsfragen und vertritt sie vor Gericht. Richter entscheiden neutral, und die Staatsanwaltschaft klagt Straftaten an.
A vertritt Bürgerinnen und Bürger vor einem Gericht.
B arbeitet an einem Gericht und spricht Urteile.✓ richtig
C ändert Gesetze.
D betreut Jugendliche vor Gericht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Richterinnen und Richter arbeiten an Gerichten, leiten Verfahren und sprechen Urteile. Sie sind unabhängig und nur an das Gesetz gebunden (Art. 97 GG); Gesetze ändern darf nur das Parlament.
In der Gewaltenteilung gibt es Legislative (Gesetze machen), Exekutive (Gesetze ausführen) und Judikative (Recht sprechen). Richterinnen und Richter gehören zur Judikative.
Die rechtsprechende Gewalt (Judikative) liegt bei den Gerichten, also bei den Richterinnen und Richtern (Art. 92 GG). Die gesetzgebende Gewalt ist das Parlament, die vollziehende Gewalt sind Regierung und Verwaltung.
Richterinnen und Richter arbeiten für die Judikative, die rechtsprechende Gewalt. Die Presse wird manchmal vierte Gewalt genannt, ist aber keine staatliche Gewalt.
Die Arbeit von Richterinnen und Richtern ist es, Recht zu sprechen, also Streitfälle und Strafsachen nach dem Gesetz zu entscheiden. Regieren ist Aufgabe der Regierung, Gesetze beschließt das Parlament.
D die Einhaltung von Gesetzen zu überwachen✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Polizei sorgt für Sicherheit und Ordnung und überwacht, dass Gesetze eingehalten werden. Das Land verteidigt die Bundeswehr, Gesetze beschließt das Parlament, und Bürger dürfen nur in engen gesetzlichen Grenzen mit richterlicher Erlaubnis abgehört werden.
Den Holocaust zu leugnen ist antisemitisch, weil es die Ermordung von etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden verharmlost; es ist in Deutschland außerdem strafbar. Sachliche Kritik an der israelischen Regierung ist dagegen nicht automatisch antisemitisch.
A die Stellvertreterin/der Stellvertreter des Stadtoberhaupts.
B eine ehrenamtliche Richterin/ein ehrenamtlicher Richter.✓ richtig
C ein Mitglied eines Gemeinderats.
D eine Person, die Jura studiert hat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Eine Gerichtsschöffin oder ein Gerichtsschöffe ist eine ehrenamtliche Richterin bzw. ein ehrenamtlicher Richter. Man braucht dafür kein Jurastudium; Schöffen werden für fünf Jahre gewählt.
Die DDR baute die Berliner Mauer ab dem 13. August 1961, um die Flucht ihrer Bürger nach West-Berlin zu stoppen. Sie stand bis zum Mauerfall am 9. November 1989.
Hitler wurde am 30. Januar 1933 Reichskanzler, danach errichteten die Nationalsozialisten eine Diktatur. Ihre Herrschaft endete mit der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945.
Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft; damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Hitler war schon am 30. April 1945 tot, die Mauer wurde 1961 gebaut und Adenauer 1949 gewählt.
Der Zweite Weltkrieg endete 1945: in Europa am 8. Mai, in Asien mit der Kapitulation Japans im September. 1933 kam Hitler an die Macht, 1949 wurden die beiden deutschen Staaten gegründet, 1961 wurde die Mauer gebaut.
Die Nationalsozialisten regierten Deutschland von 1933 bis 1945. Die Zeit begann mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler im Januar 1933 und endete mit der Kapitulation im Mai 1945.
Ab 1933 schafften die Nationalsozialisten die Demokratie ab: Parteien wurden verboten, Grundrechte aufgehoben und Gegner verfolgt. So entstand eine Diktatur unter Hitler.
Drittes Reich nannten die Nationalsozialisten ihren Staat von 1933 bis 1945. Es war eine Diktatur mit nur einer erlaubten Partei, ohne freie Wahlen und ohne Grundrechte.
In der NS-Zeit gab es keine freien Wahlen, denn ab Juli 1933 war die NSDAP die einzige erlaubte Partei. Pressezensur, willkürliche Verhaftungen und die Verfolgung von Juden gab es dagegen.
Der NS-Staat machte Rassismus zur Staatspolitik: Juden, Sinti und Roma und andere Gruppen wurden entrechtet, verfolgt und ermordet. Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Demokratie gab es nicht.
A eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1936.
B den Bau des Reichstagsgebäudes.
C den Aufbau der Wehrmacht.
D das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein Offizier, der am 20. Juli 1944 eine Bombe im Führerhauptquartier zündete, um Hitler zu töten und das NS-Regime zu stürzen. Hitler überlebte, Stauffenberg wurde noch in derselben Nacht erschossen; er gilt als Symbol des Widerstands.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 (Novemberpogrome, früher auch Reichskristallnacht genannt) zerstörten Nationalsozialisten im ganzen Land Synagogen und jüdische Geschäfte. Viele Juden wurden misshandelt, getötet oder in Konzentrationslager gebracht.
A Mit dem Angriff auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg.
B Die Nationalsozialisten verlieren eine Wahl und lösen den Reichstag auf.
C Jüdische Geschäfte und Synagogen werden durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört.✓ richtig
D Hitler wird Reichspräsident und lässt alle Parteien verbieten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Am 9. November 1938 begannen die Novemberpogrome: Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstörten Synagogen und jüdische Geschäfte. Der Angriff auf Polen war erst am 1. September 1939.
B bei den Demonstrationen 1968 in der Bundesrepublik Deutschland
C bei den Anti-Atomkraft-Demonstrationen 1985 in der Bundesrepublik Deutschland
D bei den Montagsdemonstrationen 1989 in der DDR✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wir sind das Volk riefen 1989 die Menschen bei den Montagsdemonstrationen in der DDR, vor allem in Leipzig. Die friedlichen Proteste führten zum Fall der Mauer und zum Ende der SED-Diktatur.
D USA, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Nach 1945 teilten die vier Siegermächte USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Italien und Japan waren Verbündete Deutschlands, Polen, Schweden, Spanien und Portugal waren keine Besatzungsmächte.
Japan war im Zweiten Weltkrieg ein Verbündeter Deutschlands und keine Besatzungsmacht. Die vier Besatzungsmächte waren die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 gegründet: Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet. Im selben Jahr, am 7. Oktober, wurde im Osten die DDR gegründet.
B das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit
C Pressefreiheit
D den Schutz der Menschenwürde
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
In der NS-Zeit wurden alle Parteien außer der NSDAP verboten oder mussten sich auflösen. Pressefreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit und Schutz der Menschenwürde garantiert erst das Grundgesetz von 1949.
B wird vom Staat geplant und gesteuert, Angebot und Nachfrage werden nicht berücksichtigt.
C richtet sich nach der Nachfrage im Ausland.
D richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber der Staat sorgt für einen sozialen Ausgleich.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
In der Sozialen Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage die Wirtschaft, aber der Staat sorgt für sozialen Ausgleich, zum Beispiel mit Sozialversicherung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerbsregeln. Eine reine Planwirtschaft wie in der DDR ist das Gegenteil.
Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Aus den amerikanischen, britischen und französischen Zonen entstand die Bundesrepublik.
Die Bundesrepublik gehörte 1951 und 1957 zu den sechs Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaften, aus denen die EU wurde. Der NATO trat sie erst 1955 bei, den Vereinten Nationen 1973; der Warschauer Pakt war das Bündnis des Ostblocks.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es vier Besatzungszonen: eine amerikanische, eine britische, eine französische und eine sowjetische. Auch Berlin wurde in vier Sektoren geteilt.
A 1=Großbritannien, 2=Sowjetunion, 3=Frankreich, 4=USA
B 1=Sowjetunion, 2=Großbritannien, 3=USA, 4=Frankreich
C 1=Großbritannien, 2=Sowjetunion, 3=USA, 4=Frankreich✓ richtig
D 1=Großbritannien, 2=USA, 3=Sowjetunion, 4=Frankreich
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Auf der Karte ist 1 der Nordwesten (britische Zone), 2 der Osten (sowjetische Zone), 3 der Süden mit Bayern und Hessen (amerikanische Zone) und 4 der kleine Südwesten (französische Zone). Merkhilfe: Die Sowjetunion hatte den Osten, Frankreich den Teil an der französischen Grenze.
Berlin lag mitten in der sowjetischen Zone, wurde aber als Hauptstadt in vier Sektoren geteilt: amerikanisch, britisch, französisch und sowjetisch. Die drei Westsektoren bildeten später West-Berlin.
A Für Frankreich war eine Versorgung der West-Berliner Bevölkerung mit dem Flugzeug kostengünstiger.
B Die amerikanischen Soldatinnen und Soldaten hatten beim Landtransport Angst vor Überfällen.
C Für Großbritannien war die Versorgung über die Luftbrücke schneller.
D Die Sowjetunion unterbrach den gesamten Verkehr auf dem Landwege.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Im Juni 1948 sperrte die Sowjetunion alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin (Berlin-Blockade). Deshalb versorgten die Westalliierten die Stadt fast ein Jahr lang mit Flugzeugen über die Luftbrücke.
B durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands✓ richtig
C mit dem Rückzug der Deutschen aus den besetzten Gebieten
D durch eine Revolution in Deutschland
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Der Krieg in Europa endete offiziell mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die am 8. Mai 1945 in Kraft trat. Hitlers Tod am 30. April 1945 beendete den Krieg noch nicht.
Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.
A Er hat sich den ehemaligen Alliierten unterworfen.
B Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung.✓ richtig
C Er zeigte seine Demut vor dem Warschauer Pakt.
D Er sprach ein Gebet am Grab des Unbekannten Soldaten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Am 7. Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt vor dem Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos nieder. Die Geste wurde als Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen an Polen und den polnischen Juden verstanden.
Das Wirtschaftswunder war der schnelle wirtschaftliche Aufschwung in Westdeutschland in den 1950er Jahren. Grundlage waren unter anderem die Währungsreform 1948, die Soziale Marktwirtschaft und die Marshallplan-Hilfe.
Grundlage war der UN-Teilungsplan für Palästina, die Resolution 181 der Vereinten Nationen vom 29. November 1947. Auf dieser Basis wurde der Staat Israel am 14. Mai 1948 ausgerufen.
Der „Eiserne Vorhang“ war die streng bewachte Grenze zwischen den kommunistischen Staaten im Osten (später Warschauer Pakt) und dem Westen. Er trennte Europa im Kalten Krieg bis 1989.
Am 17. Juni 1953 gab es in der DDR einen Volksaufstand gegen die SED-Regierung, den sowjetische Panzer niederschlugen. In der Bundesrepublik war der 17. Juni bis 1990 als „Tag der deutschen Einheit“ ein Feiertag.
Die Flagge der DDR war schwarz-rot-gold wie die der Bundesrepublik, hatte aber ab 1959 in der Mitte das Staatswappen mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Die Bundesrepublik hat die Farben ohne Wappen.
Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 gebaut. 1990 ist das Jahr der Wiedervereinigung, 1919 und 1933 gehören zur Weimarer Republik bzw. zum Beginn der NS-Zeit.
Am 9. November 1989 wurde die Mauer in Berlin geöffnet, nach friedlichen Protesten der Menschen in der DDR. Ein Jahr später, 1990, kam die Wiedervereinigung.
Brandenburg liegt rund um Berlin und gehörte zur DDR. Es ist eines der fünf „neuen Bundesländer“; Bayern, Saarland und Hessen waren immer Teil der Bundesrepublik.
Von 1961 bis 1989 teilte die Mauer Berlin in Ost-Berlin (DDR) und West-Berlin. West-Berlin war auch über Straßen und Bahn erreichbar, nicht nur mit dem Flugzeug.
B von einer liberalen Marktwirtschaft zum Sozialismus.
C von einer Monarchie zur Sozialdemokratie.
D von einem religiösen Staat zu einem kommunistischen Staat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
„Wende“ heißt Umkehr: Im Herbst 1989 brachten friedliche Proteste das Ende der SED-Diktatur. Die DDR wurde demokratisch, 1990 gab es die erste freie Wahl zur Volkskammer.
„Stasi“ ist die Kurzform für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Es überwachte die Bürgerinnen und Bürger und verfolgte Menschen, die gegen die SED waren.
A Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein, Brandenburg
B Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen✓ richtig
C Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen
D Sachsen, Thüringen, Hessen, Niedersachen, Brandenburg
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die fünf neuen Bundesländer aus der früheren DDR sind Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den anderen Listen steht immer mindestens ein westdeutsches Land, z. B. Hessen oder Bayern.
Im Kalten Krieg gehörte die DDR zum Ostblock unter Führung der Sowjetunion und war Mitglied im Warschauer Pakt. Die Bundesrepublik gehörte dagegen zur NATO.
In der DDR plante der Staat die Wirtschaft zentral: Er bestimmte Produktion und Preise. Das nennt man Planwirtschaft; die Bundesrepublik hat dagegen die soziale Marktwirtschaft.
B Die heutigen fünf östlichen Bundesländer sind der Bundesrepublik Deutschland beigetreten.✓ richtig
C Die westlichen Bundesländer sind der DDR beigetreten.
D Die DDR hat die Bundesrepublik Deutschland besetzt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die DDR wurde nicht besetzt: Die frei gewählte Volkskammer beschloss den Beitritt nach Artikel 23 des Grundgesetzes. Am 3. Oktober 1990 kamen die fünf neuen Länder (und Ost-Berlin) zur Bundesrepublik.
Die Bundesrepublik war schon Mitglied der Europäischen Gemeinschaft. Mit dem Beitritt 1990 wurden die neuen Länder automatisch Teil davon, also heute der Europäischen Union (EU, seit 1993). Der Warschauer Pakt löste sich 1991 auf.
A an berühmte deutsche Politikerinnen und Politiker
B an die Opfer des Nationalsozialismus✓ richtig
C an Verkehrstote
D an bekannte jüdische Musiker
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Stolpersteine sind kleine Messingplatten im Gehweg vor Häusern, in denen Opfer des Nationalsozialismus lebten. Darauf stehen Name, Geburtsjahr und Schicksal der Person; der Künstler Gunter Demnig begann das Projekt in den 1990er-Jahren.
Die DDR war von 1955 bis 1990 Mitglied im Warschauer Pakt, dem Militärbündnis der Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion. Die NATO war das westliche Bündnis, zu dem die Bundesrepublik gehörte.
D ein deutscher Sportverein während des Zweiten Weltkrieges
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Stasi (Ministerium für Staatssicherheit) war der Geheimdienst und die Geheimpolizei der DDR. Der Geheimdienst im „Dritten Reich“ war ein anderer, z. B. die Gestapo.
Richtig ist Bild 4: Es zeigt das DDR-Wappen mit Hammer und Zirkel, umgeben von einem Kranz aus Ähren mit einem schwarz-rot-goldenen Band. Hammer und Zirkel standen für Arbeiter und Intelligenz, die Ähren für die Bauern.
B landesweite Streiks und ein Volksaufstand✓ richtig
C der 1. SED-Parteitag
D der erste Besuch Fidel Castros
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Am 17. Juni 1953 streikten in der ganzen DDR viele Arbeiterinnen und Arbeiter; daraus wurde ein Volksaufstand für Freiheit und bessere Lebensbedingungen. Sowjetische Truppen schlugen ihn mit Panzern nieder.
Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) schloss ab 1970 die Ostverträge mit der Sowjetunion, Polen und der DDR, um die Beziehungen zum Osten zu verbessern. Dafür bekam er 1971 den Friedensnobelpreis.
Der offizielle Name ist „Bundesrepublik Deutschland“, so steht es auch im Grundgesetz. „Bund“ zeigt, dass Deutschland ein Bundesstaat aus 16 Ländern ist, „Republik“, dass es keinen König gibt.
Deutschland hat etwa 83 bis 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, mehr als jedes andere Land in der EU. Von den Antworten liegt 84 Millionen am nächsten.
Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold (Artikel 22 Grundgesetz). Die Farben stammen aus der Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts; schwarz-weiß-rot war die Flagge des Kaiserreichs.
Helmut Kohl (CDU) war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Er führte 1989/90 die Verhandlungen zur Wiedervereinigung und heißt deshalb „Kanzler der Deutschen Einheit“.
Im Plenarsaal des Bundestages hängt ein großer Bundesadler, das Wappentier der Bundesrepublik. Der Reichsadler und die Reichskrone sind Symbole früherer Reiche.
1990 kamen fünf Länder hinzu: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ost-Berlin wurde mit West-Berlin zum Land Berlin vereint. Seitdem hat Deutschland 16 Bundesländer.
Die heutigen Grenzen gelten seit der Wiedervereinigung 1990. Im Zwei-plus-Vier-Vertrag wurden sie endgültig festgelegt, auch die Grenze zu Polen an Oder und Neiße.
D an die Opfer des Nationalsozialismus (Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz)✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus; das Kriegsende war am 8. Mai 1945.
A Deutsche können in viele Länder Europas ohne Passkontrolle reisen.✓ richtig
B Alle Menschen können ohne Personenkontrolle in Deutschland einreisen.
C Deutsche können ohne Passkontrolle in jedes Land reisen.
D Deutsche können in jedem Land mit dem Euro bezahlen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Im Schengen-Raum gibt es normalerweise keine Passkontrollen an den Grenzen zwischen den Mitgliedsländern, zu denen die meisten EU-Staaten und z. B. die Schweiz gehören. Das gilt nicht weltweit, und Staaten dürfen vorübergehend wieder kontrollieren, wie Deutschland es seit 2024 tut.
Die Schweiz grenzt im Süden an Deutschland, vor allem am Bodensee und am Rhein. Ungarn, Portugal und Spanien haben keine gemeinsame Grenze mit Deutschland.
Polen grenzt im Osten an Deutschland; die Grenze verläuft an den Flüssen Oder und Neiße. Rumänien, Bulgarien und Griechenland liegen weiter im Südosten.
EU ist die Abkürzung für „Europäische Union“, einen Zusammenschluss von heute 27 europäischen Staaten. Die gemeinsame Währung heißt Euro, die Union aber nicht „Euro Union“.
In Österreich ist Deutsch die Amtssprache und die Muttersprache der meisten Menschen. In Tschechien, Norwegen und Spanien spricht die Mehrheit andere Sprachen.
Richtig ist Bild 2: die blaue Flagge mit einem Kreis aus zwölf goldenen Sternen. Die Zahl zwölf steht für Vollkommenheit und Einheit, nicht für die Zahl der Mitgliedstaaten.
Den Beitritt der DDR am 3. Oktober 1990 nennt man „Deutsche Wiedervereinigung“, weil Ost und West nach über 40 Jahren Teilung wieder ein Staat wurden. Die EU- und NATO-Osterweiterungen kamen später und betrafen andere Länder.
A Damit sind amerikanische Einwanderinnen und Einwanderer in Europa gemeint.
B Der Begriff meint den Einwanderungsstopp nach Europa.
C Damit sind europäische Auswanderinnen und Auswanderer in den USA gemeint.
D Der Begriff meint den Zusammenschluss europäischer Staaten zur EU.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
„Europäische Integration“ bedeutet, dass europäische Staaten immer enger zusammenarbeiten, von der EWG 1957 bis zur heutigen EU. Mit Einwanderung oder Auswanderung hat der Begriff nichts zu tun.
C die Abgeordneten des Europäischen Parlaments✓ richtig
D die europäische Verfassung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Bei der Europawahl wählen die Bürgerinnen und Bürger die Abgeordneten des Europäischen Parlaments; Deutschland stellt 96 von ihnen. Die Europäische Kommission wird nicht direkt vom Volk gewählt.
Der offizielle Sitz des Europäischen Parlaments ist Straßburg in Frankreich; dort finden die meisten Plenarsitzungen statt. Weitere Arbeitsorte sind Brüssel und Luxemburg, aber nicht London, Paris oder Berlin.
Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.
A Freundschaft zwischen England und Deutschland
B Reisefreiheit in alle Länder der EU
C Frieden und Sicherheit in den Ländern der EU✓ richtig
D einheitliche Feiertage in den Ländern der EU
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
1984 gaben sich Mitterrand und Kohl in Verdun, dem Ort einer blutigen Schlacht im Ersten Weltkrieg, die Hand. Das zeigt das wichtigste Ziel der europäischen Einigung: Frieden und Versöhnung zwischen früheren Feinden.
B Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)✓ richtig
C Verpflichtung Deutschlands zu Reparationsleistungen
D Festlegung der Oder-Neiße-Linie als Ostgrenze
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Mit den Römischen Verträgen von 1957 gründeten Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Länder die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Euratom. Die EWG ist ein Vorläufer der heutigen EU.
Das Europäische Parlament arbeitet an drei Orten: In Straßburg sind die Plenarsitzungen, in Brüssel die Ausschüsse und weitere Sitzungen, in Luxemburg das Generalsekretariat (die Verwaltung).
Die Bundesrepublik unterzeichnete 1957 in Rom die „Römischen Verträge“ und gründete so mit fünf anderen Staaten die EWG. Die „Pariser Verträge“ (1951/1954) betrafen andere Themen, z. B. die Montanunion und die Souveränität.
Der Euro wurde 1999 zuerst als Buchgeld eingeführt. Münzen und Scheine gibt es seit dem 1. Januar 2002; seitdem bezahlt man in Deutschland bar mit dem Euro statt mit der D-Mark.
B Sie muss einen Antrag bei der Elterngeldstelle stellen.✓ richtig
C Sie muss nichts tun, denn sie bekommt automatisch Elterngeld.
D Sie muss das Arbeitsamt um Erlaubnis bitten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Elterngeld bekommt man nicht automatisch: Man muss einen schriftlichen Antrag bei der Elterngeldstelle stellen, am besten bald nach der Geburt. Rückwirkend wird es nur für höchstens drei Monate gezahlt.
Es gibt in Deutschland keine Kindergartenpflicht. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten entscheiden, ob ihr Kind in den Kindergarten geht; Pflicht ist erst die Schule.
B Sie müssen nichts tun. Man darf in Deutschland jederzeit überall demonstrieren.
C Sie können gar nichts tun, denn Demonstrationen sind in Deutschland grundsätzlich verboten.
D Maik und Sybille müssen einen neuen Verein gründen, weil nur Vereine demonstrieren dürfen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Versammlungsfreiheit gilt (Artikel 8 Grundgesetz), aber eine Demonstration unter freiem Himmel muss man vorher bei der zuständigen Behörde anmelden, normalerweise 48 Stunden vorher. Eine Genehmigung oder ein Verein ist nicht nötig.
Für ein Universitätsstudium braucht man normalerweise das Abitur (allgemeine Hochschulreife). Ein Diplom ist ein Hochschulabschluss, die Gesellenprüfung ein Abschluss einer Ausbildung.
Anne ist 13 und damit noch ein Kind; Kinder unter 14 Jahren schützt das Strafrecht besonders, eine Beziehung mit einem Erwachsenen ist verboten. Erwachsene dürfen dagegen frei zusammenleben, auch gleichgeschlechtliche Paare oder mit großem Altersunterschied.
Der Mutterschutz schützt Schwangere und Mütter: In der Regel dürfen sie 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt nicht arbeiten und sind vor Kündigung geschützt. Elternzeit ist etwas anderes, sie können Mutter und Vater danach nehmen.
Nach Artikel 6 Absatz 2 Grundgesetz sind Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht und die Pflicht der Eltern. Der Staat passt nur auf, dass es den Kindern gut geht.
Hauptverantwortlich für die Erziehung sind die Eltern (Artikel 6 Grundgesetz). Schulen und Staat unterstützen nur; der Staat greift ein, wenn das Wohl des Kindes in Gefahr ist.
Auf dem Arbeitsmarkt zählen vor allem Ausbildung und Qualifikation. Religion, Geschlecht oder Parteimitgliedschaft dürfen bei der Einstellung keine Rolle spielen (Gleichbehandlungsgesetz).
Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§ 1631 BGB, seit 2000). Wer ein Kind schlägt, kann z. B. wegen Körperverletzung bestraft werden; das ist keine reine Familiensache.
A darf man zur gleichen Zeit nur mit einer Partnerin/einem Partner verheiratet sein.✓ richtig
B kann man mehrere Ehepartnerinnen/Ehepartner gleichzeitig haben.
C darf man nicht wieder heiraten, wenn man einmal verheiratet war.
D darf eine Frau nicht wieder heiraten, wenn ihr Mann gestorben ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
In Deutschland darf man nur mit einer Person gleichzeitig verheiratet sein; eine Doppelehe ist verboten und strafbar. Nach einer Scheidung oder dem Tod des Partners darf man aber wieder heiraten.
Nach einem Umzug muss man sich innerhalb von zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt (oft Bürgeramt genannt) anmelden. Das Standesamt ist für Heirat und Geburten zuständig, das Gewerbeamt für Firmen.
B Die Ehegatten sind ein Jahr verheiratet, dann ist die Scheidung möglich.
C Das Besuchsrecht für die Kinder gilt ein Jahr.
D Die Ehegatten führen mindestens ein Jahr getrennt ihr eigenes Leben. Danach ist die Scheidung möglich.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Vor einer Scheidung müssen die Ehepartner meistens mindestens ein Jahr getrennt leben. Das zeigt dem Familiengericht, dass die Ehe wirklich gescheitert ist; man kann sich auch in derselben Wohnung trennen.
Das Jugendamt berät und unterstützt Eltern bei Erziehungsfragen und Problemen in der Familie, z. B. mit Erziehungsberatung. Das Ordnungsamt und das Gesundheitsamt haben andere Aufgaben.
D eine Gaststättenerlaubnis von der zuständigen Behörde✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wer ein Restaurant mit Alkoholausschank eröffnen will, braucht nach dem Gaststättenrecht eine Erlaubnis oder muss den Betrieb bei der zuständigen Behörde (meist Gewerbe- oder Ordnungsamt) anmelden. Polizei, Partei oder Einwohnermeldeamt sind dafür nicht zuständig.
Das Abendgymnasium ist eine Schule für Erwachsene, die neben dem Beruf das Abitur nachholen wollen. An einer Hochschule studiert man erst mit Abitur; die Hauptschule führt nicht zum Abitur.
B Es kann ein Kind, das geschlagen wird oder hungern muss, aus der Familie nehmen.✓ richtig
C Es bezahlt das Kindergeld an die Eltern.
D Es kontrolliert, ob das Kind einen Kindergarten besucht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wenn ein Kind in Gefahr ist, z. B. weil es geschlagen wird oder hungern muss, darf das Jugendamt es vorübergehend aus der Familie nehmen (Inobhutnahme). Kindergeld zahlt dagegen die Familienkasse, und die Schule wählen die Eltern.
Im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit kann man sich über Berufe und Ausbildungen informieren und Hilfe bei der Suche nach einer Lehrstelle bekommen. Für Rente, Steuern und Krankenversicherung sind andere Stellen zuständig.
In Deutschland gilt die Schulpflicht: Kinder müssen regelmäßig am Unterricht teilnehmen, das heißt Anwesenheitspflicht. Wer ohne Grund fehlt, dessen Eltern können ein Bußgeld bekommen.
Erwachsene können das Abitur am Abendgymnasium (oder an einem Kolleg) nachholen, oft neben der Arbeit. Hochschulen und Privatuniversitäten setzen das Abitur bereits voraus.
A Niemand darf z.B. wegen einer Behinderung benachteiligt werden.✓ richtig
B Man darf andere Personen benachteiligen, wenn ausreichende persönliche Gründe hierfür vorliegen.
C Niemand darf gegen Personen klagen, wenn sie benachteiligt wurden.
D Es ist für alle Gesetz, benachteiligten Gruppen jährlich Geld zu spenden.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Gleichbehandlung bedeutet: Niemand darf z. B. wegen Behinderung, Geschlecht, Herkunft oder Religion benachteiligt werden (Artikel 3 Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Wer benachteiligt wird, kann sich wehren und auch klagen.
Ab 14 Jahren kann man für Straftaten bestraft werden. Jugendliche kommen aber vor das Jugendgericht und werden nach dem Jugendstrafrecht behandelt, also nicht wie Erwachsene.
Der Rosenmontag ist der Höhepunkt von Karneval bzw. Fasching, vor allem im Rheinland; dann gibt es Umzüge mit bunten Kostümen und Masken. Das Oktoberfest ist ein Volksfest in München ohne Verkleidung.
Wer heiraten will, muss die Ehe zuerst beim Standesamt anmelden. Nur die standesamtliche Trauung ist rechtlich gültig; eine kirchliche Hochzeit kann man zusätzlich feiern.
A Sie müssen die Entscheidung der volljährigen Tochter respektieren.✓ richtig
B Sie haben das Recht, die Tochter in die elterliche Wohnung zurückzuholen.
C Sie können zur Polizei gehen und die Tochter anzeigen.
D Sie suchen einen anderen Mann für die Tochter.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Tochter ist mit 22 Jahren volljährig und darf selbst entscheiden, mit wem sie lebt. Die Eltern müssen das respektieren; sie dürfen sie nicht zurückholen oder einen Mann für sie aussuchen.
A Sie muss mindestens zehn Jahre in Deutschland leben, bevor sie den Führerschein machen kann.
B Wenn sie kein Deutsch kann, darf sie keinen Führerschein haben.
C Sie muss den Führerschein in dem Land machen, in dem man ihre Sprache spricht.
D Sie kann die Theorie-Prüfung vielleicht in ihrer Muttersprache machen. Es gibt mehr als zehn Sprachen zur Auswahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die theoretische Führerscheinprüfung kann man außer auf Deutsch auch in zwölf Fremdsprachen ablegen, z. B. Englisch, Türkisch oder Arabisch. Eine Mindestaufenthaltsdauer von zehn Jahren gibt es nicht.
Seit 1996 haben Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz; seit 2013 gilt ein Anspruch auf Betreuung schon ab dem ersten Geburtstag. Eine Pflicht, hinzugehen, gibt es aber nicht.
Die Volkshochschule (VHS) ist eine öffentliche Einrichtung zur Weiterbildung für alle Erwachsenen, z. B. Sprach-, Integrations- und Computerkurse. Sie ist nicht nur für Jugendliche oder Rentner.
Zu Weihnachten stellen viele Familien einen Tannenbaum auf und schmücken ihn mit Kerzen, Kugeln und Sternen. Eier verstecken gehört zu Ostern, Kostüme zum Karneval und Kürbisse zu Halloween.
A Mann und Frau sind geschieden und leben mit neuen Partnern zusammen.
B Zwei Frauen leben zusammen.
C Ein alleinerziehender Vater lebt mit seinen zwei Kindern zusammen.
D Ein Mann ist mit zwei Frauen zur selben Zeit verheiratet.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Ein Mann darf in Deutschland nicht mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet sein; die Doppelehe (Bigamie) ist verboten und strafbar. Gleichgeschlechtliche Paare, Patchworkfamilien und Alleinerziehende sind dagegen erlaubt.
Bei Erziehungsproblemen ist das Jugendamt die richtige Stelle; es bietet Beratung und Hilfen zur Erziehung an. Das Gesundheitsamt und das Einwohnermeldeamt sind dafür nicht zuständig.
Das Briefgeheimnis (Artikel 10 Grundgesetz) schützt private Post. Wer absichtlich einen fremden Brief öffnet, verletzt es und kann sich sogar strafbar machen.
D die Unterstützung einer Anwältin/eines Anwalts✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Eine Scheidung beschließt das Familiengericht, und wer die Scheidung beantragt, muss sich von einer Anwältin oder einem Anwalt vertreten lassen. Die Zustimmung von Eltern oder Kindern braucht man nicht.
D Ich kann mich bei der Behördenleiterin/beim Behördenleiter beschweren.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Wenn man in einer Behörde schlecht behandelt wird, kann man sich bei der Leitung der Behörde beschweren, z. B. mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Behörden müssen alle Menschen korrekt und respektvoll behandeln; Drohen ist keine Lösung.
Eine Bewerberin darf nicht abgelehnt werden, nur weil sie Mutter ist. Das verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG); fehlende Sprachkenntnisse, Erfahrung oder zu hohe Gehaltswünsche sind dagegen sachliche Gründe.
Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden (Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz). Ein Rollstuhl hindert niemanden daran, als Buchhalter zu arbeiten, deshalb ist diese Ablehnung Diskriminierung.
A Regeln für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
B alle Mieterinnen und Mieter im Haus.
C Regeln, an die sich alle Bewohnerinnen und Bewohner halten müssen.✓ richtig
D die Adresse des nächsten Ordnungsamtes.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Die Hausordnung enthält Regeln für das Zusammenleben im Haus, zum Beispiel Ruhezeiten, Mülltrennung oder das Putzen des Treppenhauses. Alle Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich daran halten.
Gegen einen Steuerbescheid legt man beim Finanzamt Einspruch ein, normalerweise innerhalb eines Monats. Wer nichts tut, muss den Bescheid später so akzeptieren, wie er ist.
Nach Artikel 3 Grundgesetz sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich, und niemand darf wegen Herkunft oder Hautfarbe benachteiligt werden. Wer Menschen wegen ihrer Hautfarbe abweist, verletzt das Recht auf Gleichbehandlung.
Wer zur Wahlhelferin oder zum Wahlhelfer berufen wird, muss dieses Ehrenamt nach dem Wahlgesetz übernehmen und darf nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Wahlhelfer zählen am Wahltag die Stimmen aus; die anderen Tätigkeiten sind freiwillig.
B Ich lege Widerspruch bei der Behörde ein.✓ richtig
C Ich schicke die Rechnung an die Behörde zurück.
D Ich gehe mit der Rechnung zum Finanzamt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Gegen eine falsche Entscheidung oder Rechnung einer Behörde legt man schriftlich Widerspruch bei genau dieser Behörde ein, meist innerhalb eines Monats. Die Rechnung einfach liegen zu lassen oder zurückzuschicken, reicht nicht.
B Erwachsene müssen auch nach der Ausbildung immer weiter lernen.✓ richtig
C Kinder lernen in der Schule alles, was im Beruf wichtig ist. Nach der Schule muss man nicht weiter lernen.
D Alle müssen früher aufhören zu arbeiten, weil sich alles ändert.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Weil sich Technik und Berufe schnell verändern, muss man auch nach Schule und Ausbildung weiterlernen (lebenslanges Lernen). Dafür gibt es in Deutschland viele Angebote, zum Beispiel an Volkshochschulen.
Lohnsteuer und Beiträge zur Sozialversicherung (Rente, Kranken- und Arbeitslosenversicherung) werden direkt vom Gehalt abgezogen. Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) zahlt man dagegen beim Einkaufen im Preis von Waren und Dienstleistungen.
Der Betriebsrat wird von den Beschäftigten gewählt (möglich ab 5 Arbeitnehmern) und vertritt ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber, zum Beispiel bei Kündigungen oder Arbeitszeiten. Ein Betriebsprüfer kontrolliert dagegen für das Finanzamt die Steuern der Firma.
Wer kündigen will, muss die Kündigungsfrist einhalten, die im Arbeitsvertrag oder im Gesetz steht. Nach dem Gesetz sind das für Arbeitnehmer mindestens vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende, und die Kündigung muss schriftlich sein.
A aus der Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU)
B aus den nationalsozialistischen Verbrechen gegen Juden✓ richtig
C aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
D aus der christlichen Tradition
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Im Nationalsozialismus wurden etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet (Holocaust/Shoah). Aus diesen Verbrechen ergibt sich Deutschlands besondere Verantwortung für Israel und für den Schutz jüdischen Lebens.
Niemand darf wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft benachteiligt werden (Artikel 3 Grundgesetz und AGG). Fehlende Deutschkenntnisse oder Berufserfahrung können dagegen sachliche Gründe für eine Absage sein.
Ist eine neue Ware kaputt, kann man sie beim Verkäufer reklamieren. Der Händler muss dann nach der gesetzlichen Gewährleistung (2 Jahre) reparieren oder ein neues Gerät liefern.
A es eine Kirchensteuer gibt, die an die Einkommen- und Lohnsteuer geknüpft ist.✓ richtig
B das für die Statistik in Deutschland wichtig ist.
C man mehr Steuern zahlen muss, wenn man nicht zu einer Kirche gehört.
D die Kirche für die Steuererklärung verantwortlich ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Mitglieder der großen Kirchen zahlen Kirchensteuer; sie beträgt 8 oder 9 Prozent der Einkommen- bzw. Lohnsteuer und wird vom Finanzamt eingezogen. Wer keiner steuererhebenden Kirche angehört, zahlt sie nicht.
D Der Staat entscheidet, an welchen Gott die Menschen glauben.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)
Religiöse Toleranz bedeutet: Jeder darf frei wählen, an welche Religion er glaubt oder ob er gar nicht glaubt (Artikel 4 Grundgesetz). Der Staat schreibt keinen Glauben vor und schützt alle Religionen.
Pfingsten ist ein christlicher Feiertag 50 Tage nach Ostern. Christen feiern, dass der Heilige Geist zu den Jüngern Jesu kam; der Pfingstmontag ist in ganz Deutschland arbeitsfrei.
Das Christentum hat Europa und Deutschland über viele Jahrhunderte geprägt, zum Beispiel durch Feiertage wie Weihnachten und Ostern, Kirchen und Werte. Andere Religionen leben heute auch in Deutschland, haben die Kultur aber nicht so lange geprägt.
Die Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten; viele zünden jeden Sonntag eine weitere Kerze am Adventskranz an. Buß- und Bettag, Erntedankfest und Allerheiligen sind einzelne Feiertage im Herbst.
Die größte Gruppe der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland hat türkische Wurzeln. Viele kamen ab 1961 als Gastarbeiter, später folgten ihre Familien.
Die DDR holte vor allem aus sozialistischen Partnerländern sogenannte Vertragsarbeiter, besonders aus Vietnam, Mosambik und Polen. Sie durften meist nur für eine bestimmte Zeit bleiben.
In den 1950er und 1960er Jahren warb die Bundesrepublik Arbeitskräfte aus dem Ausland an und nannte sie Gastarbeiter, weil man dachte, sie bleiben nur kurz. Viele blieben aber dauerhaft in Deutschland.
Das erste Anwerbeabkommen schloss die Bundesrepublik 1955 mit Italien. Später folgten unter anderem Spanien und Griechenland (1960), die Türkei (1961) und Portugal (1964).
Quelle: BAMF, Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025
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