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Offizieller Fragenkatalog

Einbürgerungstest: alle 300 allgemeinen Fragen mit Antworten (Fragenkatalog 2025)

Die 300 allgemeinen Fragen des offiziellen BAMF-Fragenkatalogs für den Einbürgerungstest und den Test „Leben in Deutschland“, im Wortlaut, mit richtiger Antwort und Erklärung. Dazu die 10 Fragen für jedes Bundesland und eine kostenlose Testsimulation.

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Quelle: BAMF, Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025 · Fragen und Antworten im veröffentlichten Wortlaut. Die Erklärungen stammen von EUpassway und sind nicht amtlich; der Test selbst ist nur auf Deutsch.

Fragen für dein Bundesland

Frage 1

In Deutschland dürfen Menschen offen etwas gegen die Regierung sagen, weil …

  1. A hier Religionsfreiheit gilt.
  2. B die Menschen Steuern zahlen.
  3. C die Menschen das Wahlrecht haben.
  4. D hier Meinungsfreiheit gilt.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit. Deshalb darf man die Regierung offen kritisieren; Religionsfreiheit oder Wahlrecht sind andere Rechte und erklären das nicht.

Frage 3

Deutschland ist ein Rechtsstaat. Was ist damit gemeint?

  1. A Alle Einwohnerinnen/Einwohner und der Staat müssen sich an die Gesetze halten.✓ richtig
  2. B Der Staat muss sich nicht an die Gesetze halten.
  3. C Nur Deutsche müssen die Gesetze befolgen.
  4. D Die Gerichte machen die Gesetze.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Rechtsstaat gelten die Gesetze für alle: für alle Menschen im Land und auch für den Staat selbst. Gesetze macht das Parlament, nicht die Gerichte.

Frage 4

Welches Recht gehört zu den Grundrechten in Deutschland?

  1. A Waffenbesitz
  2. B Faustrecht
  3. C Meinungsfreiheit✓ richtig
  4. D Selbstjustiz
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht nach Artikel 5 des Grundgesetzes. Faustrecht und Selbstjustiz sind verboten, und Waffenbesitz ist kein Grundrecht, sondern streng geregelt.

Frage 5

Wahlen in Deutschland sind frei. Was bedeutet das?

  1. A Man darf Geld annehmen, wenn man dafür eine bestimmte Kandidatin/einen bestimmten Kandidaten wählt.
  2. B Nur Personen, die noch nie im Gefängnis waren, dürfen wählen.
  3. C Die Wählerin/der Wähler darf bei der Wahl weder beeinflusst noch zu einer bestimmten Stimmabgabe gezwungen werden und keine Nachteile durch die Wahl haben.✓ richtig
  4. D Alle wahlberechtigten Personen müssen wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Freie Wahl heißt: Niemand darf Sie unter Druck setzen, bestechen oder bestrafen, weil Sie eine bestimmte Partei wählen (Art. 38 Grundgesetz). In Deutschland gibt es keine Wahlpflicht.

Frage 6

Wie heißt die deutsche Verfassung?

  1. A Volksgesetz
  2. B Bundesgesetz
  3. C Deutsches Gesetz
  4. D Grundgesetz✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die deutsche Verfassung heißt Grundgesetz. Es gilt seit dem 23. Mai 1949 und seit 1990 für ganz Deutschland.

Frage 8

Was steht nicht im Grundgesetz von Deutschland?

  1. A Die Würde des Menschen ist unantastbar.
  2. B Alle sollen gleich viel Geld haben.✓ richtig
  3. C Jeder Mensch darf seine Meinung sagen.
  4. D Alle sind vor dem Gesetz gleich.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Grundgesetz garantiert Menschenwürde (Art. 1), Gleichheit vor dem Gesetz (Art. 3) und Meinungsfreiheit (Art. 5). Gleich viel Geld für alle verlangt es nicht.

Frage 10

Was ist mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar?

  1. A die Prügelstrafe
  2. B die Folter
  3. C die Todesstrafe
  4. D die Geldstrafe✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Geldstrafe ist eine normale, erlaubte Strafe. Die Todesstrafe ist abgeschafft (Art. 102 Grundgesetz), und Folter und Prügelstrafe verletzen die Menschenwürde (Art. 1).

Frage 12

Eine Partei im Deutschen Bundestag will die Pressefreiheit abschaffen. Ist das möglich?

  1. A Ja, wenn mehr als die Hälfte der Abgeordneten im Bundestag dafür sind.
  2. B Ja, aber dazu müssen zwei Drittel der Abgeordneten im Bundestag dafür sein.
  3. C Nein, denn die Pressefreiheit ist ein Grundrecht. Sie kann nicht abgeschafft werden.✓ richtig
  4. D Nein, denn nur der Bundesrat kann die Pressefreiheit abschaffen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Pressefreiheit ist ein Grundrecht (Art. 5 Grundgesetz). Ein Grundrecht darf nach Art. 19 in seinem Kern nicht angetastet werden, auch nicht mit einer Mehrheit im Bundestag.

Frage 13

Im Parlament steht der Begriff "Opposition" für …

  1. A die regierenden Parteien.
  2. B die Fraktion mit den meisten Abgeordneten.
  3. C alle Parteien, die bei der letzten Wahl die 5%-Hürde erreichen konnten.
  4. D alle Abgeordneten, die nicht zu der Regierungspartei/den Regierungsparteien gehören.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Opposition sind alle Abgeordneten, deren Parteien nicht zur Regierung gehören. Sie kritisieren und kontrollieren die Regierung; die stärkste Fraktion regiert meistens selbst.

Frage 14

Meinungsfreiheit in Deutschland heißt, dass ich …

  1. A Passanten auf der Straße beschimpfen darf.
  2. B meine Meinung im Internet äußern kann.✓ richtig
  3. C Nazi-, Hamas- oder Islamischer Staat-Symbole öffentlich tragen darf.
  4. D meine Meinung nur dann äußern darf, solange ich der Regierung nicht widerspreche.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Meinungsfreiheit (Art. 5 Grundgesetz) bedeutet, dass man seine Meinung frei sagen und schreiben darf, auch im Internet und auch gegen die Regierung. Beleidigungen und verbotene Symbole von Nazis oder Terrorgruppen sind aber strafbar.

Frage 15

Was verbietet das deutsche Grundgesetz?

  1. A Militärdienst
  2. B Zwangsarbeit✓ richtig
  3. C freie Berufswahl
  4. D Arbeit im Ausland
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 12 des Grundgesetzes verbietet Zwangsarbeit, außer bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung. Freie Berufswahl ist dagegen ein Grundrecht, und Militärdienst ist erlaubt.

Frage 16

Wann ist die Meinungsfreiheit in Deutschland eingeschränkt?

  1. A bei der öffentlichen Verbreitung falscher Behauptungen über einzelne Personen✓ richtig
  2. B bei Meinungsäußerungen über die Bundesregierung
  3. C bei Diskussionen über Religionen
  4. D bei Kritik am Staat
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Meinungsfreiheit hat Grenzen, zum Beispiel wenn man öffentlich falsche Tatsachen über eine Person verbreitet (üble Nachrede, Verleumdung). Kritik an Regierung, Staat oder Religionen ist dagegen erlaubt.

Frage 17

Die deutschen Gesetze verbieten …

  1. A Meinungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
  2. B Petitionen der Bürgerinnen und Bürger.
  3. C Versammlungsfreiheit der Einwohnerinnen und Einwohner.
  4. D Ungleichbehandlung der Bürgerinnen und Bürger durch den Staat.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 3 des Grundgesetzes sagt: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Der Staat darf niemanden wegen Geschlecht, Herkunft, Religion oder Behinderung benachteiligen. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie Petitionen sind dagegen Grundrechte.

Frage 19

Was versteht man unter dem Recht der "Freizügigkeit" in Deutschland?

  1. A Man darf sich seinen Wohnort selbst aussuchen.✓ richtig
  2. B Man kann seinen Beruf wechseln.
  3. C Man darf sich für eine andere Religion entscheiden.
  4. D Man darf sich in der Öffentlichkeit nur leicht bekleidet bewegen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Freizügigkeit (Art. 11 Grundgesetz) heißt, dass man sich überall in Deutschland aufhalten und seinen Wohnort frei wählen darf. Berufswechsel und Religionswahl sind andere Grundrechte.

Frage 21

Welches ist das Wappen der Bundesrepublik Deutschland?

Bild zu Frage 21
  1. A Bild 1✓ richtig
  2. B Bild 2
  3. C Bild 3
  4. D Bild 4
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Richtig ist Bild 1: der schwarze Bundesadler mit roten Krallen und rotem Schnabel auf goldenem Schild. Das ist das Bundeswappen; die anderen Bilder zeigen ein christliches Symbol, das Eiserne Kreuz der Bundeswehr und das Wappen der DDR.

Frage 22

Was für eine Staatsform hat Deutschland?

  1. A Monarchie
  2. B Diktatur
  3. C Republik✓ richtig
  4. D Fürstentum
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland ist eine Republik: Das Staatsoberhaupt ist ein gewählter Bundespräsident, kein König (Art. 20 Grundgesetz). Die Monarchie endete in Deutschland 1918.

Frage 23

In Deutschland sind die meisten Erwerbstätigen …

  1. A in kleinen Familienunternehmen beschäftigt.
  2. B ehrenamtlich für ein Bundesland tätig.
  3. C selbstständig mit einer eigenen Firma tätig.
  4. D bei einer Firma oder Behörde beschäftigt.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die große Mehrheit der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet als Angestellte oder Beamte bei einer Firma oder Behörde. Nur etwa jeder Zehnte ist selbstständig.

Frage 25

Was ist kein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland?

  1. A Elsass-Lothringen✓ richtig
  2. B Nordrhein-Westfalen
  3. C Mecklenburg-Vorpommern
  4. D Sachsen-Anhalt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Elsass-Lothringen (Alsace-Lorraine) ist eine Region in Frankreich und kein deutsches Bundesland. Es gehörte nur von 1871 bis 1918 zum Deutschen Reich.

Frage 26

Deutschland ist …

  1. A eine kommunistische Republik.
  2. B ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.✓ richtig
  3. C eine kapitalistische und soziale Monarchie.
  4. D ein sozialer und sozialistischer Bundesstaat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 20 des Grundgesetzes sagt: Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Es ist weder kommunistisch noch sozialistisch und auch keine Monarchie.

Frage 27

Deutschland ist …

  1. A ein sozialistischer Staat.
  2. B ein Bundesstaat.✓ richtig
  3. C eine Diktatur.
  4. D eine Monarchie.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland ist ein Bundesstaat: Die Macht ist zwischen dem Bund und den 16 Ländern aufgeteilt (Föderalismus). Es ist keine Diktatur, keine Monarchie und kein sozialistischer Staat.

Frage 28

Wer wählt in Deutschland die Abgeordneten zum Bundestag?

  1. A das Militär
  2. B die Wirtschaft
  3. C das wahlberechtigte Volk✓ richtig
  4. D die Verwaltung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Abgeordneten des Bundestages werden vom Volk gewählt, also von allen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern (Art. 38 Grundgesetz). Wählen darf man bei der Bundestagswahl ab 18 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Frage 30

Was ist kein Merkmal unserer Demokratie?

  1. A regelmäßige Wahlen
  2. B Pressezensur✓ richtig
  3. C Meinungsfreiheit
  4. D verschiedene Parteien
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Pressezensur ist kein Merkmal der Demokratie, denn Artikel 5 des Grundgesetzes sagt ausdrücklich: Eine Zensur findet nicht statt. Wahlen, Meinungsfreiheit und mehrere Parteien gehören dagegen zur Demokratie.

Frage 32

Was ist keine staatliche Gewalt in Deutschland?

  1. A Gesetzgebung
  2. B Regierung
  3. C Presse✓ richtig
  4. D Rechtsprechung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die drei staatlichen Gewalten sind Gesetzgebung (Parlament), Regierung/Verwaltung und Rechtsprechung (Gerichte). Die Presse ist frei und unabhängig vom Staat; man nennt sie manchmal die vierte Gewalt, sie ist aber keine staatliche Gewalt.

Frage 33

Welche Aussage ist richtig? In Deutschland …

  1. A sind Staat und Religionsgemeinschaften voneinander getrennt.✓ richtig
  2. B bilden die Religionsgemeinschaften den Staat.
  3. C ist der Staat abhängig von den Religionsgemeinschaften.
  4. D bilden Staat und Religionsgemeinschaften eine Einheit.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In Deutschland gibt es keine Staatskirche; Staat und Religionsgemeinschaften sind getrennt (Art. 140 Grundgesetz). Der Staat ist religiös neutral, arbeitet aber in manchen Bereichen mit ihnen zusammen, etwa beim Religionsunterricht.

Frage 34

Was ist Deutschland nicht?

  1. A eine Demokratie
  2. B ein Rechtsstaat
  3. C eine Monarchie✓ richtig
  4. D ein Sozialstaat
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland ist keine Monarchie, sondern eine Republik mit einem gewählten Bundespräsidenten. Demokratie, Rechtsstaat und Sozialstaat sind Grundprinzipien nach Artikel 20 des Grundgesetzes.

Frage 35

Womit finanziert der deutsche Staat die Sozialversicherung?

  1. A Kirchensteuer
  2. B Sozialabgaben✓ richtig
  3. C Spendengeldern
  4. D Vereinsbeiträgen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Sozialversicherung wird vor allem durch Sozialabgaben finanziert: Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Beiträge vom Lohn, dazu kommen Zuschüsse aus Steuern. Kirchensteuer, Spenden und Vereinsbeiträge haben damit nichts zu tun.

Frage 36

Welche Maßnahme schafft in Deutschland soziale Sicherheit?

  1. A die Krankenversicherung✓ richtig
  2. B die Autoversicherung
  3. C die Gebäudeversicherung
  4. D die Haftpflichtversicherung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Krankenversicherung ist eine der fünf Säulen der Sozialversicherung und schützt vor den Kosten bei Krankheit. Auto-, Gebäude- und Haftpflichtversicherung sind private Versicherungen und gehören nicht zur sozialen Sicherung.

Frage 37

Wie werden die Regierungschefinnen/Regierungschefs der meisten Bundesländer in Deutschland genannt?

  1. A Erste Ministerin/Erster Minister
  2. B Premierministerin/Premierminister
  3. C Senatorin/Senator
  4. D Ministerpräsidentin/Ministerpräsident✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In 13 der 16 Bundesländer heißt die Regierungschefin oder der Regierungschef Ministerpräsidentin oder Ministerpräsident. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen heißt das Amt Bürgermeister (z. B. Regierender Bürgermeister in Berlin).

Frage 38

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer …

  1. A Staatenverbund.
  2. B Bundesstaat.✓ richtig
  3. C Staatenbund.
  4. D Zentralstaat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 20 des Grundgesetzes nennt Deutschland einen demokratischen und sozialen Bundesstaat. Bundesstaat bedeutet: Die Länder sind Teile eines gemeinsamen Staates, kein lockerer Staatenbund und kein Zentralstaat.

Frage 39

Was hat jedes deutsche Bundesland?

  1. A eine eigene Außenministerin/einen eigenen Außenminister
  2. B eine eigene Währung
  3. C eine eigene Armee
  4. D eine eigene Regierung✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Jedes Bundesland hat eine eigene Regierung, ein eigenes Parlament (Landtag) und eine eigene Verfassung. Außenpolitik, Armee und Währung sind dagegen Sache des Bundes bzw. der EU.

Frage 40

Mit welchen Worten beginnt die deutsche Nationalhymne?

  1. A Völker, hört die Signale …
  2. B Einigkeit und Recht und Freiheit …✓ richtig
  3. C Freude schöner Götterfunken …
  4. D Deutschland einig Vaterland …
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Nationalhymne ist die dritte Strophe des Lieds der Deutschen von Hoffmann von Fallersleben (1841), mit Musik von Joseph Haydn. Sie beginnt mit Einigkeit und Recht und Freiheit. Freude schöner Götterfunken ist die Europahymne, Deutschland einig Vaterland stammt aus der DDR-Hymne.

Frage 41

Warum gibt es in einer Demokratie mehr als eine Partei?

  1. A weil dadurch die unterschiedlichen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger vertreten werden✓ richtig
  2. B damit Bestechung in der Politik begrenzt wird
  3. C um politische Demonstrationen zu verhindern
  4. D um wirtschaftlichen Wettbewerb anzuregen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In einer Demokratie haben die Menschen verschiedene Meinungen und Interessen. Mehrere Parteien sorgen dafür, dass diese Meinungen im Parlament vertreten sind und die Wähler eine echte Auswahl haben.

Frage 42

Wer beschließt in Deutschland ein neues Gesetz?

  1. A die Regierung
  2. B das Parlament✓ richtig
  3. C die Gerichte
  4. D die Polizei
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Neue Bundesgesetze beschließt das Parlament, also der Bundestag; der Bundesrat wirkt dabei mit. Die Regierung kann Gesetze nur vorschlagen, Gerichte wenden sie an und die Polizei setzt sie durch.

Frage 43

Wann kann in Deutschland eine Partei verboten werden?

  1. A wenn ihr Wahlkampf zu teuer ist
  2. B wenn sie gegen die Verfassung kämpft✓ richtig
  3. C wenn sie Kritik am Staatsoberhaupt äußert
  4. D wenn ihr Programm eine neue Richtung vorschlägt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Partei kann verboten werden, wenn sie aktiv gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung kämpft (Art. 21 Grundgesetz). Darüber entscheidet nur das Bundesverfassungsgericht; Kritik oder neue Ideen sind dagegen erlaubt.

Frage 44

Wen kann man als Bürgerin/Bürger in Deutschland nicht direkt wählen?

  1. A Abgeordnete des EU-Parlaments
  2. B Die Bundespräsidentin/den Bundespräsidenten✓ richtig
  3. C Landtagsabgeordnete
  4. D Bundestagsabgeordnete
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Den Bundespräsidenten wählt nicht das Volk, sondern die Bundesversammlung (Art. 54 Grundgesetz). Abgeordnete des Bundestages, der Landtage und des EU-Parlaments werden dagegen direkt gewählt.

Frage 45

Zu welcher Versicherung gehört die Pflegeversicherung?

  1. A Sozialversicherung✓ richtig
  2. B Unfallversicherung
  3. C Hausratsversicherung
  4. D Haftpflicht- und Feuerversicherung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Pflegeversicherung gibt es seit 1995. Sie ist neben Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung eine der fünf Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung.

Frage 46

Der deutsche Staat hat viele Aufgaben. Welche Aufgabe gehört dazu?

  1. A Er baut Straßen und Schulen.✓ richtig
  2. B Er verkauft Lebensmittel und Kleidung.
  3. C Er versorgt alle Einwohnerinnen und Einwohner kostenlos mit Zeitungen.
  4. D Er produziert Autos und Busse.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Staat sorgt für öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Schulen und bezahlt sie mit Steuern. Lebensmittel, Kleidung, Autos und Zeitungen werden dagegen von privaten Firmen hergestellt und verkauft.

Frage 47

Der deutsche Staat hat viele Aufgaben. Welche Aufgabe gehört nicht dazu?

  1. A Er bezahlt für alle Staatsangehörigen Urlaubsreisen.✓ richtig
  2. B Er zahlt Kindergeld.
  3. C Er unterstützt Museen.
  4. D Er fördert Sportlerinnen und Sportler.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Staat zahlt Kindergeld und fördert Kultur und Sport, aber Urlaubsreisen muss jede Person selbst bezahlen. Das ist keine Aufgabe des Staates.

Frage 48

Welches Organ gehört nicht zu den Verfassungsorganen Deutschlands?

  1. A der Bundesrat
  2. B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident
  3. C die Bürgerversammlung✓ richtig
  4. D die Regierung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Verfassungsorgane sind die obersten Organe, die im Grundgesetz stehen: Bundestag, Bundesrat, Bundespräsident, Bundesregierung, Bundesverfassungsgericht und Bundesversammlung. Eine Bürgerversammlung ist eine Veranstaltung auf Gemeindeebene und kein Verfassungsorgan.

Frage 49

Wer bestimmt in Deutschland die Schulpolitik?

  1. A die Lehrer und Lehrerinnen
  2. B die Bundesländer✓ richtig
  3. C das Familienministerium
  4. D die Universitäten
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Schule und Bildung sind in Deutschland Sache der Bundesländer (Kulturhoheit der Länder). Deshalb gibt es in jedem Bundesland eigene Schulgesetze und Lehrpläne.

Frage 50

Die Wirtschaftsform in Deutschland nennt man …

  1. A freie Zentralwirtschaft.
  2. B soziale Marktwirtschaft.✓ richtig
  3. C gelenkte Zentralwirtschaft.
  4. D Planwirtschaft.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft: Der Markt regelt Angebot und Preise, aber der Staat sorgt für sozialen Ausgleich und Schutz. Sie wurde nach 1948 vor allem von Ludwig Erhard eingeführt; Planwirtschaft gab es in der DDR.

Frage 51

Zu einem demokratischen Rechtsstaat gehört es nicht, dass …

  1. A Menschen sich kritisch über die Regierung äußern können.
  2. B Bürger friedlich demonstrieren gehen dürfen.
  3. C Menschen von einer Privatpolizei ohne Grund verhaftet werden.✓ richtig
  4. D jemand ein Verbrechen begeht und deshalb verhaftet wird.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Rechtsstaat darf nur die staatliche Polizei Menschen festnehmen, und nur mit gesetzlichem Grund; über eine längere Freiheitsentziehung entscheidet ein Richter (Art. 104 Grundgesetz). Eine Privatpolizei, die ohne Grund verhaftet, ist damit unvereinbar.

Frage 53

Was bedeutet "Rechtsstaat" in Deutschland?

  1. A Der Staat hat Recht.
  2. B Es gibt nur rechte Parteien.
  3. C Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden über Gesetze.
  4. D Der Staat muss die Gesetze einhalten.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Rechtsstaat heißt: Auch der Staat ist an Recht und Gesetz gebunden (Art. 20 Grundgesetz), und seine Entscheidungen können von unabhängigen Gerichten überprüft werden. Der Staat hat also nicht automatisch recht.

Frage 54

Was ist keine staatliche Gewalt in Deutschland?

  1. A Legislative
  2. B Judikative
  3. C Exekutive
  4. D Direktive✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die drei Gewalten heißen Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (Rechtsprechung). Eine Direktive gibt es als staatliche Gewalt nicht.

Frage 55

Was zeigt dieses Bild?

Bild zu Frage 55
  1. A den Bundestagssitz in Berlin✓ richtig
  2. B das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe
  3. C das Bundesratsgebäude in Berlin
  4. D das Bundeskanzleramt in Berlin
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Bild zeigt das Reichstagsgebäude in Berlin mit seiner gläsernen Kuppel. Dort hat der Deutsche Bundestag seit 1999 seinen Sitz.

Frage 56

Welches Amt gehört in Deutschland zur Gemeindeverwaltung?

  1. A Pfarramt
  2. B Ordnungsamt✓ richtig
  3. C Finanzamt
  4. D Auswärtiges Amt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Ordnungsamt gehört zur Stadt- oder Gemeindeverwaltung und kümmert sich zum Beispiel um Falschparker, Lärm und öffentliche Ordnung. Das Finanzamt ist eine Landesbehörde, das Auswärtige Amt ein Bundesministerium und das Pfarramt gehört zur Kirche.

Frage 57

Wer wird meistens zur Präsidentin/zum Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt?

  1. A die/der älteste Abgeordnete im Parlament
  2. B die Ministerpräsidentin/der Ministerpräsident des größten Bundeslandes
  3. C eine ehemalige Bundeskanzlerin/ein ehemaliger Bundeskanzler
  4. D eine Abgeordnete/ein Abgeordneter der stärksten Fraktion✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Traditionell stellt die stärkste Fraktion die Präsidentin oder den Präsidenten des Bundestages. Gewählt wird sie oder er von allen Abgeordneten zu Beginn der Wahlperiode.

Frage 58

Wer ernennt in Deutschland die Ministerinnen/die Minister der Bundesregierung?

  1. A die Präsidentin/der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes
  2. B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident✓ richtig
  3. C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
  4. D die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Bundespräsident ernennt die Bundesministerinnen und Bundesminister, und zwar auf Vorschlag der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers (Art. 64 Grundgesetz). Die Auswahl trifft also der Kanzler, die formale Ernennung der Präsident.

Frage 60

In Deutschland gehören der Bundestag und der Bundesrat zur …

  1. A Exekutive.
  2. B Legislative.✓ richtig
  3. C Direktive.
  4. D Judikative.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bundestag und Bundesrat beschließen die Bundesgesetze und gehören deshalb zur Legislative, der gesetzgebenden Gewalt. Die Exekutive führt die Gesetze aus, die Judikative sind die Gerichte.

Frage 61

Was bedeutet "Volkssouveränität"?

  1. A Die Königin/der König herrscht über das Volk.
  2. B Das Bundesverfassungsgericht steht über der Verfassung.
  3. C Die Interessenverbände üben die Souveränität zusammen mit der Regierung aus.
  4. D Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Volkssouveränität heißt: Die Staatsgewalt geht vom Volke aus (Art. 20 Grundgesetz). Nicht ein König oder ein Gericht hat die höchste Macht, sondern die Bürgerinnen und Bürger, vor allem durch Wahlen.

Frage 63

Was gehört in Deutschland nicht zur Exekutive?

  1. A die Polizei
  2. B die Gerichte✓ richtig
  3. C das Finanzamt
  4. D die Ministerien
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Gerichte gehören zur Judikative, der rechtsprechenden Gewalt, und sind unabhängig. Polizei, Finanzamt und Ministerien führen Gesetze aus und gehören zur Exekutive.

Frage 64

Die Bundesrepublik Deutschland ist heute gegliedert in …

  1. A vier Besatzungszonen.
  2. B einen Oststaat und einen Weststaat.
  3. C 16 Kantone.
  4. D Bund, Länder und Kommunen.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland hat drei Ebenen: den Bund, die 16 Länder und die Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise). Besatzungszonen gab es nur nach 1945, Kantone gibt es in der Schweiz.

Frage 65

Es gehört nicht zu den Aufgaben des Deutschen Bundestages, …

  1. A Gesetze zu entwerfen.
  2. B die Bundesregierung zu kontrollieren.
  3. C die Bundeskanzlerin/den Bundeskanzler zu wählen.
  4. D das Bundeskabinett zu bilden.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Bundeskabinett bildet die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler: Sie oder er wählt die Ministerinnen und Minister aus, der Bundespräsident ernennt sie. Der Bundestag macht Gesetze, kontrolliert die Regierung und wählt den Kanzler.

Frage 66

Welche Städte haben die größten jüdischen Gemeinden in Deutschland?

  1. A Berlin und München✓ richtig
  2. B Hamburg und Essen
  3. C Nürnberg und Stuttgart
  4. D Worms und Speyer
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die größten jüdischen Gemeinden Deutschlands sind in Berlin und München, mit jeweils rund 9.000 Mitgliedern. Worms und Speyer haben eine sehr alte jüdische Geschichte, aber heute nur kleine Gemeinden.

Frage 68

Warum kontrolliert der Staat in Deutschland das Schulwesen?

  1. A weil es in Deutschland nur staatliche Schulen gibt
  2. B weil alle Schülerinnen und Schüler einen Schulabschluss haben müssen
  3. C weil es in den Bundesländern verschiedene Schulen gibt
  4. D weil es nach dem Grundgesetz seine Aufgabe ist✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Artikel 7 des Grundgesetzes sagt: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. Es gibt aber auch Privatschulen, die genehmigt und kontrolliert werden.

Frage 70

Der deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann gibt Helmut Schmidt 1974 die Ernennungsurkunde zum deutschen Bundeskanzler. Was gehört zu den Aufgaben der deutschen Bundespräsidentin/des deutschen Bundespräsidenten?

Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.

  1. A Sie/Er führt die Regierungsgeschäfte.
  2. B Sie/Er kontrolliert die Regierungspartei.
  3. C Sie/Er wählt die Ministerinnen/Minister aus.
  4. D Sie/Er schlägt die Kanzlerin/den Kanzler zur Wahl vor.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Bundespräsident schlägt dem Bundestag eine Person zur Wahl als Bundeskanzler vor (Art. 63 Grundgesetz) und ernennt sie nach der Wahl. Die Regierungsgeschäfte führt der Kanzler, und die Minister wählt der Kanzler aus.

Frage 71

Wo hält sich die deutsche Bundeskanzlerin/der deutsche Bundeskanzler am häufigsten auf? Am häufigsten ist sie/er …

  1. A in Bonn, weil sich dort das Bundeskanzleramt und der Bundestag befinden.
  2. B auf Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung, um Staatsgäste zu empfangen.
  3. C auf Schloss Bellevue, dem Amtssitz der Bundespräsidentin/des Bundespräsidenten, um Staatsgäste zu empfangen.
  4. D in Berlin, weil sich dort das Bundeskanzleramt und der Bundestag befinden.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Bundeskanzleramt und der Bundestag sind in Berlin, deshalb arbeitet die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler meistens dort. Bonn war bis 1999 Regierungssitz; Schloss Bellevue ist der Sitz des Bundespräsidenten.

Frage 72

Wie heißt die jetzige Bundeskanzlerin/der jetzige Bundeskanzler von Deutschland?

  1. A Gerhard Schröder
  2. B Angela Merkel
  3. C Ursula von der Leyen
  4. D Friedrich Merz✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Friedrich Merz (CDU) wurde im Mai 2025 vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt. Allgemein gilt: Der Bundestag wählt den Kanzler, nach jeder Bundestagswahl neu; Merkel und Schröder waren frühere Kanzler, Ursula von der Leyen leitet die EU-Kommission.

Frage 73

Die beiden größten Fraktionen im Deutschen Bundestag heißen zurzeit …

  1. A CDU/CSU und AfD.✓ richtig
  2. B Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen.
  3. C Bündnis 90/Die Grünen und SPD.
  4. D Die Linke und CDU/CSU.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Nach der Bundestagswahl im Februar 2025 ist CDU/CSU die größte und die AfD die zweitgrößte Fraktion im Bundestag. Die Reihenfolge kann sich nach jeder Wahl ändern.

Frage 74

Wie heißt das Parlament für ganz Deutschland?

  1. A Bundesversammlung
  2. B Volkskammer
  3. C Bundestag✓ richtig
  4. D Bundesgerichtshof
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Parlament für ganz Deutschland ist der Bundestag in Berlin; er wird alle vier Jahre gewählt. Die Volkskammer war das Parlament der DDR, und die Bundesversammlung wählt nur den Bundespräsidenten.

Frage 75

Wie heißt Deutschlands heutiges Staatsoberhaupt?

  1. A Frank-Walter Steinmeier✓ richtig
  2. B Bärbel Bas
  3. C Bodo Ramelow
  4. D Joachim Gauck
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident; seit 2017 ist das Frank-Walter Steinmeier, 2022 wurde er wiedergewählt. Die Amtszeit dauert fünf Jahre, höchstens zwei Amtszeiten sind möglich; Joachim Gauck war sein Vorgänger.

Frage 76

Was bedeutet die Abkürzung CDU in Deutschland?

  1. A Christliche Deutsche Union
  2. B Club Deutscher Unternehmer
  3. C Christlicher Deutscher Umweltschutz
  4. D Christlich Demokratische Union✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

CDU steht für Christlich Demokratische Union Deutschlands. Sie wurde 1945 gegründet und tritt in allen Bundesländern außer Bayern an.

Frage 77

Was ist die Bundeswehr?

  1. A die deutsche Polizei
  2. B ein deutscher Hafen
  3. C eine deutsche Bürgerinitiative
  4. D die deutsche Armee✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundeswehr ist die Armee der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1955 gegründet. Sie ist eine Parlamentsarmee: Für Auslandseinsätze braucht sie die Zustimmung des Bundestages. Die Polizei ist dagegen Sache der Länder und des Bundes.

Frage 78

Was bedeutet die Abkürzung SPD?

  1. A Sozialistische Partei Deutschlands
  2. B Sozialpolitische Partei Deutschlands
  3. C Sozialdemokratische Partei Deutschlands✓ richtig
  4. D Sozialgerechte Partei Deutschlands
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

SPD steht für Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Sie ist die älteste Partei Deutschlands; ihre Wurzeln reichen bis 1863 zurück.

Frage 79

Was bedeutet die Abkürzung FDP in Deutschland?

  1. A Friedliche Demonstrative Partei
  2. B Freie Deutschland Partei
  3. C Führende Demokratische Partei
  4. D Freie Demokratische Partei✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

FDP steht für Freie Demokratische Partei. Sie ist eine liberale Partei und wurde 1948 gegründet.

Frage 81

Wer wählt die Bundeskanzlerin/den Bundeskanzler in Deutschland?

  1. A der Bundesrat
  2. B die Bundesversammlung
  3. C das Volk
  4. D der Bundestag✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt, auf Vorschlag des Bundespräsidenten (Art. 63 Grundgesetz). Das Volk wählt den Kanzler also nicht direkt, und die Bundesversammlung wählt nur den Bundespräsidenten.

Frage 82

Wer leitet das deutsche Bundeskabinett?

  1. A die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
  2. B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident
  3. C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
  4. D die Bundeskanzlerin/der Bundeskanzler✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Bundeskabinett besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Der Kanzler leitet es und bestimmt die Richtlinien der Politik (Art. 65 Grundgesetz).

Frage 83

Wer wählt die deutsche Bundeskanzlerin/den deutschen Bundeskanzler?

  1. A das Volk
  2. B die Bundesversammlung
  3. C der Bundestag✓ richtig
  4. D die Bundesregierung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Bundestag wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler mit der Mehrheit seiner Mitglieder (Art. 63 Grundgesetz). Bei der Bundestagswahl wählt das Volk nur die Abgeordneten, nicht den Kanzler direkt.

Frage 85

Wer bildet den deutschen Bundesrat?

  1. A die Abgeordneten des Bundestages
  2. B die Ministerinnen und Minister der Bundesregierung
  3. C die Regierungsvertreter der Bundesländer✓ richtig
  4. D die Parteimitglieder
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Landesregierungen (Art. 51 Grundgesetz). Jedes Land hat je nach Einwohnerzahl 3 bis 6 Stimmen, insgesamt 69.

Frage 86

Wer wählt in Deutschland die Bundespräsidentin/den Bundespräsidenten?

  1. A die Bundesversammlung✓ richtig
  2. B der Bundesrat
  3. C das Bundesparlament
  4. D das Bundesverfassungsgericht
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundesversammlung wählt den Bundespräsidenten für fünf Jahre (Art. 54 Grundgesetz). Sie besteht aus allen Bundestagsabgeordneten und genauso vielen Personen, die die Landtage bestimmen, und tritt nur für diese Wahl zusammen.

Frage 87

Wer ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland?

  1. A die Bundeskanzlerin/der Bundeskanzler
  2. B die Bundespräsidentin/der Bundespräsident✓ richtig
  3. C die Bundesratspräsidentin/der Bundesratspräsident
  4. D die Bundestagspräsidentin/der Bundestagspräsident
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Staatsoberhaupt ist die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident. Die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler leitet dagegen die Regierung und hat mehr politische Macht.

Frage 88

Die parlamentarische Opposition im Deutschen Bundestag …

  1. A kontrolliert die Regierung.✓ richtig
  2. B entscheidet, wer Bundesministerin/Bundesminister wird.
  3. C bestimmt, wer im Bundesrat sitzt.
  4. D schlägt die Regierungschefinnen/Regierungschefs der Länder vor.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Opposition kontrolliert und kritisiert die Regierung, zum Beispiel durch Anfragen, Debatten und Untersuchungsausschüsse. Minister bestimmt der Kanzler, und den Bundesrat bilden die Landesregierungen.

Frage 91

In Deutschland kann ein Regierungswechsel in einem Bundesland Auswirkungen auf die Bundespolitik haben. Das Regieren wird …

  1. A schwieriger, wenn sich dadurch die Mehrheit im Bundestag ändert.
  2. B leichter, wenn dadurch neue Parteien in den Bundesrat kommen.
  3. C schwieriger, wenn dadurch die Mehrheit im Bundesrat verändert wird.✓ richtig
  4. D leichter, wenn es sich um ein reiches Bundesland handelt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Nach einer Landtagswahl kann sich die Zusammensetzung des Bundesrates ändern, weil dort die Landesregierungen sitzen. Hat die Bundesregierung dort keine Mehrheit mehr, kann der Bundesrat zustimmungspflichtige Gesetze blockieren. Der Bundestag ändert sich durch eine Landtagswahl nicht.

Frage 92

Was bedeutet die Abkürzung CSU in Deutschland?

  1. A Christlich Sichere Union
  2. B Christlich Süddeutsche Union
  3. C Christlich Sozialer Unternehmerverband
  4. D Christlich Soziale Union✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

CSU steht für Christlich-Soziale Union. Sie tritt nur in Bayern an und bildet im Bundestag zusammen mit der CDU eine gemeinsame Fraktion (Union).

Frage 93

Je mehr "Zweitstimmen" eine Partei bei einer Bundestagswahl bekommt, desto …

  1. A weniger Erststimmen kann sie haben.
  2. B mehr Direktkandidaten der Partei ziehen ins Parlament ein.
  3. C größer ist das Risiko, eine Koalition bilden zu müssen.
  4. D mehr Sitze erhält die Partei im Parlament.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Zweitstimme ist die wichtigste Stimme: Nach dem Anteil der Zweitstimmen wird verteilt, wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt. Mehr Zweitstimmen bedeuten also mehr Sitze, die Erststimme entscheidet nur über die Person im Wahlkreis.

Frage 95

Was gilt für die meisten Kinder in Deutschland?

  1. A Wahlpflicht
  2. B Schulpflicht✓ richtig
  3. C Schweigepflicht
  4. D Religionspflicht
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In Deutschland gibt es Schulpflicht: Kinder müssen ungefähr 9 bis 10 Jahre lang zur Schule gehen. Eine Wahlpflicht oder eine Religionspflicht gibt es nicht.

Frage 96

Wie kann jemand, der den Holocaust leugnet, bestraft werden?

  1. A Kürzung sozialer Leistungen
  2. B bis zu 100 Sozialstunden
  3. C gar nicht, Holocaustleugnung ist erlaubt
  4. D mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wer den Holocaust öffentlich leugnet, macht sich nach § 130 Strafgesetzbuch (Volksverhetzung) strafbar. Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

Frage 97

Was bezahlt man in Deutschland automatisch, wenn man fest angestellt ist?

  1. A Sozialversicherung✓ richtig
  2. B Sozialhilfe
  3. C Kindergeld
  4. D Wohngeld
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei einer festen Anstellung werden die Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) automatisch vom Lohn abgezogen. Sozialhilfe, Kindergeld und Wohngeld sind dagegen Leistungen, die man bekommt, nicht bezahlt.

Frage 98

Wenn Abgeordnete im Deutschen Bundestag ihre Fraktion wechseln, …

  1. A dürfen sie nicht mehr an den Sitzungen des Parlaments teilnehmen.
  2. B kann die Regierung ihre Mehrheit verlieren.✓ richtig
  3. C muss die Bundespräsidentin/der Bundespräsident zuvor ihr/sein Einverständnis geben.
  4. D dürfen die Wählerinnen/Wähler dieser Abgeordneten noch einmal wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Regierung braucht im Bundestag die Mehrheit der Abgeordneten. Wechseln Abgeordnete von einer Regierungsfraktion in eine andere Fraktion, kann diese Mehrheit verloren gehen; ihr Mandat behalten sie aber, denn sie sind nach Art. 38 GG nur ihrem Gewissen verpflichtet.

Frage 99

Wer bezahlt in Deutschland die Sozialversicherungen?

  1. A Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer✓ richtig
  2. B nur Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer
  3. C alle Staatsangehörigen
  4. D nur Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Beiträge zur Sozialversicherung bezahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam, meist ungefähr je zur Hälfte. Nur die gesetzliche Unfallversicherung bezahlt der Arbeitgeber allein.

Frage 100

Was gehört nicht zur gesetzlichen Sozialversicherung?

  1. A die Lebensversicherung✓ richtig
  2. B die gesetzliche Rentenversicherung
  3. C die Arbeitslosenversicherung
  4. D die Pflegeversicherung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Zur gesetzlichen Sozialversicherung gehören Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Eine Lebensversicherung ist eine private, freiwillige Versicherung.

Frage 101

Gewerkschaften sind Interessenverbände der …

  1. A Jugendlichen.
  2. B Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.✓ richtig
  3. C Rentnerinnen und Rentner.
  4. D Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum Beispiel bei Lohn und Arbeitszeit. Sie verhandeln mit den Arbeitgebern Tarifverträge; die Arbeitgeber haben eigene Arbeitgeberverbände.

Frage 102

Womit kann man in der Bundesrepublik Deutschland geehrt werden, wenn man auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder sozialem Gebiet eine besondere Leistung erbracht hat? Mit dem …

  1. A Bundesverdienstkreuz✓ richtig
  2. B Bundesadler
  3. C Vaterländischen Verdienstorden
  4. D Ehrentitel "Held der Deutschen Demokratischen Republik"
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Bundesverdienstkreuz (Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, seit 1951) ist die höchste Auszeichnung für besondere Leistungen; es wird von der Bundespräsidentin oder dem Bundespräsidenten verliehen. Der Vaterländische Verdienstorden und der Titel Held der DDR waren Auszeichnungen der DDR.

Frage 103

Was wird in Deutschland als "Ampelkoalition" bezeichnet? Die Zusammenarbeit …

  1. A der Bundestagsfraktionen von CDU und CSU
  2. B von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in einer Regierung✓ richtig
  3. C von CSU, Die LINKE und Bündnis 90/Die Grünen in einer Regierung
  4. D der Bundestagsfraktionen von CDU und SPD
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Ampelkoalition heißt eine Regierung aus SPD (rot), FDP (gelb) und Grünen (grün), wie die Farben einer Verkehrsampel. Auf Bundesebene regierte so eine Koalition von 2021 bis 2024.

Frage 104

Eine Frau in Deutschland verliert ihre Arbeit. Was darf nicht der Grund für diese Entlassung sein?

  1. A Die Frau ist lange krank und arbeitsunfähig.
  2. B Die Frau kam oft zu spät zur Arbeit.
  3. C Die Frau erledigt private Sachen während der Arbeitszeit.
  4. D Die Frau bekommt ein Kind und ihr Chef weiß das.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Schwangere und Mütter nach der Geburt haben besonderen Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz: Eine Schwangerschaft darf kein Kündigungsgrund sein. Häufiges Zuspätkommen, private Arbeit während der Arbeitszeit oder sehr lange Krankheit können dagegen unter Umständen eine Kündigung rechtfertigen.

Frage 105

Was ist eine Aufgabe von Wahlhelferinnen/Wahlhelfern in Deutschland?

  1. A Sie helfen alten Menschen bei der Stimmabgabe in der Wahlkabine.
  2. B Sie schreiben die Wahlbenachrichtigungen vor der Wahl.
  3. C Sie geben Zwischenergebnisse an die Medien weiter.
  4. D Sie zählen die Stimmen nach dem Ende der Wahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer arbeiten im Wahllokal und zählen nach 18 Uhr öffentlich die Stimmen aus. Die Wahlbenachrichtigungen verschickt die Gemeinde, und in die Wahlkabine geht man allein, weil die Wahl geheim ist.

Frage 106

In Deutschland helfen ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bei den Wahlen. Was ist eine Aufgabe von Wahlhelferinnen/Wahlhelfern?

  1. A Sie helfen Kindern und alten Menschen beim Wählen.
  2. B Sie schreiben Karten und Briefe mit der Angabe des Wahllokals.
  3. C Sie geben Zwischenergebnisse an Journalisten weiter.
  4. D Sie zählen die Stimmen nach dem Ende der Wahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Ehrenamtliche Wahlhelfer zählen nach dem Ende der Wahl die Stimmen im Wahllokal. Zwischenergebnisse geben sie nicht an Journalisten weiter, und beim Ankreuzen dürfen sie niemandem helfen, außer in besonderen Fällen (z. B. bei einer Behinderung) auf Wunsch der Wählerin oder des Wählers.

Frage 108

Bei einer Bundestagswahl in Deutschland darf jede/jeder wählen, die/der …

  1. A in der Bundesrepublik Deutschland wohnt und wählen möchte.
  2. B Bürgerin/Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist und mindestens 18 Jahre alt ist.✓ richtig
  3. C seit mindestens 3 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland lebt.
  4. D Bürgerin/Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist und mindestens 21 Jahre alt ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wählen dürfen bei der Bundestagswahl nur deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 18 Jahren (Art. 38 GG). Nur in Deutschland zu wohnen reicht nicht; Ausländer dürfen nicht mitwählen, EU-Bürger nur bei Kommunal- und Europawahlen.

Frage 109

Wie oft gibt es normalerweise Bundestagswahlen in Deutschland?

  1. A alle drei Jahre
  2. B alle vier Jahre✓ richtig
  3. C alle fünf Jahre
  4. D alle sechs Jahre
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Wahlperiode des Bundestages dauert vier Jahre (Art. 39 GG), deshalb gibt es normalerweise alle vier Jahre eine Bundestagswahl. Nur wenn der Bundestag vorzeitig aufgelöst wird, wie 2025, wird früher gewählt.

Frage 111

Welche Handlungen mit Bezug auf den Staat Israel sind in Deutschland verboten?

  1. A die Politik Israels öffentlich kritisieren
  2. B das Aufhängen einer israelischen Flagge auf dem Privatgrundstück
  3. C eine Diskussion über die Politik Israels
  4. D der öffentliche Aufruf zur Vernichtung Israels✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Israels Politik zu kritisieren oder darüber zu diskutieren ist durch die Meinungsfreiheit erlaubt, ebenso eine israelische Flagge zu zeigen. Öffentlich zur Vernichtung Israels aufzurufen ist aber strafbar, z. B. als Volksverhetzung oder Aufforderung zu Straftaten.

Frage 112

Die Wahlen in Deutschland sind …

  1. A speziell.
  2. B geheim.✓ richtig
  3. C berufsbezogen.
  4. D geschlechtsabhängig.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wahlen in Deutschland sind geheim (Art. 38 GG): Niemand darf sehen oder kontrollieren, wen man wählt. Deshalb kreuzt man allein in der Wahlkabine an.

Frage 113

Wahlen in Deutschland gewinnt die Partei, die …

  1. A die meisten Stimmen bekommt.✓ richtig
  2. B die meisten Männer mehrheitlich gewählt haben.
  3. C die meisten Stimmen bei den Arbeiterinnen/Arbeitern bekommen hat.
  4. D die meisten Erststimmen für ihre Kanzlerkandidatin/ihren Kanzlerkandidaten erhalten hat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei Wahlen gewinnt die Partei mit den meisten Stimmen; im Bundestag zählen dafür die Zweitstimmen. Alle Stimmen zählen gleich, egal ob Mann, Frau oder Beruf; die Kanzlerin oder der Kanzler wird nicht direkt gewählt, sondern vom Bundestag.

Frage 115

Was bedeutet "aktives Wahlrecht" in Deutschland?

  1. A Man kann gewählt werden.
  2. B Man muss wählen gehen.
  3. C Man kann wählen.✓ richtig
  4. D Man muss zur Auszählung der Stimmen gehen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Aktives Wahlrecht bedeutet: Man darf wählen. Gewählt werden zu dürfen heißt dagegen passives Wahlrecht.

Frage 119

Wahlen in Deutschland sind frei. Was bedeutet das?

  1. A Alle verurteilten Straftäterinnen/Straftäter dürfen nicht wählen.
  2. B Wenn ich wählen gehen möchte, muss meine Arbeitgeberin/mein Arbeitgeber mir frei geben.
  3. C Jede Person kann ohne Zwang entscheiden, ob sie wählen möchte und wen sie wählen möchte.✓ richtig
  4. D Ich kann frei entscheiden, wo ich wählen gehen möchte.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Freie Wahl heißt: Niemand darf Sie zwingen oder unter Druck setzen, ob Sie wählen und wen Sie wählen (Art. 38 GG). Es geht also um die freie Entscheidung, nicht um den Ort oder um frei bei der Arbeit.

Frage 120

Das Wahlsystem in Deutschland ist ein …

  1. A Zensuswahlrecht.
  2. B Dreiklassenwahlrecht.
  3. C Mehrheits- und Verhältniswahlrecht.✓ richtig
  4. D allgemeines Männerwahlrecht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei der Bundestagswahl hat man zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählt man nach dem Mehrheitsprinzip eine Person im Wahlkreis, mit der Zweitstimme nach dem Verhältnisprinzip eine Partei. Deshalb nennt man das System personalisierte Verhältniswahl, eine Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahl.

Frage 123

Was ist in Deutschland die "5%-Hürde"?

  1. A Abstimmungsregelung im Bundestag für kleine Parteien
  2. B Anwesenheitskontrolle im Bundestag für Abstimmungen
  3. C Mindestanteil an Wählerstimmen, um ins Parlament zu kommen✓ richtig
  4. D Anwesenheitskontrolle im Bundesrat für Abstimmungen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die 5%-Hürde ist der Mindestanteil an Wählerstimmen: Eine Partei braucht mindestens 5 % der Zweitstimmen, um Sitze im Parlament zu bekommen. Sie hat nichts mit Abstimmungen oder Anwesenheit im Bundestag oder Bundesrat zu tun.

Frage 124

Die Bundestagswahl in Deutschland ist die Wahl …

  1. A der Bundeskanzlerin/des Bundeskanzlers.
  2. B der Parlamente der Länder.
  3. C des Parlaments für Deutschland.✓ richtig
  4. D der Bundespräsidentin/des Bundespräsidenten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei der Bundestagswahl wählen die Bürgerinnen und Bürger den Bundestag, also das Parlament für ganz Deutschland. Die Kanzlerin oder den Kanzler wählt danach der Bundestag, die Bundespräsidentin oder den Bundespräsidenten die Bundesversammlung.

Frage 125

In einer Demokratie ist eine Funktion von regelmäßigen Wahlen, …

  1. A die Bürgerinnen und Bürger zu zwingen, ihre Stimme abzugeben.
  2. B nach dem Willen der Wählermehrheit den Wechsel der Regierung zu ermöglichen.✓ richtig
  3. C im Land bestehende Gesetze beizubehalten.
  4. D den Armen mehr Macht zu geben.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Regelmäßige Wahlen geben den Bürgern die Möglichkeit, eine Regierung abzuwählen und eine andere Mehrheit zu wählen, ohne Gewalt. Wahlen sind freiwillig und dienen nicht dazu, Gesetze unverändert zu lassen.

Frage 126

Was bekommen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vor einer Wahl?

  1. A eine Wahlbenachrichtigung von der Gemeinde✓ richtig
  2. B eine Wahlerlaubnis von der Bundespräsidentin/von dem Bundespräsidenten
  3. C eine Benachrichtigung von der Bundesversammlung
  4. D eine Benachrichtigung vom Pfarramt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Vor einer Wahl schickt die Gemeinde allen Wahlberechtigten eine Wahlbenachrichtigung. Darauf stehen das Wahllokal und der Wahltag; damit kann man auch Briefwahl beantragen.

Frage 127

Warum gibt es die 5%-Hürde im Wahlgesetz der Bundesrepublik Deutschland? Es gibt sie, weil …

  1. A die Programme von vielen kleinen Parteien viele Gemeinsamkeiten haben.
  2. B die Bürgerinnen und Bürger bei vielen kleinen Parteien die Orientierung verlieren können.
  3. C viele kleine Parteien die Regierungsbildung erschweren.✓ richtig
  4. D die kleinen Parteien nicht so viel Geld haben, um die Politikerinnen und Politiker zu bezahlen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die 5%-Hürde soll verhindern, dass sehr viele kleine Parteien im Parlament sitzen. Dann wäre es schwer, eine stabile Mehrheit und eine Regierung zu bilden, wie man in der Weimarer Republik gesehen hat.

Frage 129

Vom Volk gewählt wird in Deutschland …

  1. A die Bundeskanzlerin/der Bundeskanzler.
  2. B die Ministerpräsidentin/der Ministerpräsident eines Bundeslandes.
  3. C der Bundestag.✓ richtig
  4. D die Bundespräsidentin/der Bundespräsident.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Volk wählt direkt den Bundestag. Die Kanzlerin oder der Kanzler wird vom Bundestag gewählt, die Ministerpräsidenten von den Landtagen und die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident von der Bundesversammlung.

Frage 130

Welcher Stimmzettel wäre bei einer Bundestagswahl gültig?

Bild zu Frage 130
  1. A 1✓ richtig
  2. B 2
  3. C 3
  4. D 4
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gültig ist Stimmzettel 1: Er hat genau ein Kreuz bei der Erststimme (links, eine Person) und genau ein Kreuz bei der Zweitstimme (rechts, eine Partei). Dass die beiden Kreuze für verschiedene Parteien sind, ist erlaubt; auf den anderen Stimmzetteln stehen auf einer Seite zwei oder mehr Kreuze.

Frage 131

In Deutschland ist eine Bürgermeisterin/ein Bürgermeister …

  1. A die Leiterin/der Leiter einer Schule.
  2. B die Chefin/der Chef einer Bank.
  3. C das Oberhaupt einer Gemeinde.✓ richtig
  4. D die/der Vorsitzende einer Partei.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister leitet eine Gemeinde oder Stadt und ihre Verwaltung. In den meisten Bundesländern wird sie oder er direkt von den Bürgern gewählt.

Frage 132

Viele Menschen in Deutschland arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Was bedeutet das?

  1. A Sie arbeiten als Soldatinnen/Soldaten.
  2. B Sie arbeiten freiwillig und unbezahlt in Vereinen und Verbänden.✓ richtig
  3. C Sie arbeiten in der Bundesregierung.
  4. D Sie arbeiten in einem Krankenhaus und verdienen dabei Geld.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Ehrenamtlich heißt: freiwillig und ohne Lohn, zum Beispiel im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in sozialen Verbänden. Wer für seine Arbeit bezahlt wird, arbeitet nicht ehrenamtlich.

Frage 133

Was ist bei Bundestags- und Landtagswahlen in Deutschland erlaubt?

  1. A Der Ehemann wählt für seine Frau mit.
  2. B Man kann durch Briefwahl seine Stimme abgeben.✓ richtig
  3. C Man kann am Wahltag telefonisch seine Stimme abgeben.
  4. D Kinder ab dem Alter von 14 Jahren dürfen wählen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal kann, darf per Briefwahl wählen; man beantragt sie bei der Gemeinde. Man muss aber selbst wählen: Niemand darf für eine andere Person wählen, telefonisch wählen geht nicht, und Kinder ab 14 dürfen nicht wählen.

Frage 134

Man will die Buslinie abschaffen, mit der Sie immer zur Arbeit fahren. Was können Sie machen, um die Buslinie zu erhalten?

  1. A Ich beteilige mich an einer Bürgerinitiative für die Erhaltung der Buslinie oder gründe selber eine Initiative.✓ richtig
  2. B Ich werde Mitglied in einem Sportverein und trainiere Radfahren.
  3. C Ich wende mich an das Finanzamt, weil ich als Steuerzahlerin/Steuerzahler ein Recht auf die Buslinie habe.
  4. D Ich schreibe einen Brief an das Forstamt der Gemeinde.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Bürgerinitiative ist eine Gruppe von Bürgern, die sich für ein bestimmtes Ziel vor Ort einsetzt, zum Beispiel für den Erhalt einer Buslinie. Das ist eine typische Form politischer Beteiligung; Finanzamt oder Forstamt sind dafür nicht zuständig.

Frage 135

Wen vertreten die Gewerkschaften in Deutschland?

  1. A große Unternehmen
  2. B kleine Unternehmen
  3. C Selbstständige
  4. D Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gewerkschaften vertreten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum Beispiel ver.di oder die IG Metall. Unternehmen werden von Arbeitgeberverbänden vertreten.

Frage 136

Sie gehen in Deutschland zum Arbeitsgericht bei …

  1. A falscher Nebenkostenabrechnung.
  2. B ungerechtfertigter Kündigung durch Ihre Chefin/Ihren Chef.✓ richtig
  3. C Problemen mit den Nachbarinnen/Nachbarn.
  4. D Schwierigkeiten nach einem Verkehrsunfall.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Arbeitsgericht ist für Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zuständig, zum Beispiel bei einer ungerechtfertigten Kündigung. Streit mit Nachbarn, um Nebenkosten oder nach einem Verkehrsunfall gehört vor andere Gerichte, meist das Amtsgericht.

Frage 138

Was kann ich in Deutschland machen, wenn mir meine Arbeitgeberin/mein Arbeitgeber zu Unrecht gekündigt hat?

  1. A weiterarbeiten und freundlich zur Chefin/zum Chef sein
  2. B ein Mahnverfahren gegen die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber führen
  3. C Kündigungsschutzklage erheben✓ richtig
  4. D die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber bei der Polizei anzeigen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gegen eine ungerechtfertigte Kündigung kann man beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage erheben, und zwar innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung. Die Polizei ist dafür nicht zuständig, und ein Mahnverfahren dient nur zum Eintreiben von Geld.

Frage 139

Wann kommt es in Deutschland zu einem Prozess vor Gericht? Wenn jemand …

  1. A zu einer anderen Religion übertritt.
  2. B eine Straftat begangen hat und angeklagt wird.✓ richtig
  3. C eine andere Meinung als die der Regierung vertritt.
  4. D sein Auto falsch geparkt hat und es abgeschleppt wird.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Zu einem Strafprozess vor Gericht kommt es, wenn jemand eine Straftat begangen haben soll und die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Religionswechsel und eine andere Meinung sind durch das Grundgesetz geschützt, und Falschparken ist nur eine Ordnungswidrigkeit.

Frage 140

Was macht eine Schöffin/ein Schöffe in Deutschland? Sie/Er …

  1. A entscheidet mit Richterinnen/Richtern über Schuld und Strafe.✓ richtig
  2. B gibt Bürgerinnen/Bürgern rechtlichen Rat.
  3. C stellt Urkunden aus.
  4. D verteidigt die Angeklagte/den Angeklagten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richter ohne Jurastudium. In Strafprozessen entscheiden sie zusammen mit Berufsrichtern über Schuld und Strafe und haben dabei das gleiche Stimmrecht.

Frage 141

Wer berät in Deutschland Personen bei Rechtsfragen und vertritt sie vor Gericht?

  1. A eine Rechtsanwältin/ein Rechtsanwalt✓ richtig
  2. B eine Richterin/ein Richter
  3. C eine Schöffin/ein Schöffe
  4. D eine Staatsanwältin/ein Staatsanwalt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt berät Menschen in Rechtsfragen und vertritt sie vor Gericht. Richter entscheiden neutral, und die Staatsanwaltschaft klagt Straftaten an.

Frage 142

Was ist die Hauptaufgabe einer Richterin/eines Richters in Deutschland? Eine Richterin/ein Richter …

  1. A vertritt Bürgerinnen und Bürger vor einem Gericht.
  2. B arbeitet an einem Gericht und spricht Urteile.✓ richtig
  3. C ändert Gesetze.
  4. D betreut Jugendliche vor Gericht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Richterinnen und Richter arbeiten an Gerichten, leiten Verfahren und sprechen Urteile. Sie sind unabhängig und nur an das Gesetz gebunden (Art. 97 GG); Gesetze ändern darf nur das Parlament.

Frage 143

Eine Richterin/ein Richter in Deutschland gehört zur …

  1. A Judikative.✓ richtig
  2. B Exekutive.
  3. C Operative.
  4. D Legislative.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In der Gewaltenteilung gibt es Legislative (Gesetze machen), Exekutive (Gesetze ausführen) und Judikative (Recht sprechen). Richterinnen und Richter gehören zur Judikative.

Frage 144

Eine Richterin/ein Richter gehört in Deutschland zur …

  1. A vollziehenden Gewalt.
  2. B rechtsprechenden Gewalt.✓ richtig
  3. C planenden Gewalt.
  4. D gesetzgebenden Gewalt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die rechtsprechende Gewalt (Judikative) liegt bei den Gerichten, also bei den Richterinnen und Richtern (Art. 92 GG). Die gesetzgebende Gewalt ist das Parlament, die vollziehende Gewalt sind Regierung und Verwaltung.

Frage 147

Was ist die Arbeit einer Richterin/eines Richters in Deutschland?

  1. A Deutschland regieren
  2. B Recht sprechen✓ richtig
  3. C Pläne erstellen
  4. D Gesetze erlassen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Arbeit von Richterinnen und Richtern ist es, Recht zu sprechen, also Streitfälle und Strafsachen nach dem Gesetz zu entscheiden. Regieren ist Aufgabe der Regierung, Gesetze beschließt das Parlament.

Frage 148

Was ist eine Aufgabe der Polizei in Deutschland?

  1. A das Land zu verteidigen
  2. B die Bürgerinnen und Bürger abzuhören
  3. C die Gesetze zu beschließen
  4. D die Einhaltung von Gesetzen zu überwachen✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Polizei sorgt für Sicherheit und Ordnung und überwacht, dass Gesetze eingehalten werden. Das Land verteidigt die Bundeswehr, Gesetze beschließt das Parlament, und Bürger dürfen nur in engen gesetzlichen Grenzen mit richterlicher Erlaubnis abgehört werden.

Frage 149

Was ist ein Beispiel für antisemitisches Verhalten?

  1. A ein jüdisches Fest besuchen
  2. B die israelische Regierung kritisieren
  3. C den Holocaust leugnen✓ richtig
  4. D gegen Juden Fußball spielen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Den Holocaust zu leugnen ist antisemitisch, weil es die Ermordung von etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden verharmlost; es ist in Deutschland außerdem strafbar. Sachliche Kritik an der israelischen Regierung ist dagegen nicht automatisch antisemitisch.

Frage 150

Eine Gerichtsschöffin/ein Gerichtsschöffe in Deutschland ist …

  1. A die Stellvertreterin/der Stellvertreter des Stadtoberhaupts.
  2. B eine ehrenamtliche Richterin/ein ehrenamtlicher Richter.✓ richtig
  3. C ein Mitglied eines Gemeinderats.
  4. D eine Person, die Jura studiert hat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Gerichtsschöffin oder ein Gerichtsschöffe ist eine ehrenamtliche Richterin bzw. ein ehrenamtlicher Richter. Man braucht dafür kein Jurastudium; Schöffen werden für fünf Jahre gewählt.

Frage 151

Wer baute die Mauer in Berlin?

  1. A Großbritannien
  2. B die DDR✓ richtig
  3. C die Bundesrepublik Deutschland
  4. D die USA
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR baute die Berliner Mauer ab dem 13. August 1961, um die Flucht ihrer Bürger nach West-Berlin zu stoppen. Sie stand bis zum Mauerfall am 9. November 1989.

Frage 153

Was war am 8. Mai 1945?

  1. A Tod Adolf Hitlers
  2. B Beginn des Berliner Mauerbaus
  3. C Wahl von Konrad Adenauer zum Bundeskanzler
  4. D Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft; damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Hitler war schon am 30. April 1945 tot, die Mauer wurde 1961 gebaut und Adenauer 1949 gewählt.

Frage 154

Wann war der Zweite Weltkrieg zu Ende?

  1. A 1933
  2. B 1945✓ richtig
  3. C 1949
  4. D 1961
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Zweite Weltkrieg endete 1945: in Europa am 8. Mai, in Asien mit der Kapitulation Japans im September. 1933 kam Hitler an die Macht, 1949 wurden die beiden deutschen Staaten gegründet, 1961 wurde die Mauer gebaut.

Frage 155

Wann waren die Nationalsozialisten in Deutschland an der Macht?

  1. A 1888 bis 1918
  2. B 1921 bis 1934
  3. C 1933 bis 1945✓ richtig
  4. D 1949 bis 1963
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Nationalsozialisten regierten Deutschland von 1933 bis 1945. Die Zeit begann mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler im Januar 1933 und endete mit der Kapitulation im Mai 1945.

Frage 156

In welchem Jahr wurde Hitler Reichskanzler?

  1. A 1923
  2. B 1927
  3. C 1933✓ richtig
  4. D 1936
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Reichspräsident Hindenburg ernannte Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. 1923 versuchte Hitler in München einen Putsch, der scheiterte.

Frage 158

Das "Dritte Reich" war eine …

  1. A Diktatur.✓ richtig
  2. B Demokratie.
  3. C Monarchie.
  4. D Räterepublik.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Drittes Reich nannten die Nationalsozialisten ihren Staat von 1933 bis 1945. Es war eine Diktatur mit nur einer erlaubten Partei, ohne freie Wahlen und ohne Grundrechte.

Frage 160

Welcher Krieg dauerte von 1939 bis 1945?

  1. A der Erste Weltkrieg
  2. B der Zweite Weltkrieg✓ richtig
  3. C der Vietnamkrieg
  4. D der Golfkrieg
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen und endete 1945. Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918.

Frage 161

Was kennzeichnete den NS-Staat? Eine Politik …

  1. A des staatlichen Rassismus✓ richtig
  2. B der Meinungsfreiheit
  3. C der allgemeinen Religionsfreiheit
  4. D der Entwicklung der Demokratie
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der NS-Staat machte Rassismus zur Staatspolitik: Juden, Sinti und Roma und andere Gruppen wurden entrechtet, verfolgt und ermordet. Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Demokratie gab es nicht.

Frage 162

Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde bekannt durch …

  1. A eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1936.
  2. B den Bau des Reichstagsgebäudes.
  3. C den Aufbau der Wehrmacht.
  4. D das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein Offizier, der am 20. Juli 1944 eine Bombe im Führerhauptquartier zündete, um Hitler zu töten und das NS-Regime zu stürzen. Hitler überlebte, Stauffenberg wurde noch in derselben Nacht erschossen; er gilt als Symbol des Widerstands.

Frage 164

Was passierte am 9. November 1938 in Deutschland?

  1. A Mit dem Angriff auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg.
  2. B Die Nationalsozialisten verlieren eine Wahl und lösen den Reichstag auf.
  3. C Jüdische Geschäfte und Synagogen werden durch Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstört.✓ richtig
  4. D Hitler wird Reichspräsident und lässt alle Parteien verbieten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Am 9. November 1938 begannen die Novemberpogrome: Nationalsozialisten und ihre Anhänger zerstörten Synagogen und jüdische Geschäfte. Der Angriff auf Polen war erst am 1. September 1939.

Frage 166

Bei welchen Demonstrationen in Deutschland riefen die Menschen "Wir sind das Volk"?

  1. A beim Arbeiteraufstand 1953 in der DDR
  2. B bei den Demonstrationen 1968 in der Bundesrepublik Deutschland
  3. C bei den Anti-Atomkraft-Demonstrationen 1985 in der Bundesrepublik Deutschland
  4. D bei den Montagsdemonstrationen 1989 in der DDR✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wir sind das Volk riefen 1989 die Menschen bei den Montagsdemonstrationen in der DDR, vor allem in Leipzig. Die friedlichen Proteste führten zum Fall der Mauer und zum Ende der SED-Diktatur.

Frage 167

Welche Länder wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland als "Alliierte Besatzungsmächte" bezeichnet?

  1. A Sowjetunion, Großbritannien, Polen, Schweden
  2. B Frankreich, Sowjetunion, Italien, Japan
  3. C USA, Sowjetunion, Spanien, Portugal
  4. D USA, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Nach 1945 teilten die vier Siegermächte USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Italien und Japan waren Verbündete Deutschlands, Polen, Schweden, Spanien und Portugal waren keine Besatzungsmächte.

Frage 170

Was gab es während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland?

  1. A das Verbot von Parteien✓ richtig
  2. B das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit
  3. C Pressefreiheit
  4. D den Schutz der Menschenwürde
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In der NS-Zeit wurden alle Parteien außer der NSDAP verboten oder mussten sich auflösen. Pressefreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit und Schutz der Menschenwürde garantiert erst das Grundgesetz von 1949.

Frage 171

Soziale Marktwirtschaft bedeutet, die Wirtschaft …

  1. A steuert sich allein nach Angebot und Nachfrage.
  2. B wird vom Staat geplant und gesteuert, Angebot und Nachfrage werden nicht berücksichtigt.
  3. C richtet sich nach der Nachfrage im Ausland.
  4. D richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber der Staat sorgt für einen sozialen Ausgleich.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In der Sozialen Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage die Wirtschaft, aber der Staat sorgt für sozialen Ausgleich, zum Beispiel mit Sozialversicherung, Arbeitnehmerschutz und Wettbewerbsregeln. Eine reine Planwirtschaft wie in der DDR ist das Gegenteil.

Frage 172

In welcher Besatzungszone wurde die DDR gegründet? In der …

  1. A amerikanischen Besatzungszone
  2. B französischen Besatzungszone
  3. C britischen Besatzungszone
  4. D sowjetischen Besatzungszone✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Aus den amerikanischen, britischen und französischen Zonen entstand die Bundesrepublik.

Frage 173

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Gründungsmitglied …

  1. A des Nordatlantikpakts (NATO).
  2. B der Vereinten Nationen (VN).
  3. C der Europäischen Union (EU).✓ richtig
  4. D des Warschauer Pakts.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundesrepublik gehörte 1951 und 1957 zu den sechs Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaften, aus denen die EU wurde. Der NATO trat sie erst 1955 bei, den Vereinten Nationen 1973; der Warschauer Pakt war das Bündnis des Ostblocks.

Frage 174

Wann wurde die DDR gegründet?

  1. A 1947
  2. B 1949✓ richtig
  3. C 1953
  4. D 1956
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 gegründet, wenige Monate nach der Bundesrepublik (23. Mai 1949). 1953 war der Volksaufstand in der DDR.

Frage 176

Wie waren die Besatzungszonen Deutschlands nach 1945 verteilt?

Bild zu Frage 176
  1. A 1=Großbritannien, 2=Sowjetunion, 3=Frankreich, 4=USA
  2. B 1=Sowjetunion, 2=Großbritannien, 3=USA, 4=Frankreich
  3. C 1=Großbritannien, 2=Sowjetunion, 3=USA, 4=Frankreich✓ richtig
  4. D 1=Großbritannien, 2=USA, 3=Sowjetunion, 4=Frankreich
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Auf der Karte ist 1 der Nordwesten (britische Zone), 2 der Osten (sowjetische Zone), 3 der Süden mit Bayern und Hessen (amerikanische Zone) und 4 der kleine Südwesten (französische Zone). Merkhilfe: Die Sowjetunion hatte den Osten, Frankreich den Teil an der französischen Grenze.

Frage 178

Vom Juni 1948 bis zum Mai 1949 wurden die Bürgerinnen und Bürger von West-Berlin durch eine Luftbrücke versorgt. Welcher Umstand war dafür verantwortlich?

  1. A Für Frankreich war eine Versorgung der West-Berliner Bevölkerung mit dem Flugzeug kostengünstiger.
  2. B Die amerikanischen Soldatinnen und Soldaten hatten beim Landtransport Angst vor Überfällen.
  3. C Für Großbritannien war die Versorgung über die Luftbrücke schneller.
  4. D Die Sowjetunion unterbrach den gesamten Verkehr auf dem Landwege.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Juni 1948 sperrte die Sowjetunion alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin (Berlin-Blockade). Deshalb versorgten die Westalliierten die Stadt fast ein Jahr lang mit Flugzeugen über die Luftbrücke.

Frage 179

Wie endete der Zweite Weltkrieg in Europa offiziell?

  1. A mit dem Tod Adolf Hitlers
  2. B durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands✓ richtig
  3. C mit dem Rückzug der Deutschen aus den besetzten Gebieten
  4. D durch eine Revolution in Deutschland
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Krieg in Europa endete offiziell mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die am 8. Mai 1945 in Kraft trat. Hitlers Tod am 30. April 1945 beendete den Krieg noch nicht.

Frage 181

Was wollte Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen jüdischen Ghetto in Warschau ausdrücken?

Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.

  1. A Er hat sich den ehemaligen Alliierten unterworfen.
  2. B Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung.✓ richtig
  3. C Er zeigte seine Demut vor dem Warschauer Pakt.
  4. D Er sprach ein Gebet am Grab des Unbekannten Soldaten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Am 7. Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt vor dem Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos nieder. Die Geste wurde als Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen an Polen und den polnischen Juden verstanden.

Frage 182

Wie heißt das jüdische Gebetshaus?

  1. A Basilika
  2. B Moschee
  3. C Synagoge✓ richtig
  4. D Kirche
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das jüdische Gebetshaus heißt Synagoge. Eine Kirche ist christlich, eine Moschee muslimisch, und eine Basilika ist eine Bauform von Kirchen.

Frage 183

Wann war in der Bundesrepublik Deutschland das "Wirtschaftswunder"?

  1. A 40er Jahre
  2. B 50er Jahre✓ richtig
  3. C 70er Jahre
  4. D 80er Jahre
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Wirtschaftswunder war der schnelle wirtschaftliche Aufschwung in Westdeutschland in den 1950er Jahren. Grundlage waren unter anderem die Währungsreform 1948, die Soziale Marktwirtschaft und die Marshallplan-Hilfe.

Frage 184

Auf welcher rechtlichen Grundlage wurde der Staat Israel gegründet?

  1. A eine Resolution der Vereinten Nationen✓ richtig
  2. B ein Beschluss des Zionistenkongresses
  3. C ein Vorschlag der Bundesregierung
  4. D ein Vorschlag der UdSSR
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Grundlage war der UN-Teilungsplan für Palästina, die Resolution 181 der Vereinten Nationen vom 29. November 1947. Auf dieser Basis wurde der Staat Israel am 14. Mai 1948 ausgerufen.

Frage 185

Wofür stand der Ausdruck "Eiserner Vorhang"? Für die Abschottung …

  1. A des Warschauer Pakts gegen den Westen✓ richtig
  2. B Norddeutschlands gegen Süddeutschland
  3. C Nazi-Deutschlands gegen die Alliierten
  4. D Europas gegen die USA
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der „Eiserne Vorhang“ war die streng bewachte Grenze zwischen den kommunistischen Staaten im Osten (später Warschauer Pakt) und dem Westen. Er trennte Europa im Kalten Krieg bis 1989.

Frage 189

Wann baute die DDR die Mauer in Berlin?

  1. A 1919
  2. B 1933
  3. C 1961✓ richtig
  4. D 1990
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 gebaut. 1990 ist das Jahr der Wiedervereinigung, 1919 und 1933 gehören zur Weimarer Republik bzw. zum Beginn der NS-Zeit.

Frage 190

Was bedeutet die Abkürzung DDR?

  1. A Dritter Deutscher Rundfunk
  2. B Die Deutsche Republik
  3. C Dritte Deutsche Republik
  4. D Deutsche Demokratische Republik✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

DDR steht für „Deutsche Demokratische Republik“. So hieß der ostdeutsche Staat von 1949 bis 1990, obwohl er keine echte Demokratie war.

Frage 193

Von 1961 bis 1989 war Berlin …

  1. A ohne Bürgermeister.
  2. B ein eigener Staat.
  3. C durch eine Mauer geteilt.✓ richtig
  4. D nur mit dem Flugzeug erreichbar.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Von 1961 bis 1989 teilte die Mauer Berlin in Ost-Berlin (DDR) und West-Berlin. West-Berlin war auch über Straßen und Bahn erreichbar, nicht nur mit dem Flugzeug.

Frage 196

Warum nennt man die Zeit im Herbst 1989 in der DDR "Die Wende"? In dieser Zeit veränderte sich die DDR politisch …

  1. A von einer Diktatur zur Demokratie.✓ richtig
  2. B von einer liberalen Marktwirtschaft zum Sozialismus.
  3. C von einer Monarchie zur Sozialdemokratie.
  4. D von einem religiösen Staat zu einem kommunistischen Staat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

„Wende“ heißt Umkehr: Im Herbst 1989 brachten friedliche Proteste das Ende der SED-Diktatur. Die DDR wurde demokratisch, 1990 gab es die erste freie Wahl zur Volkskammer.

Frage 199

Mit der Abkürzung "Stasi" meinte man in der DDR …

  1. A das Parlament.
  2. B das Ministerium für Staatssicherheit.✓ richtig
  3. C eine regierende Partei.
  4. D das Ministerium für Volksbildung.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

„Stasi“ ist die Kurzform für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Es überwachte die Bürgerinnen und Bürger und verfolgte Menschen, die gegen die SED waren.

Frage 201

Welche der folgenden Auflistungen enthält nur Bundesländer, die zum Gebiet der früheren DDR gehörten?

  1. A Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein, Brandenburg
  2. B Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen✓ richtig
  3. C Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen
  4. D Sachsen, Thüringen, Hessen, Niedersachen, Brandenburg
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die fünf neuen Bundesländer aus der früheren DDR sind Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den anderen Listen steht immer mindestens ein westdeutsches Land, z. B. Hessen oder Bayern.

Frage 202

Zu wem gehörte die DDR im "Kalten Krieg"?

  1. A zu den Westmächten
  2. B zum Warschauer Pakt✓ richtig
  3. C zur NATO
  4. D zu den blockfreien Staaten
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Kalten Krieg gehörte die DDR zum Ostblock unter Führung der Sowjetunion und war Mitglied im Warschauer Pakt. Die Bundesrepublik gehörte dagegen zur NATO.

Frage 203

Wie hieß das Wirtschaftssystem der DDR?

  1. A Marktwirtschaft
  2. B Planwirtschaft✓ richtig
  3. C Angebot und Nachfrage
  4. D Kapitalismus
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In der DDR plante der Staat die Wirtschaft zentral: Er bestimmte Produktion und Preise. Das nennt man Planwirtschaft; die Bundesrepublik hat dagegen die soziale Marktwirtschaft.

Frage 204

Wie wurden die Bundesrepublik Deutschland und die DDR zu einem Staat?

  1. A Die Bundesrepublik hat die DDR besetzt.
  2. B Die heutigen fünf östlichen Bundesländer sind der Bundesrepublik Deutschland beigetreten.✓ richtig
  3. C Die westlichen Bundesländer sind der DDR beigetreten.
  4. D Die DDR hat die Bundesrepublik Deutschland besetzt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR wurde nicht besetzt: Die frei gewählte Volkskammer beschloss den Beitritt nach Artikel 23 des Grundgesetzes. Am 3. Oktober 1990 kamen die fünf neuen Länder (und Ost-Berlin) zur Bundesrepublik.

Frage 206

Woran erinnern die sogenannten „Stolpersteine“ in Deutschland?

  1. A an berühmte deutsche Politikerinnen und Politiker
  2. B an die Opfer des Nationalsozialismus✓ richtig
  3. C an Verkehrstote
  4. D an bekannte jüdische Musiker
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Stolpersteine sind kleine Messingplatten im Gehweg vor Häusern, in denen Opfer des Nationalsozialismus lebten. Darauf stehen Name, Geburtsjahr und Schicksal der Person; der Künstler Gunter Demnig begann das Projekt in den 1990er-Jahren.

Frage 207

In welchem Militärbündnis war die DDR Mitglied?

  1. A in der NATO
  2. B im Rheinbund
  3. C im Warschauer Pakt✓ richtig
  4. D im Europabündnis
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR war von 1955 bis 1990 Mitglied im Warschauer Pakt, dem Militärbündnis der Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion. Die NATO war das westliche Bündnis, zu dem die Bundesrepublik gehörte.

Frage 208

Was war die "Stasi"?

  1. A der Geheimdienst im "Dritten Reich"
  2. B eine berühmte deutsche Gedenkstätte
  3. C der Geheimdienst der DDR✓ richtig
  4. D ein deutscher Sportverein während des Zweiten Weltkrieges
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Stasi (Ministerium für Staatssicherheit) war der Geheimdienst und die Geheimpolizei der DDR. Der Geheimdienst im „Dritten Reich“ war ein anderer, z. B. die Gestapo.

Frage 209

Welches war das Wappen der Deutschen Demokratischen Republik?

Bild zu Frage 209
  1. A Bild 1
  2. B Bild 2
  3. C Bild 3
  4. D Bild 4✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Richtig ist Bild 4: Es zeigt das DDR-Wappen mit Hammer und Zirkel, umgeben von einem Kranz aus Ähren mit einem schwarz-rot-goldenen Band. Hammer und Zirkel standen für Arbeiter und Intelligenz, die Ähren für die Bauern.

Frage 210

Was ereignete sich am 17. Juni 1953 in der DDR?

  1. A der feierliche Beitritt zum Warschauer Pakt
  2. B landesweite Streiks und ein Volksaufstand✓ richtig
  3. C der 1. SED-Parteitag
  4. D der erste Besuch Fidel Castros
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Am 17. Juni 1953 streikten in der ganzen DDR viele Arbeiterinnen und Arbeiter; daraus wurde ein Volksaufstand für Freiheit und bessere Lebensbedingungen. Sowjetische Truppen schlugen ihn mit Panzern nieder.

Frage 211

Welcher Politiker steht für die "Ostverträge"?

  1. A Helmut Kohl
  2. B Willy Brandt✓ richtig
  3. C Michail Gorbatschow
  4. D Ludwig Erhard
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) schloss ab 1970 die Ostverträge mit der Sowjetunion, Polen und der DDR, um die Beziehungen zum Osten zu verbessern. Dafür bekam er 1971 den Friedensnobelpreis.

Frage 212

Wie heißt Deutschland mit vollem Namen?

  1. A Bundesstaat Deutschland
  2. B Bundesländer Deutschland
  3. C Bundesrepublik Deutschland✓ richtig
  4. D Bundesbezirk Deutschland
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der offizielle Name ist „Bundesrepublik Deutschland“, so steht es auch im Grundgesetz. „Bund“ zeigt, dass Deutschland ein Bundesstaat aus 16 Ländern ist, „Republik“, dass es keinen König gibt.

Frage 213

Wie viele Einwohner hat Deutschland?

  1. A 70 Millionen
  2. B 78 Millionen
  3. C 84 Millionen✓ richtig
  4. D 90 Millionen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Deutschland hat etwa 83 bis 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, mehr als jedes andere Land in der EU. Von den Antworten liegt 84 Millionen am nächsten.

Frage 214

Welche Farben hat die deutsche Flagge?

  1. A schwarz-rot-gold✓ richtig
  2. B rot-weiß-schwarz
  3. C schwarz-rot-grün
  4. D schwarz-gelb-rot
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold (Artikel 22 Grundgesetz). Die Farben stammen aus der Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts; schwarz-weiß-rot war die Flagge des Kaiserreichs.

Frage 215

Wer wird als "Kanzler der Deutschen Einheit" bezeichnet?

  1. A Gerhard Schröder
  2. B Helmut Kohl✓ richtig
  3. C Konrad Adenauer
  4. D Helmut Schmidt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Helmut Kohl (CDU) war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Er führte 1989/90 die Verhandlungen zur Wiedervereinigung und heißt deshalb „Kanzler der Deutschen Einheit“.

Frage 220

Der 27. Januar ist in Deutschland ein offizieller Gedenktag. Woran erinnert dieser Tag?

  1. A an das Ende des Zweiten Weltkrieges
  2. B an die Verabschiedung des Grundgesetzes
  3. C an die Wiedervereinigung Deutschlands
  4. D an die Opfer des Nationalsozialismus (Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz)✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus; das Kriegsende war am 8. Mai 1945.

Frage 221

Deutschland ist Mitglied des Schengener Abkommens. Was bedeutet das?

  1. A Deutsche können in viele Länder Europas ohne Passkontrolle reisen.✓ richtig
  2. B Alle Menschen können ohne Personenkontrolle in Deutschland einreisen.
  3. C Deutsche können ohne Passkontrolle in jedes Land reisen.
  4. D Deutsche können in jedem Land mit dem Euro bezahlen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Schengen-Raum gibt es normalerweise keine Passkontrollen an den Grenzen zwischen den Mitgliedsländern, zu denen die meisten EU-Staaten und z. B. die Schweiz gehören. Das gilt nicht weltweit, und Staaten dürfen vorübergehend wieder kontrollieren, wie Deutschland es seit 2024 tut.

Frage 222

Welches Land ist ein Nachbarland von Deutschland?

  1. A Ungarn
  2. B Portugal
  3. C Spanien
  4. D Schweiz✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Schweiz grenzt im Süden an Deutschland, vor allem am Bodensee und am Rhein. Ungarn, Portugal und Spanien haben keine gemeinsame Grenze mit Deutschland.

Frage 223

Welches Land ist ein Nachbarland von Deutschland?

  1. A Rumänien
  2. B Bulgarien
  3. C Polen✓ richtig
  4. D Griechenland
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Polen grenzt im Osten an Deutschland; die Grenze verläuft an den Flüssen Oder und Neiße. Rumänien, Bulgarien und Griechenland liegen weiter im Südosten.

Frage 224

Was bedeutet die Abkürzung EU?

  1. A Europäische Unternehmen
  2. B Europäische Union✓ richtig
  3. C Einheitliche Union
  4. D Euro Union
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

EU ist die Abkürzung für „Europäische Union“, einen Zusammenschluss von heute 27 europäischen Staaten. Die gemeinsame Währung heißt Euro, die Union aber nicht „Euro Union“.

Frage 226

Welche ist die Flagge der Europäischen Union?

Bild zu Frage 226
  1. A Bild 1
  2. B Bild 2✓ richtig
  3. C Bild 3
  4. D Bild 4
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Richtig ist Bild 2: die blaue Flagge mit einem Kreis aus zwölf goldenen Sternen. Die Zahl zwölf steht für Vollkommenheit und Einheit, nicht für die Zahl der Mitgliedstaaten.

Frage 231

Was bedeutet der Begriff "europäische Integration"?

  1. A Damit sind amerikanische Einwanderinnen und Einwanderer in Europa gemeint.
  2. B Der Begriff meint den Einwanderungsstopp nach Europa.
  3. C Damit sind europäische Auswanderinnen und Auswanderer in den USA gemeint.
  4. D Der Begriff meint den Zusammenschluss europäischer Staaten zur EU.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

„Europäische Integration“ bedeutet, dass europäische Staaten immer enger zusammenarbeiten, von der EWG 1957 bis zur heutigen EU. Mit Einwanderung oder Auswanderung hat der Begriff nichts zu tun.

Frage 232

Wer wird bei der Europawahl gewählt?

  1. A die Europäische Kommission
  2. B die Länder, die in die EU eintreten dürfen
  3. C die Abgeordneten des Europäischen Parlaments✓ richtig
  4. D die europäische Verfassung
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei der Europawahl wählen die Bürgerinnen und Bürger die Abgeordneten des Europäischen Parlaments; Deutschland stellt 96 von ihnen. Die Europäische Kommission wird nicht direkt vom Volk gewählt.

Frage 234

Wo ist ein Sitz des Europäischen Parlaments?

  1. A London
  2. B Paris
  3. C Berlin
  4. D Straßburg✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der offizielle Sitz des Europäischen Parlaments ist Straßburg in Frankreich; dort finden die meisten Plenarsitzungen statt. Weitere Arbeitsorte sind Brüssel und Luxemburg, aber nicht London, Paris oder Berlin.

Frage 235

Der damalige französische Staatspräsident François Mitterrand und der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl gedenken in Verdun gemeinsam der Toten beider Weltkriege. Welches Ziel der Europäischen Union wird bei diesem Treffen deutlich?

Im Originalkatalog ist hier ein Pressefoto abgebildet; es wird nicht wiedergegeben. Die Frage lässt sich mit dem Text beantworten.

  1. A Freundschaft zwischen England und Deutschland
  2. B Reisefreiheit in alle Länder der EU
  3. C Frieden und Sicherheit in den Ländern der EU✓ richtig
  4. D einheitliche Feiertage in den Ländern der EU
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

1984 gaben sich Mitterrand und Kohl in Verdun, dem Ort einer blutigen Schlacht im Ersten Weltkrieg, die Hand. Das zeigt das wichtigste Ziel der europäischen Einigung: Frieden und Versöhnung zwischen früheren Feinden.

Frage 237

2007 wurde das 50-jährige Jubiläum der "Römischen Verträge" gefeiert. Was war der Inhalt der Verträge?

  1. A Beitritt Deutschlands zur NATO
  2. B Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)✓ richtig
  3. C Verpflichtung Deutschlands zu Reparationsleistungen
  4. D Festlegung der Oder-Neiße-Linie als Ostgrenze
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Mit den Römischen Verträgen von 1957 gründeten Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Länder die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Euratom. Die EWG ist ein Vorläufer der heutigen EU.

Frage 238

An welchen Orten arbeitet das Europäische Parlament?

  1. A Paris, London und Den Haag
  2. B Straßburg, Luxemburg und Brüssel✓ richtig
  3. C Rom, Bern und Wien
  4. D Bonn, Zürich und Mailand
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Europäische Parlament arbeitet an drei Orten: In Straßburg sind die Plenarsitzungen, in Brüssel die Ausschüsse und weitere Sitzungen, in Luxemburg das Generalsekretariat (die Verwaltung).

Frage 239

Durch welche Verträge schloss sich die Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zusammen?

  1. A durch die "Hamburger Verträge"
  2. B durch die "Römischen Verträge"✓ richtig
  3. C durch die "Pariser Verträge"
  4. D durch die "Londoner Verträge"
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Bundesrepublik unterzeichnete 1957 in Rom die „Römischen Verträge“ und gründete so mit fünf anderen Staaten die EWG. Die „Pariser Verträge“ (1951/1954) betrafen andere Themen, z. B. die Montanunion und die Souveränität.

Frage 241

Frau Seger bekommt ein Kind. Was muss sie tun, um Elterngeld zu erhalten?

  1. A Sie muss an ihre Krankenkasse schreiben.
  2. B Sie muss einen Antrag bei der Elterngeldstelle stellen.✓ richtig
  3. C Sie muss nichts tun, denn sie bekommt automatisch Elterngeld.
  4. D Sie muss das Arbeitsamt um Erlaubnis bitten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Elterngeld bekommt man nicht automatisch: Man muss einen schriftlichen Antrag bei der Elterngeldstelle stellen, am besten bald nach der Geburt. Rückwirkend wird es nur für höchstens drei Monate gezahlt.

Frage 243

Maik und Sybille wollen mit Freunden an ihrem deutschen Wohnort eine Demonstration auf der Straße abhalten. Was müssen sie vorher tun?

  1. A Sie müssen die Demonstration anmelden.✓ richtig
  2. B Sie müssen nichts tun. Man darf in Deutschland jederzeit überall demonstrieren.
  3. C Sie können gar nichts tun, denn Demonstrationen sind in Deutschland grundsätzlich verboten.
  4. D Maik und Sybille müssen einen neuen Verein gründen, weil nur Vereine demonstrieren dürfen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Versammlungsfreiheit gilt (Artikel 8 Grundgesetz), aber eine Demonstration unter freiem Himmel muss man vorher bei der zuständigen Behörde anmelden, normalerweise 48 Stunden vorher. Eine Genehmigung oder ein Verein ist nicht nötig.

Frage 245

Wer darf in Deutschland nicht als Paar zusammenleben?

  1. A Hans (20 Jahre) und Marie (19 Jahre)
  2. B Tom (20 Jahre) und Klaus (45 Jahre)
  3. C Sofie (35 Jahre) und Lisa (40 Jahre)
  4. D Anne (13 Jahre) und Tim (25 Jahre)✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Anne ist 13 und damit noch ein Kind; Kinder unter 14 Jahren schützt das Strafrecht besonders, eine Beziehung mit einem Erwachsenen ist verboten. Erwachsene dürfen dagegen frei zusammenleben, auch gleichgeschlechtliche Paare oder mit großem Altersunterschied.

Frage 251

Wenn man in Deutschland ein Kind schlägt, …

  1. A geht das niemanden etwas an.
  2. B geht das nur die Familie etwas an.
  3. C kann man dafür nicht bestraft werden.
  4. D kann man dafür bestraft werden.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§ 1631 BGB, seit 2000). Wer ein Kind schlägt, kann z. B. wegen Körperverletzung bestraft werden; das ist keine reine Familiensache.

Frage 252

In Deutschland …

  1. A darf man zur gleichen Zeit nur mit einer Partnerin/einem Partner verheiratet sein.✓ richtig
  2. B kann man mehrere Ehepartnerinnen/Ehepartner gleichzeitig haben.
  3. C darf man nicht wieder heiraten, wenn man einmal verheiratet war.
  4. D darf eine Frau nicht wieder heiraten, wenn ihr Mann gestorben ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In Deutschland darf man nur mit einer Person gleichzeitig verheiratet sein; eine Doppelehe ist verboten und strafbar. Nach einer Scheidung oder dem Tod des Partners darf man aber wieder heiraten.

Frage 253

Wo müssen Sie sich anmelden, wenn Sie in Deutschland umziehen?

  1. A beim Einwohnermeldeamt✓ richtig
  2. B beim Standesamt
  3. C beim Ordnungsamt
  4. D beim Gewerbeamt
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Nach einem Umzug muss man sich innerhalb von zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt (oft Bürgeramt genannt) anmelden. Das Standesamt ist für Heirat und Geburten zuständig, das Gewerbeamt für Firmen.

Frage 254

In Deutschland dürfen Ehepaare sich scheiden lassen. Meistens müssen sie dazu das "Trennungsjahr" einhalten. Was bedeutet das?

  1. A Der Scheidungsprozess dauert ein Jahr.
  2. B Die Ehegatten sind ein Jahr verheiratet, dann ist die Scheidung möglich.
  3. C Das Besuchsrecht für die Kinder gilt ein Jahr.
  4. D Die Ehegatten führen mindestens ein Jahr getrennt ihr eigenes Leben. Danach ist die Scheidung möglich.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Vor einer Scheidung müssen die Ehepartner meistens mindestens ein Jahr getrennt leben. Das zeigt dem Familiengericht, dass die Ehe wirklich gescheitert ist; man kann sich auch in derselben Wohnung trennen.

Frage 256

Ein Ehepaar möchte in Deutschland ein Restaurant eröffnen. Was braucht es dazu unbedingt?

  1. A eine Erlaubnis der Polizei
  2. B eine Genehmigung einer Partei
  3. C eine Genehmigung des Einwohnermeldeamts
  4. D eine Gaststättenerlaubnis von der zuständigen Behörde✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wer ein Restaurant mit Alkoholausschank eröffnen will, braucht nach dem Gaststättenrecht eine Erlaubnis oder muss den Betrieb bei der zuständigen Behörde (meist Gewerbe- oder Ordnungsamt) anmelden. Polizei, Partei oder Einwohnermeldeamt sind dafür nicht zuständig.

Frage 258

Was darf das Jugendamt in Deutschland?

  1. A Es entscheidet, welche Schule das Kind besucht.
  2. B Es kann ein Kind, das geschlagen wird oder hungern muss, aus der Familie nehmen.✓ richtig
  3. C Es bezahlt das Kindergeld an die Eltern.
  4. D Es kontrolliert, ob das Kind einen Kindergarten besucht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wenn ein Kind in Gefahr ist, z. B. weil es geschlagen wird oder hungern muss, darf das Jugendamt es vorübergehend aus der Familie nehmen (Inobhutnahme). Kindergeld zahlt dagegen die Familienkasse, und die Schule wählen die Eltern.

Frage 260

In Deutschland hat ein Kind in der Schule …

  1. A Recht auf unbegrenzte Freizeit.
  2. B Wahlfreiheit für alle Fächer.
  3. C Anspruch auf Schulgeld.
  4. D Anwesenheitspflicht.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In Deutschland gilt die Schulpflicht: Kinder müssen regelmäßig am Unterricht teilnehmen, das heißt Anwesenheitspflicht. Wer ohne Grund fehlt, dessen Eltern können ein Bußgeld bekommen.

Frage 262

Was bedeutet in Deutschland der Grundsatz der Gleichbehandlung?

  1. A Niemand darf z.B. wegen einer Behinderung benachteiligt werden.✓ richtig
  2. B Man darf andere Personen benachteiligen, wenn ausreichende persönliche Gründe hierfür vorliegen.
  3. C Niemand darf gegen Personen klagen, wenn sie benachteiligt wurden.
  4. D Es ist für alle Gesetz, benachteiligten Gruppen jährlich Geld zu spenden.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gleichbehandlung bedeutet: Niemand darf z. B. wegen Behinderung, Geschlecht, Herkunft oder Religion benachteiligt werden (Artikel 3 Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Wer benachteiligt wird, kann sich wehren und auch klagen.

Frage 266

Wann beginnt die gesetzliche Nachtruhe in Deutschland?

  1. A wenn die Sonne untergeht
  2. B wenn die Nachbarn schlafen gehen
  3. C um 0 Uhr, Mitternacht
  4. D um 22 Uhr✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Nachtruhe beginnt in der Regel um 22 Uhr und dauert bis 6 Uhr. Dann soll man keinen Lärm machen, der die Nachbarn stört, z. B. laute Musik.

Frage 267

Eine junge Frau in Deutschland, 22 Jahre alt, lebt mit ihrem Freund zusammen. Die Eltern der Frau finden das nicht gut, weil ihnen der Freund nicht gefällt. Was können die Eltern tun?

  1. A Sie müssen die Entscheidung der volljährigen Tochter respektieren.✓ richtig
  2. B Sie haben das Recht, die Tochter in die elterliche Wohnung zurückzuholen.
  3. C Sie können zur Polizei gehen und die Tochter anzeigen.
  4. D Sie suchen einen anderen Mann für die Tochter.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Tochter ist mit 22 Jahren volljährig und darf selbst entscheiden, mit wem sie lebt. Die Eltern müssen das respektieren; sie dürfen sie nicht zurückholen oder einen Mann für sie aussuchen.

Frage 268

Eine junge Frau will den Führerschein machen. Sie hat Angst vor der Prüfung, weil ihre Muttersprache nicht Deutsch ist. Was ist richtig?

  1. A Sie muss mindestens zehn Jahre in Deutschland leben, bevor sie den Führerschein machen kann.
  2. B Wenn sie kein Deutsch kann, darf sie keinen Führerschein haben.
  3. C Sie muss den Führerschein in dem Land machen, in dem man ihre Sprache spricht.
  4. D Sie kann die Theorie-Prüfung vielleicht in ihrer Muttersprache machen. Es gibt mehr als zehn Sprachen zur Auswahl.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die theoretische Führerscheinprüfung kann man außer auf Deutsch auch in zwölf Fremdsprachen ablegen, z. B. Englisch, Türkisch oder Arabisch. Eine Mindestaufenthaltsdauer von zehn Jahren gibt es nicht.

Frage 270

Die Volkshochschule in Deutschland ist eine Einrichtung …

  1. A für den Religionsunterricht.
  2. B nur für Jugendliche.
  3. C zur Weiterbildung.✓ richtig
  4. D nur für Rentnerinnen und Rentner.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Volkshochschule (VHS) ist eine öffentliche Einrichtung zur Weiterbildung für alle Erwachsenen, z. B. Sprach-, Integrations- und Computerkurse. Sie ist nicht nur für Jugendliche oder Rentner.

Frage 271

Was ist in Deutschland ein Brauch zu Weihnachten?

  1. A bunte Eier verstecken
  2. B einen Tannenbaum schmücken✓ richtig
  3. C sich mit Masken und Kostümen verkleiden
  4. D Kürbisse vor die Tür stellen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Zu Weihnachten stellen viele Familien einen Tannenbaum auf und schmücken ihn mit Kerzen, Kugeln und Sternen. Eier verstecken gehört zu Ostern, Kostüme zum Karneval und Kürbisse zu Halloween.

Frage 272

Welche Lebensform ist in Deutschland nicht erlaubt?

  1. A Mann und Frau sind geschieden und leben mit neuen Partnern zusammen.
  2. B Zwei Frauen leben zusammen.
  3. C Ein alleinerziehender Vater lebt mit seinen zwei Kindern zusammen.
  4. D Ein Mann ist mit zwei Frauen zur selben Zeit verheiratet.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Ein Mann darf in Deutschland nicht mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet sein; die Doppelehe (Bigamie) ist verboten und strafbar. Gleichgeschlechtliche Paare, Patchworkfamilien und Alleinerziehende sind dagegen erlaubt.

Frage 273

Bei Erziehungsproblemen gehen Sie in Deutschland …

  1. A zur Ärztin/zum Arzt.
  2. B zum Gesundheitsamt.
  3. C zum Einwohnermeldeamt.
  4. D zum Jugendamt.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Bei Erziehungsproblemen ist das Jugendamt die richtige Stelle; es bietet Beratung und Hilfen zur Erziehung an. Das Gesundheitsamt und das Einwohnermeldeamt sind dafür nicht zuständig.

Frage 275

Was braucht man in Deutschland für eine Ehescheidung?

  1. A die Einwilligung der Eltern
  2. B ein Attest einer Ärztin/eines Arztes
  3. C die Einwilligung der Kinder
  4. D die Unterstützung einer Anwältin/eines Anwalts✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Scheidung beschließt das Familiengericht, und wer die Scheidung beantragt, muss sich von einer Anwältin oder einem Anwalt vertreten lassen. Die Zustimmung von Eltern oder Kindern braucht man nicht.

Frage 276

Was sollten Sie tun, wenn Sie von Ihrer Ansprechpartnerin/Ihrem Ansprechpartner in einer deutschen Behörde schlecht behandelt werden?

  1. A Ich kann nichts tun.
  2. B Ich muss mir diese Behandlung gefallen lassen.
  3. C Ich drohe der Person.
  4. D Ich kann mich bei der Behördenleiterin/beim Behördenleiter beschweren.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wenn man in einer Behörde schlecht behandelt wird, kann man sich bei der Leitung der Behörde beschweren, z. B. mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Behörden müssen alle Menschen korrekt und respektvoll behandeln; Drohen ist keine Lösung.

Frage 277

Eine Frau, die ein zweijähriges Kind hat, bewirbt sich in Deutschland um eine Stelle. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Sie bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil sie …

  1. A kein Englisch spricht.
  2. B zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
  3. C keine Erfahrungen in diesem Beruf hat.
  4. D Mutter ist.✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Eine Bewerberin darf nicht abgelehnt werden, nur weil sie Mutter ist. Das verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG); fehlende Sprachkenntnisse, Erfahrung oder zu hohe Gehaltswünsche sind dagegen sachliche Gründe.

Frage 278

Ein Mann im Rollstuhl hat sich auf eine Stelle als Buchhalter beworben. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Er bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil er …

  1. A im Rollstuhl sitzt.✓ richtig
  2. B keine Erfahrung hat.
  3. C zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
  4. D kein Englisch spricht.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden (Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz). Ein Rollstuhl hindert niemanden daran, als Buchhalter zu arbeiten, deshalb ist diese Ablehnung Diskriminierung.

Frage 279

In den meisten Mietshäusern in Deutschland gibt es eine "Hausordnung". Was steht in einer solchen "Hausordnung"? Sie nennt …

  1. A Regeln für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
  2. B alle Mieterinnen und Mieter im Haus.
  3. C Regeln, an die sich alle Bewohnerinnen und Bewohner halten müssen.✓ richtig
  4. D die Adresse des nächsten Ordnungsamtes.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Hausordnung enthält Regeln für das Zusammenleben im Haus, zum Beispiel Ruhezeiten, Mülltrennung oder das Putzen des Treppenhauses. Alle Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich daran halten.

Frage 281

Zwei Freunde wollen in ein öffentliches Schwimmbad in Deutschland. Beide haben eine dunkle Hautfarbe und werden deshalb nicht hineingelassen. Welches Recht wird in dieser Situation verletzt? Das Recht auf …

  1. A Meinungsfreiheit
  2. B Gleichbehandlung✓ richtig
  3. C Versammlungsfreiheit
  4. D Freizügigkeit
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Nach Artikel 3 Grundgesetz sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich, und niemand darf wegen Herkunft oder Hautfarbe benachteiligt werden. Wer Menschen wegen ihrer Hautfarbe abweist, verletzt das Recht auf Gleichbehandlung.

Frage 282

Welches Ehrenamt müssen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger übernehmen, wenn sie dazu aufgefordert werden?

  1. A Vereinstrainerin/Vereinstrainer
  2. B Wahlhelferin/Wahlhelfer✓ richtig
  3. C Bibliotheksaufsicht
  4. D Lehrerin/Lehrer
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Wer zur Wahlhelferin oder zum Wahlhelfer berufen wird, muss dieses Ehrenamt nach dem Wahlgesetz übernehmen und darf nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Wahlhelfer zählen am Wahltag die Stimmen aus; die anderen Tätigkeiten sind freiwillig.

Frage 283

Was tun Sie, wenn Sie eine falsche Rechnung von einer deutschen Behörde bekommen?

  1. A Ich lasse die Rechnung liegen.
  2. B Ich lege Widerspruch bei der Behörde ein.✓ richtig
  3. C Ich schicke die Rechnung an die Behörde zurück.
  4. D Ich gehe mit der Rechnung zum Finanzamt.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Gegen eine falsche Entscheidung oder Rechnung einer Behörde legt man schriftlich Widerspruch bei genau dieser Behörde ein, meist innerhalb eines Monats. Die Rechnung einfach liegen zu lassen oder zurückzuschicken, reicht nicht.

Frage 284

Was man für die Arbeit können muss, ändert sich in Zukunft sehr schnell. Was kann man tun?

  1. A Es ist egal, was man lernt.
  2. B Erwachsene müssen auch nach der Ausbildung immer weiter lernen.✓ richtig
  3. C Kinder lernen in der Schule alles, was im Beruf wichtig ist. Nach der Schule muss man nicht weiter lernen.
  4. D Alle müssen früher aufhören zu arbeiten, weil sich alles ändert.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Weil sich Technik und Berufe schnell verändern, muss man auch nach Schule und Ausbildung weiterlernen (lebenslanges Lernen). Dafür gibt es in Deutschland viele Angebote, zum Beispiel an Volkshochschulen.

Frage 285

Frau Frost arbeitet als fest angestellte Mitarbeiterin in einem Büro. Was muss sie nicht von ihrem Gehalt bezahlen?

  1. A Lohnsteuer
  2. B Beiträge zur Arbeitslosenversicherung
  3. C Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung
  4. D Umsatzsteuer✓ richtig
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Lohnsteuer und Beiträge zur Sozialversicherung (Rente, Kranken- und Arbeitslosenversicherung) werden direkt vom Gehalt abgezogen. Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) zahlt man dagegen beim Einkaufen im Preis von Waren und Dienstleistungen.

Frage 286

Welche Organisation in einer Firma hilft den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Problemen mit der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber?

  1. A der Betriebsrat✓ richtig
  2. B die Betriebsprüferin/der Betriebsprüfer
  3. C die Betriebsgruppe
  4. D das Betriebsmanagement
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Der Betriebsrat wird von den Beschäftigten gewählt (möglich ab 5 Arbeitnehmern) und vertritt ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber, zum Beispiel bei Kündigungen oder Arbeitszeiten. Ein Betriebsprüfer kontrolliert dagegen für das Finanzamt die Steuern der Firma.

Frage 288

Woraus begründet sich Deutschlands besondere Verantwortung für Israel?

  1. A aus der Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU)
  2. B aus den nationalsozialistischen Verbrechen gegen Juden✓ richtig
  3. C aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  4. D aus der christlichen Tradition
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Im Nationalsozialismus wurden etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet (Holocaust/Shoah). Aus diesen Verbrechen ergibt sich Deutschlands besondere Verantwortung für Israel und für den Schutz jüdischen Lebens.

Frage 289

Ein Mann mit dunkler Hautfarbe bewirbt sich um eine Stelle als Kellner in einem Restaurant in Deutschland. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Er bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil …

  1. A seine Deutschkenntnisse zu gering sind.
  2. B er zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
  3. C er eine dunkle Haut hat.✓ richtig
  4. D er keine Erfahrungen im Beruf hat.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Niemand darf wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft benachteiligt werden (Artikel 3 Grundgesetz und AGG). Fehlende Deutschkenntnisse oder Berufserfahrung können dagegen sachliche Gründe für eine Absage sein.

Frage 290

Sie haben in Deutschland einen Fernseher gekauft. Zu Hause packen Sie den Fernseher aus, doch er funktioniert nicht. Der Fernseher ist kaputt. Was können Sie machen?

  1. A eine Anzeige schreiben
  2. B den Fernseher reklamieren✓ richtig
  3. C das Gerät ungefragt austauschen
  4. D die Garantie verlängern
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Ist eine neue Ware kaputt, kann man sie beim Verkäufer reklamieren. Der Händler muss dann nach der gesetzlichen Gewährleistung (2 Jahre) reparieren oder ein neues Gerät liefern.

Frage 291

Warum muss man in Deutschland bei der Steuererklärung aufschreiben, ob man zu einer Kirche gehört oder nicht? Weil …

  1. A es eine Kirchensteuer gibt, die an die Einkommen- und Lohnsteuer geknüpft ist.✓ richtig
  2. B das für die Statistik in Deutschland wichtig ist.
  3. C man mehr Steuern zahlen muss, wenn man nicht zu einer Kirche gehört.
  4. D die Kirche für die Steuererklärung verantwortlich ist.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Mitglieder der großen Kirchen zahlen Kirchensteuer; sie beträgt 8 oder 9 Prozent der Einkommen- bzw. Lohnsteuer und wird vom Finanzamt eingezogen. Wer keiner steuererhebenden Kirche angehört, zahlt sie nicht.

Frage 292

Die Menschen in Deutschland leben nach dem Grundsatz der religiösen Toleranz. Was bedeutet das?

  1. A Es dürfen keine Moscheen gebaut werden.
  2. B Alle Menschen glauben an Gott.
  3. C Jeder kann glauben, was er möchte.✓ richtig
  4. D Der Staat entscheidet, an welchen Gott die Menschen glauben.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Religiöse Toleranz bedeutet: Jeder darf frei wählen, an welche Religion er glaubt oder ob er gar nicht glaubt (Artikel 4 Grundgesetz). Der Staat schreibt keinen Glauben vor und schützt alle Religionen.

Frage 293

Was ist in Deutschland ein Brauch zu Ostern?

  1. A Kürbisse vor die Tür stellen
  2. B einen Tannenbaum schmücken
  3. C Eier bemalen✓ richtig
  4. D Raketen in die Luft schießen
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Zu Ostern bemalt man Eier und versteckt sie, oft für Kinder. Einen Tannenbaum schmückt man zu Weihnachten, Raketen schießt man an Silvester.

Frage 294

Pfingsten ist ein …

  1. A christlicher Feiertag.✓ richtig
  2. B deutscher Gedenktag.
  3. C internationaler Trauertag.
  4. D bayerischer Brauch.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Pfingsten ist ein christlicher Feiertag 50 Tage nach Ostern. Christen feiern, dass der Heilige Geist zu den Jüngern Jesu kam; der Pfingstmontag ist in ganz Deutschland arbeitsfrei.

Frage 295

Welche Religion hat die europäische und deutsche Kultur geprägt?

  1. A der Hinduismus
  2. B das Christentum✓ richtig
  3. C der Buddhismus
  4. D der Islam
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Das Christentum hat Europa und Deutschland über viele Jahrhunderte geprägt, zum Beispiel durch Feiertage wie Weihnachten und Ostern, Kirchen und Werte. Andere Religionen leben heute auch in Deutschland, haben die Kultur aber nicht so lange geprägt.

Frage 296

In Deutschland nennt man die letzten vier Wochen vor Weihnachten …

  1. A den Buß- und Bettag.
  2. B das Erntedankfest.
  3. C die Adventszeit.✓ richtig
  4. D Allerheiligen.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten; viele zünden jeden Sonntag eine weitere Kerze am Adventskranz an. Buß- und Bettag, Erntedankfest und Allerheiligen sind einzelne Feiertage im Herbst.

Frage 298

In der DDR lebten vor allem Migrantinnen und Migranten aus …

  1. A Vietnam, Polen, Mosambik.✓ richtig
  2. B Frankreich, Rumänien, Somalia.
  3. C Chile, Ungarn, Simbabwe.
  4. D Nordkorea, Mexiko, Ägypten.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

Die DDR holte vor allem aus sozialistischen Partnerländern sogenannte Vertragsarbeiter, besonders aus Vietnam, Mosambik und Polen. Sie durften meist nur für eine bestimmte Zeit bleiben.

Frage 299

Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in den 50er und 60er Jahren von der Bundesrepublik Deutschland angeworben wurden, nannte man …

  1. A Schwarzarbeiterinnen/Schwarzarbeiter.
  2. B Gastarbeiterinnen/Gastarbeiter.✓ richtig
  3. C Zeitarbeiterinnen/Zeitarbeiter.
  4. D Schichtarbeiterinnen/Schichtarbeiter.
Erklärung (EUpassway, nicht amtlich)

In den 1950er und 1960er Jahren warb die Bundesrepublik Arbeitskräfte aus dem Ausland an und nannte sie Gastarbeiter, weil man dachte, sie bleiben nur kurz. Viele blieben aber dauerhaft in Deutschland.

Quelle: BAMF, Gesamtfragenkatalog, Stand 07.05.2025